Hm Hm Hm Hrn H WHHHH hhH H hHH Hm H m Das System Oenzsch Heyse hat die Losung dieser wichtigen Aufgabe aber ebenfalls nicht ge- funden, denn die gleiche Bemessung der Bourgeois- und Korpusoberlange mit 7 Punkt, der Cicero- oberlange mit 9 Punkten laBt eine gleichmaBige Abstufung der Schriftbilder noch weit weniger leicht zu als das Berliner System. Wir halten es fiir unsere Pflicht, auf diesen wesentlichen Mangel des Oenzsch Heyse'schen Systems besonders hinzuweisen, denn es erscheint uns ganz unmoglich, daB ein System zur Einfiihrung gelangen soli, welches diesen groBen Sprung von der Korpus zur Cicero so unaus- geglichen bestehen laBt. Wir meinen, daB jeder Fachmann, sei er SchriftgieBer oder Buchdrucker, wenn er rein sachlich priift, diesen Mangel ohne weiteres zugestehen muBte. Nachstehend geben wir eine photographische VergroBerung der Stufenreihe der Versal H, wie sie von Oenzsch Heyse in ihrer hhhHHHHH 10 12 14 16 20 28 Stufenreihe des Oenzsch Heyse'schen Systems 10 12 Stufenreihe des Berliner Systems i9 10 12 14 16 Stufenreihe des Schelter Giesecke'schen Systems 20 28 Denkschrift veroffentlicht wurde, unter Hinweglassung des 11-Punkt-Kegels. Die Ungleichheiten in den GroBen gehen nicht nur aus der Entfernung der gezogenen Parallellinien hervor, sondern auch aus der Verschiedenheit der schwarzen Felder, die durch die Langs- und Querlinien gebildet werden. Zum Vergleiche fiigen wir gleiche Stufenreihen des Berliner und unseres Systems bei. Die Annahme der Oenzsch Heyse'schen Korpuslinie diirfte iiberdies schon dadurch ganz aus- geschlossen sein, daB der groBteTeil der vorhandenen Korpusschriften und zwar der meisten deutschen GieBereien auf die Korpuslinie des Oenzsch Heyse'schen Systems iiberhaupt nicht zu bringen ist, ohne die Notwendigkeit im Gefolge zu haben, samtliche Versalien, Oberlangen und Ziffern in jeder einzelnen Schrift neu zu schneiden. Herr Borchard (Firma Wilhelm Woellmers SchriftgieBerei, Berlin) hat schon in der Hauptversammlung des Deutschen Buchdrucker-Vereins zu StraBburg ausgefiihrt, daB in einer einzigen GieBerei 80 Korpusschriften in ihren Oberlangen, also 2/3 samtlicher Stempel dieser Schriften, neu geschnitten werden miiBten. Von unseren Korpusschriften miiBten allein 40 diesem Umschnitt unterzogen werden. Man bedenke, was das fiir einen enormen Kostenaufwand verursachen wurde! 10

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1904 | | page 142