Wege gefundenen H (?/io K). Wie man sieht, fallen diese Linien ziemlich zusanimen, mit Ausnahme vielleicht im Korpuskegel, bei dem, wie wir aus der vorsfehenden Tabelle gesehen haben, der Wert von 7/io des Kegels fur das Bild zur richtigen Steigerung zwischen Bourgeois und Cicero nicht genugt und hierfur eben der Hilfswert von IOV2 Punkt fur den Kegel eingesetzt werden muBte. Die untenstehenden Zeichnungen stellen das Genzsch Heyse'sche und das Berliner System in gleichem Sinne graphisch dar. Auch aus diesen Bildern zeigt sich, wie ungleich die Steigerung der Oenzsch Heyse'schen Normal- schrift vor sich geht und wie wenig dieses System geeignet ist, von dem SchriftgieBer berucksichtigt zu werden, denn auch der SchriftgieBer hat rein technisch betrachtet ein ganz besonderes Interesse an einer gleichmaBigen Bildsteigerung. Die stets fortschreitende Technik stellt derSchriftgieBerei heutzutage Mittel zur Verfiigung, Stempel und Matrizen auf mechanischem Wege herzustellen, und zwar dienen hierzu die in Fachzeitschriften zumTeil schon beschriebenen Stempelschneide- und Matrizengraviermaschinen. Auf diesen Maschinen wird der Stempel oder die Matrize nach einer mit Hilfe der Originalzeichnung hergestellten Schablone geschnitten bezw. graviert und zwar dient diese Schablone fur eine groBere Anzahl Kegel als Arbeits- vorbild. Aber auch das Bild der mit der Hand geschnittenen Stempel und Gravierungen wird zumeist, um eine moglichst genaue Ubereinstimmung mit der Originalzeichnung in alien Schiiftgraden siUitt- zustellen, nach Schablonen auf das zu gravierende Metall aufgezeichnet. Auf die Vorteile dieser neuzeitlichen technischen Hilfsmittel miiBten diejenigen GieBereien ver- zichten, die eine gleichmaBige mechanische Steigerung des Schriftbildes oder der Verhaltnisse der Ge- meinen zu den Versalien vernachlassigen und diese, wie es eben das System Genzsch Heyse tut, auf den Schriftkegel willkiirlich verteilen. Dem Ubel ware mit einem Male abgeholfen, wenn sich Genzsch Heyse entschliefien wiirden, ihre Korpuslinie um einen vollen Punkt herunterzuriicken. Es ist nun der Korpuslinie unseres Systems der Vorwurf gemacht worden, daB sie zu Verkrup- pelungen der Unterlangen fiihre und daB es schwer halten wiirde, eine wirkliche Brotschrift zu finden, die auf dieses System gegossen werden kann. DaB dem nicht so ist, zeigt das nachfolgende Satzchen unserer Korpus Romanisch, die bereits auf unsere Normallinie gegossen ist und deren Unterlangen doch gewiB hinreichend lang und genugend deutlich sind. Wir konnen deshalb diesen Vorwurf nicht recht verstehen, denn der gleiche Vorwurf miiBte doch auch die Korpus-Normalschrift von Genzsch Heyse treffen, denn diese ist doch ebenfalls mit keinen groBeren Unterlangen ausgestattet. Wie man sich aus umstehender Abbildung iiberzeugen kann, sind diese Unterlangen doch auch nur 2 Punkte lang und demnach auch nicht langer als wie bei der nachstehenden Romanisch. 17 Y 16 Ki Darstellung des Berliner Systems Darstellung des Systems Genzsch Heyse

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1904 | | page 149