HgmHgmHgmHgm__ Hgm_ HgrnHgm _Hgm_ Halfte dieser Bildfette und um diese miisse die Messinglinie bei Abmessung nach ganzen Punkten scharfer stehen, als die Schrift. Aus dem Aufsatz iiber die Universallinie in dem 8. Hefte des Archiv, Jahrgang 1904, entnehmen wir nun, dab diese Linienfette von Oenzsch Heyse mit V4 Punktstarke angenommen wird. Die Linie der Nonpareille steht also bei dieser Firma nicht auf 1V2 Punkte vom 72 unteren Kegelrande, sondern auf 13/s, die der Kolonel, Petit und Bourgeois nicht auf 2, sondern auf 17/s und die der Korpus nicht auf 3, sondern auf 27/s Punkte usw. Theoretisch betrachtet, ware gegen diese Beriicksichtigung des Bildwertes der feinen Messinglinie gewiB nichts einzuwenden, denn eine feine Linie, mag sie auch noch so fein sein, wird in ihrer Bild- breite immerhin meBbar sein. Es fragt sich nur, ob diese Beriicksichtigung von praktischem Werte ist und ob die ganze Linienfrage dadurch nicht unnotig kompliziert wird. Auf jeden Fall ist die Be- wertung der feinen Linie mit lk Punkt eine durchaus willkurliche. Denn eine sorgfaltig gedruckte feine Linie kann unmoglich eine Bildstarke von ty4 Punkt zeigen. Messungen, durch vielfache photo- graphische VergroBerungen normalfeiner Messinglinien von uns kontrolliert, ergaben nur einen Bild- wert von 0,13 bis 0,14 Punkt, also circa xh Punkt. Aber auch dieser Wert muB schwankend sein, denn er hangt von so vielen technischen Eigenheiten des Druckvorganges ab, daB man zogern muB, ihn in die Rechnung einzustellen. Schon die Lieferungen verschiedener Messinglinienfabriken konnen abweichend in der Bildfette ausfallen, gar nicht zu reden von dem verschiedenen Ausfall der Bildfette 48 durch Art und Starke der Farbe, durch verschiedene Starke des Drucks, durch geringere oder starkere Rauheit des Papiers. Bei weichem und grobem Druck wird die Linie grob und dick drucken, und da bekanntermaBen die scharfe Messinglinie sich tiefer in das Papier einsetzt als die Schrift, so wird eine derart weich gedruckte feine Messinglinie allfallig scharfer stehend erscheinen. Wenn man nun aber so peinlich in der Bemessung der Linienstellung vorgehen will, so darf man doch nicht grob aus- geftihrte Druckarbeiten im Auge haben, sondern man muB eben auch mit dem sorgfaltig und sauber 36 arbeitenden Drucker rechnen. Nur dieser wird Wert auf eine ganz genaue Linienstellung legen und fur diesen allein muB die Sache zugeschnitten werden. Werden doch auch Schreiblinien in der Regel auf gut satiniertem, also glattem Schreibpapier, angewendet und nicht auf weichem wolligen Druckpapier. Der Artikel in genanntem Heft des Archiv sucht nun durch Beispiele darzutun, daB eine Linie, die auf voile Punkte vom Kegelrande bemessen ist, fehlerhaft, wahrend die Linie nach Oenzsch Heyse richtig zur Schrift stehen solle. Die Beispiele stehen aber im Widerspruch mit der Behauptung. Wahrend die aufvollen Punkten stehende Linie theoretisch doch nur um ihre halbe Bildstarke tiefer als die Schrift linie stehen kann, zeigt das Beispiel grobe Abweichungen. Wir geben dieses Beispiel photographisch 1 Auf Universalschriftlinie System Genzsch Heyse gegossen 28 2 Schriftlinie um voile Punkte vom Kegelrande abstehend, ohne Beriicksichtigung des Bildes der feinen Linie 20 1 21 2 1 Hgm HgmHgm Hgm 1 21 2 VergroBerter Abdruck des Beispiels im Augustheft des Archiv 7

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1904 | | page 139