sssssssssssssssssss archiv fur buchgewerbe. mmnmmmmmmm Buchgewerbliche Rundschau. unberiicksichtigt bleiben mufiten, weshalb der Vorstand eine Wiederholung ira nachsten Jahre erwage; die Zuhorer mochten deshalb nun auch recht regelmafiig erscheinen, in dem BewuBtsein, daB jeder Platz einem Kollegen ge- wissermaBen weggenommen sei. Zur Losung der Aufgabe hatten sich opferfreudig eine Anzahl Redner aus dem Ge- werbe selbst zur Verfiigung gestellt, denen der Vorstand schon jetzt herzlichen Dank sage. Am 15. November sprach Herr Heinrich Schwarz fiber: Die Schrifttype und ihre Herstellung, am 22. November Herr Direktor C.Nauels fiber: Das Papier und seine Bereitung, am 29. November Herr Otto Sauberlich fiber: Die Technik des Setzens; Die Zeilengiefi- und Setzmaschine und am 6. Dezember Herr Johann Weber fiber: Der Holzschnitt-, Die Stereotypie und Galvanoplastik. Im Jahre 1905 finden noch folgende zu der Reihe gehorende Vortrage statt: am 10. Januar Herr Sieg fried Weber fiber: Die photomechanischen Druckverfahren, am 17. Januar Herr Max P. Edm. Miiller fiber: Die Druck- farben, am 24. Januar Herr Carl Ernst Poeschel fiber: Der Hochdruck, am 31. Januar Herr Otto Wittstock fiber: Die Lithographie und Chromolithographie, am 7. Februar Herr Heinrich Zenner fiber: Das Broschieren und Binden, am 14. und 21. Februar Herr Dr. L. Volkmann fiber: Die Kunst in der Buchausstattung und am 28. Februar ein noch zu bestimmender Redner fiber: Die Preisberechnung des Buches. Neben diesen Vortragen finden im Februar und Marz 1905 auch noch solche statt, die alien Angehdrigen des Buchgewerbes zugangig sind. A. W. Buchdruck. Systematischer AusschluB. In dem letzten Hefte des Archiv versuchte ich den Nachweis zu bringen, dafi die Ein- ffihrung von systematischem AusschluB, d. h. solchem Aus schluB, bei dem jedes einzelne Teilstfick auf systematische Punkte ausgeht, ffir Druckereien, die die alte Einteilung mit Viertel- und Drittelgevierten noch besitzen, keine nennenswerten Vorteile, aberviele Nachteile mit sich bringt. Diese Ansicht wird wohl auch kaum bestritten werden. Andrerseits wird man sich aber der Einsicht nicht ver- bleiben, zumal es ja in alien Graden systematisch ist. Ffir neue Druckereien empfehle ich daher ein systematisches Ausschluflsystem mit der in beigedruckter Tabelle ge- gebenen Einteilung, bei der auch der schon vielfach be- klagte zu groBe Unterschied zwischen dem bisherigen Drittel- und Halbgeviert beseitigt ist. Bei dieser Einteilung ist darauf Rficksicht genommem daB in alien Graden die gleiche Anzahl von AusschluBarten vorhanden ist, so daB die Facher-Einteilung der Kasten ffir groBe und kleine Schriftgrade dieselbe bleibt. Kegel 1 Punkt- Spatien li/a Punkt- Spatien 2 Punkt- Spatien anstatt H* Geviert anstatt t/3 Geviert t/j Geviert V1 Geviert Nonpareille 1 D/2 2 3 6 Kolonel 1 ll/2 2 31/2 7 Petit 1 H/2 2 3 4 8 Borgis 1 D/2 2 3 4'/s 9 Korpus 1 1V2 2 3 4 5 10 Cicero 1 l»/2 2 3 4 6 12 Mittel 1 1V2 2 3 5 7 14 Tertia 1 H/2 2 4 6 8 16 Text 1 1V2 2 5 7 10 20 Doppelmittel 1 B/2 2 6 8 14 28 schlieBen konnen, daB der systematische AusschluB an sich auch seine gute Seite hat. Druckereien, die umgieBen oder neu einrichten, sollten sich daher diese Frage reiflich Uberlegen. Wenn schon das seitherige AusschluBsystem, wie in letzter Nummer nachgewiesen, in der Hauptsache schon systematisch ist, so ist doch das Rechnen mit halben Punk- ten, wenn man es nicht gewohnt ist, keineswegs angenehm; und es ware zweifellos bequemer, wenn die Viertel- und Drittelgevierte durchweg durch systematische Stficke ersetzt wfirden. Was fiber die Bestimmung der Viertel- und Drittelge vierte gesagt wurde, ist immerhin fiir neue Druckereien nicht wichtig genug, um auf die Vorteile verzichten zu mfissen, die wiederum eine systematische Dickte mit sich bringt. Das Halbgeviert aber muB unbedingt beibehalten Jedenfalls ware es wfinschenswert, wenn alle Schrift- giefiereien nach genugender Klarung der Sache sich auf zwei AusschluBsortierungen einrichten wfirden, von denen die eine wie bisher Viertel- und Drittelgevierte, die andre aber an deren Stelle systematische AusschluBstficke, wie oben vorgeschlagen, enthalt. Sache der Druckereien ware es dann, bei Bestellungen die eine oder die andre Einteilung vorzuschreiben. Max Woller, Offenbach a.M. Die Konigliche Akademie fiir graphische Kiinste und Buchgewerbe in Leipzig erweitert ihren Lehr- korper, sowie ihre Lehrgegenstande immer mehr. So wird von Ostern 1905 an eine Klasse ffir Stempelschneiden, Gravieren ffir Buchdruck und Buchbinderei, Schneiden von Schriften, Herstellen von Pragestempeln und Prage- platten, sowie zur Anfertigung von Prage- und Druck- proben neu eingerichtet, ffir die als Lehrer der in der S3 468 23

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1904 | | page 114