In setting up this new standard of excellence in newspaper printing, the times met a challenge which had hitherto been avoided by proprietors proverbially reluctant to upset their readers' habits. The success of the times is the best proof that the public is only too ready to welcome innovations of genuine taste and discernment. block-making. The first power and rotary presses in the world were developed in the office of the times. In this connec tion the speed of running the rotaries and the quality of the ink used have to be borne in mind when it is desired to main tain the highest quality of impression. That, too, is part of a habit based on experience. The staff of the composing and press rooms wish to have the right to be proud of their handi work. They have, as individuals, the self-respect which is the basis of a vast social enterprise. The men, as a matter of habit, take all possible care of the details of production in the short time which newspaper printing allows. As far as the typographical design of the newspaper is con cerned, the custom of setting is so well understood that there is no need for an Art Director to look over the proofs of individual issues of the times or of The Times Weekly Edition, Literary Supplement, or Educational Supplement, for the composition of all of which the new founts are used. The ultimate control of the typography is exercised by the Editor, who normally consults Mr. Stanley Morison. The Editor is thus the only Art Director in Printing House Square. This last paragraph is set in 14-point The Times New Roman designed by Stanley Morison and cut by the Monotype Corporation, with emphasis in italics and small capitals. Die obenstehenden vier Zeilen sind gesetzt aus der 14-Punkt The Times New Roman, die von Stanley Morison entworfen und von der Montoype Corp. Ltd. geschnitten wurde. Auszeichnungen in Kursiv und Kapitalchcn. Les quatre lignes ci-dessus sont composées en corps 14 du Times New Romandessinc par Stanley Morison et gravé par la Monotype Corporation Ltd. Am 3Oktober 1932 kam es zu einer Revolution in der Kunst der Zeitungsgestaltung. An diesem Tage überraschte the times, das Spitzenorgan der britischen Presse, für viele der entschlossene, ja unerschütterliche Hiiter der Tradition, ihre Leser mit einem völlig neuen Gewande. Die verbesserte Schrifttype, die für Texte wie für Überschriften auf allen ihren Seiten verwendet wurde, bedeutete zugleich eine völlige Ab- kehr vom Überlieferten und einen grcssen Fortschritt in der Gestaltung der Zeitung. Die neuen Typen waren, was Deut- lichkeit, Gefalligkeit und Sparsamkeit betrifft, allen Schriften überlegen, die bisher in Zeitungen verwendet worden waren. Eine so gründliche Veranderung hatte bei Lesern, welche the times in ihrer historischen Gestalt gewohnt waren, sehr wohl lebhafte Proteste hervorrufen können. In Wirklich- keit war jedoch die unmittelbare Reaktion durchaus günstig. Es kam nicht zu Diskussionen über die neuen Typen, sondern nur über die Ersetzung des Fraktur-Kopfes auf der Titelseite durch den Kopf in Antiqua. Das bedeutete nichts Geringeres als eine Sensation, denn die Fraktur-Beschriftung war mehr als hundertzwanzig Jahre lang in Gebrauch gewesen. Es dauerte jedoch nicht lange, bis die Leser erkannten, daB es nur der Logik entsprach, wenn man für den Kopf einer vom Anfang bis zum Ende in Antiqua gedruckten Zeitung Antiqua-Ver- salien nahm. Bis zum Oktober 1932 war das in den Raumen der times am Printing House Square verwendete typographische Mate rial in seinen Einzelheiten und in der Anordnung frühvikto- rianisch gewesen. Als sich das Problem ergab, es zu andern, um modernen Erfordernissen gerecht zu werden, beschloss man nach reiflicher Überlegung, nicht ausserhalb des Hauses beim Druckergewerbe Hilfe zu suchen, sondern die neuen Entwürfe intern in Übereinstimmung mit den besonderen Zwecken der times vorzunehmen. Unter der Leitung Mr. Stanley Mori- sons, des jetzigen Redaktors des Times Literary Supplement, der selbst der Hauptanreger der Anderung war, wurde die ge- waltige Aufgabe in Angriff genommen, neue Schriften zu schaffen. In drei Jahren wurden insgesamt entworfen und ge schnitten: zweiundzwanzig Versal-Auszeichnungsschriften, sieben halbfette Schriften mit Versalien und Gemeinen sowie fünf weitere halbfette Schnitte (Antiqua, Kursiv, Kapitalchen und Akzentbuchstaben). The Times Neue Antiqua, wie die neu- geschaffene Type heisst, unterscheidet sich von den Schriften jeder anderen Zeitungs- oder Verlagsdruckerei der Welt. Doch obwohl sie neu ist, kann sie sich eines edlen Vorlaufers rüh- men, denn sie hat viele Grundzüge gemein mit einer Antiqua, deren sich zum erstenmal Aldus im Jahre 1495 bediente. Ein Charakteristikum der neuen Schrift ist es, dass die Balken und Rundungen der Buchstaben dicker sind und eine [Fometzung Seite ;88j To illustrate the exact typographical presentation of The Times, we had copies of the miniature edition of the 50,000th issue printed on India paper. Unfortunately this paper was not available in sufficient quantities for us to provide every copy of Graphis with the reproduction. Um die typographische Gestaltung der Times noch besser dokumentieren zu können, liessen wir von der Miniatur-Ausgabe der 50 000. Nummer cinen Separatabdruck auf Bibcldruckpapier anfertigen. Leider war von diesem Spczialpapier nicht genügend zu beschaffen, um den Separatabdruck der ganzen Auf lage der Graphis mitheften zu können. Pour donner une idéé exacte de la nouvelle presentation typographique du Times, nous avons fait faire un tirage sur papier bible de l'édition miniature du 5ooooe numéro de ce journal. Malheureusement, la quantité disponible de ce papier spécial était trop petite pour nous permcttre d'en cncarter un exemplaire dans chaque numéro de Graphis. 365

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Graphis de | 1946 | | page 97