itit also mit dem erschöpften Herrn vom rechts. Was den einen iSrosis, Orden und Brokat (bei Searle: Zigarrenbanderolen, collagiert), fit dejungen Herren mit den progressiven Brillen das Geklimper von tis<: und Polit-Emblem, das Stiefelchen und die Manschette. Die "iask iden wechseln, Verblödung und Borniertheit bleiben in Balance. tUl'a Searle nennt sein Blatt den «Entwurf eines Vorhangs fiir das che Opernhaus Covent Garden, London». Es ware bedauerlich, ^.«enn ritischer Isolationismus wieder einmal verhindern wiirde, dass 'iet fliche Idee auch andernorts verwirklicht wird. kann, wie hier, die Zeichnungen von Ronald Searle auf der er Themen und der Charaktere zu beschreiben versuchen. An i -^fle'sziniert seit mehr als dreissig Jahren - zum ersten Mal wurde er i -1 Graphis vorgestellt nicht allein die Erfindungsgabe, die 11 lerheit im Beschreiben von Physiognomie und Körpersprache, *ias Lsverhaltnis zwischen Anlass und Reaktion, zwischen Absicht rat J Aebnis, dem er immer wieder auf die Schliche kommt» (Loriot), 1 in gleichem Mass der Erlebnisreichtum seines graphischen Duktus. Diesen kann man «ungestört» von jedem anderen Reiz - erfahren in den ausschliesslich mit der Linie operierenden Blattern zum King of Beasts (Abb. 3-6), im struppigen, «sprühenden», wie Wellen sich krauselnden Haarschopf des Löwen (Abb. 2, 6 und 10). In den grossformatigen, figurenreichen Blattern verbindet Searle haufig die Federzeichnung mit dem Aquarell, mit der Tuschlavierung, Deckweiss oder der Collage. Die Linienbündel, Striche, Haken, Punkte sind nun eingebunden in das übergeordnete Kompositionsgerüst, aber ihr formaler Eigenwert geht doch nicht verloren. Die Farben wiederum sind nicht aufgelegtes Kolorit, sondern in gleicher Weise konstitutive Elemente des Bildes. Der mit dem Wechsel von Transparenz und Dichte der Farbe, dem Hervor- und Zurücktreten der Linie geschaffene Schwebezustand zwischen malerischem und zeichnerischem Charakter ist das Kennzeichen von Searles grossen Kompositionen. Ihre offene Struktur besitzt dieselbe Komplexitat und Anziehungskraft wie die graphische Umschreibung des Einzelgegenstandes. Wahrscheinlich eine sinnbildliche Darstellung» (Abb. 7) ist eines der 573

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Graphis de | 1981 | | page 83