M ARCHIV FUR BUCHGEWERBE WMbWMbWS^WkWMM j[,e] bewiesen, daG auch unter ausschlieGlicherVerwendung vor- Bremen. In der Oktobersitzung des Typographischen be. handenen Materials und mit einfachen Mitteln sehr wir- Klubs wurde ein kurzer Vortrag fiber Familiendrucksachen nje kungsvolle Arbeiten hergestellt werden konnen. In der gehalten, die bis in die neueste Zeit wohl am meisten ver- fen. Sitzung am 12. Oktober war die vierte Rundsendung des nachlassigt wurden. Nach der alten Schablone erfolgte icbe Verbandes (Exlibris-Wettbewerb der Berliner Typographi- deren Herstellung vielfach mit der fiir den Buchdrucker •ber schen Gesellschaft), ferner 21 Entwiirfe eines Wettbewerbes so kostbaren, die Lithographie nachahmenden Schreib- cbt zurGewinnung einer Mitgliedskarte fiir dieTypographische schrift. Erst in neuerer Zeit treten andre moderne Aus- fe|n Vereinigung Hannover ausgestellt, deren Bewertung der fiihrungen auf. Ein Vergleich mit solchen Arbeiten ergabe <des Typographischen Vereinigung Braunschweig fibertragen ffir den Berufsgenossen nicht nur den schoneren Eindruck ,rbe war. Der Vorsitzende erlauterte in einem kurzen Vortrage der mit neueren Schriften hergestellten Drucke, sondern un(j die Bedeutung der Exlibris und unterzog dann an Hand des auch den nicht zu unterschatzenden Vorteil der bedeutend lcjer beigegebenen Berichtes die Entwiirfe einer kurzen Be- geringeren Abnutzung solcherSchriften. An derunschonen ;jne sprechung. In dem Meinungsaustausch wurde betont, daG Ausstattung trage vielfach auch der Herstellungsort dieser jere eine solche Aufgabe mit vorhandenem Material schwer zu Arbeiten die Schuld, denn meistens erfolge die Bestellung lcb- ldsen sei, weshalb auch die meisten Teilnehmer ihre Ge- in Ladengeschaften, wo keine Fachverstandigen anwesend iaft) danken durch eigne Zeichnungen zum Ausdruck zu bringen seien. Am 7. November gelangte eine groGere Anzahl n(je suchten. Wenn hierdurch auch viel Dilettantisches ge- von Drucken alterer und neuerer Zeit zu einem Vergleichs- fe]n schaffen wurde, so sei doch der FleiG lobend anzuerkennen, vortrage. Es war in gewissem Sinne eine Fortsetzung des ,p0. von dem die Arbeiten zeugen. - Am 21.Oktober nahm der Vorerwahnten. Auch an diesen Drucken, AdreGkarten, ,ten auch indiesem WinterhalbjahreveranstalteteSkizzierkursus Rechnungen, Briefkopfen, Umschlagen usw. trat die Ruhe lus. seinen Anfang. Der Vorsitzende sprach fiber die Grund- und Einheitlichkeit in unsrer jetzigen Zeit vorteilhaft her- gen regeln des goldenen Schnittes und erlauterte kurz die Hand- vor, wenn auch verschiedene Mangel getadelt werden 5ge. habung des Skizzierens. Hierauf erhielt jeder Teilnehmer muGten. Am 21. November war ein Frageabend, der sich tler ein Musterheft einer GieGerei, aus dem er unterBenutzung mit verschiedenen technischen Sachen beschaftigte. Im lan. eines gegebenen Textes eine beliebige Arbeit flfichtig AnschluG gelangten Neueingange zur Besprechung.Das ost_ skizzierte. Diese Skizze wurde sogleich korrigiert und den Stiftungsfest wurde am 12. November im Vereinslokale in ren Teilnehmern aufgegeben, die Skizze bis zum nachstfol- fiblicher Weise gefeiert. R. -be- genden Ubungsabend sauber auszuffihren. Diese sauber Breslau. Die am 5. Oktober stattgehabte Sitzung der (jer ausgeffihrten Skizzen werden dann in dem ffir spater in Typographischen Gesellschaft beschaftigte sich mit der /„gt Aussicht genommenen Kolorierkurse von ihrem Verfertiger Rundsendung VIII vom Verband der Deutschen Typo- der farbig ausgeffihrt. Die Typographische Vereinigung und grapbischen Gesellschaften. Herr Schultes besprach die ;jcb der Maschinenmeisterverein folgten am 6. November einer 59modernen Buchseiten, von denen die meisten als muster- !tes Einladung der Typographischen Vereinigung Hannover und gfiltig bezeichnet werden konnten. Der sich anschlieGende 904 des dortigen Maschinenmeistervereins zum Besuche der Meinungsaustausch, sowie der Vortragende bewiesen, daG der dort veranstalteten Dreifarbendruckausstellung. - In der aber auch grobe technische Fehler unterlaufen sind. Im lUS. Sitzung am 11. November sprach H. Drogekopp fiber die AnschluG an diesen Vortrag wurde das Ergebnis des Wett- zu dekorative gerade Linie, wobei er kurz die Entwicklung der bewerbs zur Erlangung eines Umschlages ffir die Satzungen ide- Edellinie und deren groGe Verbreitung streifte, die sie in bekannt gegeben. Die vom Deutschen Buchgewerbeverein ird, der kurzen Zeit ihres Daseins erlangt, heute aber wieder ffir den Musteraustausch ausgewahlte Arbeit, die von Herrn jes_ verloren habe. Die jetzt gepflegte Richtung in der dekora- Mamach ausgeffihrt war, wurde zwar von einigen Herren ;nt- tiven Ausstattung der Akzidenzen sei zweifellos als ein als nicht einwandsfrei bezeichnet, aber dennoch mit dem Fortschritt zu bezeichnen, da sie den Arbeiten ein ruhiges ersten Preisbedacht und zur Ausffihrung bestimmt. Da die ,er. und vornehmes Aussehen gebe. In der Praxis sei die leichte fibrigen 25 eingegangenen Arbeiten nicht bewertet worden Be- und vielseitige Verwendbarkeit der Messinglinie von Be- sind, so wurde hierffir eine Kommission gewahlt, fiir welche ejs. deutung, da sie auch denjenigen Akzidenzsetzer, der fiber Herr Faktor Rosenberger berichtete. Die sieben besseren )zjg wenig Schmuckmaterial verffige, unter Zuhilfenahme der Arbeiten hatten die Herren Schultes, Zantke und Matzke MessingliniedasSchaffengeschmackvoIlerundansprechen- als Verfertiger. Samtliche Arbeiten dieses Wettbewerbes ielt der Arbeiten ermogliche. Vor Linienspielereien, die haufig sollen als Rundsendung herumgehen, damit den einzelnen ire. durch Verwendung von zu dfinnen Linien und deren ver- Gesellschaften Gelegenheit zum Vergleiche der Arbeiten ten, wickeltes Zusammenbauen entstfinden, sei aber ernstlich gegeben ist. In der Sitzung am 21. Oktober sprach Herr der zu warnen, da dies kein Fortschritt sei, sondern ein Zurfick- Schultes fiber: Die Drucksachen der Aussteller in der Aus- An- greifen auf die glficklich fiberwundene freie Richtung. stellung ffir Handwerk und Kunstgewerbe. Redner be- tr0n Durch Beispiele wurde die Verteilung der Raume erlautert, merkte, daG die Ausstellung bezfiglich Drucksachen nicht -de, deren aufmerksame Beachtung unerlaGlich sei, wenn die dasgebracht hat, was erhofft worden sei. Nur einige Firmen ich Arbeit eine ruhige Wirkung bekommen solle. Zum SchluG hatten einwandsfreie Drucksachen ausgegeben. Am cht w'es der Redner noch auf buchgewerbliche Arbeiten von Sonntag, den 23. Oktober begann der von Herrn Schultes em L. Sfitterlin, A. Knab und P. Behrens hin. -er-. geleitete Kursus ffir typographisches Zeichnen, zu dessen den Braunschweig. In'der Versammlung des Maschinen- Abhaltung der Magistrat einen Zeichensaal der stadtischen der meistervereins am 8. Oktober wurde beschlossen, einen Handwerkerschule zur Verffigung gestellt hat. Am 2.No- den Kursus im Ausschneiden und Zurichten zu veranstalten, vember unterzog Herr Zantke die von der Leipziger Typo- ten der an Sonntagen stattfindet. Lehrlinge,die imletzten Lehr- graphischen Gesellschaft neu bearbeiteten Satzregeln einer sie jahre stehen, dfirfen an diesem Kursus teilnehmen. -er-. Besprechung, zu deren Anfange er bemerkte, daG ffir den IS 473 23

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1904 | | page 119