vollen Punkten unterlegt werden sollen. DieWerte lassen indessen schon erkennen, wie durch Ausgleich und Abrundung die Ober- und Unterlangenraume fiir die einzelnen Kegel zu bestimmen sind. Am meisten mag auffallen, dab in der Tabelle ein Kegel von IOV2 Punkt mit eingeschoben worden ist. Es ist dies ein Hilfswert, der dazu dient, den richtigen Bildwert fiir den Korpuskegel zu finden und dazu, den notwendigen Ausgleich zwischen den Kegeln Bourgeois, Korpus und Cicero zu treffen. Denn wahrend das Intervall von Nonpareille bis Bourgeois zwischen den einzelnen Kegeln nur 1 Punkt betragt, steigt es zwischen Korpus und Cicero plotzlich auf 2 Punkte. Will man daher die BildgroBe fiir Korpus finden, d. h. den richtigen Mittelwert zwischen Bourgeois, Korpus und Cicero suchen, so muff man den Bildkegel fiir Korpus theoretisch gleich der Halfte der Differenz zwischen Bourgeois und Korpus, also IOV2 Punkt setzen. Auf diese Weise erhalten wir die auf der rechten Seite der zweiten Spalte eingesetzten richtigen, gleichmaBiger sich abstufenden Intervalle. Die Abstande vom oberen Kegelrand bis zur Normallinie (Spalte Lo) und von dieser bis zum unteren Kegelrand (Spalte Lu) sind nun diejenigen Abstande, die wir unserm System zu Orunde legen. Im Vergleich zum System Oenzsch Heyse und zur Begriindung der Linienstellung unseres Systems mochten wir nun noch auf Folgendes hinweisen. Was zunachst die Kolonel betrifft, so wiirde bei Stellung der Linie nach Genzsch Heyse auf 51/8 Punkt von oben (statt auf 5V2) fiir diesen Kegel oberhalb des H nur 0,295 Punkt Fleisch bleiben (5,125 4,83) statt 0,34 Punkt. Es konnte mithin eine halbfette oder fette Auszeichnungsschrift. die doch bis zu 5,17 Punkt groB sein miiBte, nur 4,83 Punkte groB werden. Das Gleiche trifft bei der Bourgeois zu, wenn man bei dieser Schrift die Finie, wie sie Berlin ver- langt, auf 6,5 Punkte stellen wollte, da das Versal H alsdann nur 6,04 Punkte (6,5- 0,46) groB ge- schnitten werden diirfte, also 0,38 Punkt zu klein ausfallen wiirde. In noch viel hoherem MaBe wiirde sich dieser Ubelstand bei der Korpus bemerkbar machen, wollte man, wie Genzsch Heyse dies tun, die Finie dieser Schrift auf 7Vs Punkte stellen. Das Versal H konnte dann hochstens 6,75 Punkte groB werden, also nur 0,33 Punkt groBer als das der normalen Bourgeois. Aber es wiirde urn den bedeutenden Wert von 1,75 Punkt kleiner werden als das der nor malen Cicero. Selbst wenn man, urn die Korpusunterlange nicht zu klein erscheinen zu lassen, das Versal H dieser Schrift auf 7,2 Punkte bemiBt, statt auf 7,42 Punkte, was ohne weiteres zu empfehlen sein wiirde, so ware auch dann noch eine Finienstellung der Korpus auf 7V2 Punkte, wie es Berlin verlangt, nicht anzuraten, weil das O einer in richtiger GroBe geschnittenen breiten fetten Auszeichnungsschrift dann immer noch fiber den oberen Kegelrand hinausragen wiirde. Bei der Mittel, um auch diesen Kegel hier gleich noch mit hinzuzuziehen, wiirde bei Stellung der Finie auf 10 Punkte das Versal H ebenfalls nur 9,3 Punkte groB werden konnen, statt 9,8 Punkte, wie es der nor malen GroBe entsprechen wiirde. Diese Schrift wiirde dann auch kleiner ausfallen, als notig. Wir haben uns nun nicht geniigen lassen, aus- schlieBlich den rechnerischen Weg zu beschreiten, um zu der Bestimmung der GroBe des Versal H fiir alle Kegel zu gelangen, sondern wir haben auch noch den anschaulicheren Weg zeichnerischer Betrachtun- gen eingeschlagen und durch eine graphische Dar- stellung die genannten Verhaltnisse zu verdeutlichen gesucht. Das Ergebnis zeigt unser nebenstehendes Bild. In dieser Darstellung ist die Kegelbreite (LY) Darstellung des Systems Schelter Giesecke gleich dem Viertel der Hohe des Versal H (FH vergl. Tertia) gesetzt. Die im Oberlangen- und Unterlangenraum gezogenen feinen Finien, deren auBerste Enden von den beiden Diagonallinien geschnitten werden, ergeben den Wert der auf diesem Wege gefundenen GroBe des Versal h. Die punktierten Querlinien zeigen die GroBe des auf rechnerischeni H-h 16

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1904 | | page 148