hhHHHH 6EUUERBE 5EWERBE BUCHHflDDLUnB BUCHHRnDLUnE WOLDEfORR TRRUrEnBERBER WOLDEfORR TRRUTEnBERBER G.&H. S.&G. G. &H. S. &G. G. H. S. G. 36 Punkte 48 Punkte 60 Punkte Die Schriftbilder dieser groBen Schriften mussen, wenn sie nach System Genzsch Heyse ge- schnitten und gegossen werden, auch wesentlich kleiner ausfallen, als die nach unserem System ge- schnittenen Schriften. DaB dieser Unterschied kein geringer ist, lassen die Vergleichslinien der System- tafeln erkennen. Aber auch die folgende Nebeneinanderstellung der Schriften beider Systeme zeigen deutlich den betrachtlichen Unterschied in der GroBe. Es diirfte wohl nicht zweifelhaft sein, daB der Kaufer solcher groBen Schriften, wenn ihm ver- schiedene Schnitte geboten werden, sich gewiB nicht fur das kleinere Schriftbild entscheidet. Aber auch diese groBen Schriftgrade sind, wie alle Schriften, die im Accidenzsatz verwendet werden, vornehmlich auch in asthetischer Bezie- hung einzuschatzen und hiermitgehen wirzugleich auf die unter 8 aufgestellte Forderung ein. Nach Ansicht unserer Asthetiker auf graphischem Gebiete soli die Schrift ein wesentlich dekoratives Motiv darstellen und als solches auch zu dem Raum, in den sie gestellt ist, in innige Beziehung und Wechselwirkung treten. Sie muB demzufolge nicht nur kunstle- risch durchgebildet, sondern auch derart gestaltet werden, daB sie in ihrer Gesamtwirkung eine mog- lichst einheitliche, geschlossene Flachenwirkung hervorruft. Die Anerkennung und Durchfiihrung dieses Lehrsatzes ist unzahlige Male, namentlich auch von neueren Kunstgelehrten, wie Professor Dr. Kautzsch, Dr.Jessen, Larisch und anderen hervorgehoben worden.*) Es muB daher an eine, das asthetische Gefiihl befriedigende Schrift die Anforderung gestellt werden, daB die storenden Zwischen- raume, die zumeist als breite weiBe Bander zwischen den Schriftzeilen alterer, mit allzu groBen Unter- langen ausgestatteter Schriften erscheinen, tunlichst verringert werden. Gerade der SchriftgieBer ist dazu berufen, daruber zu wachen, daB diese Grundsatze und Bedingungen nicht ignoriert, und daB die Schnitte seiner Schriften in neuzeitlichem Geiste durchgebildet werden. Diese Forderung kann nur dann erreicht werden, wenn der Raum zwischen den Zeilen durch das Schriftbild moglichst gefullt wird, d. h. wenn eben die Gemeinen entsprechend groB gestaltet und die Unterlangen bis auf das zu- lassige MaB gekiirzt werden. Unseres Wissens hat aber niemals, weder mit Bezug auf diese Schriften, noch mit Bezug auf unsere beliebten Schriften Rundgotisch, Habsburg und Wittelsbach, die samtlich unter strenger Be- folgung genannter Bedingungen geschnitten wurden, jemand daruber Klage geftihrt, daB die Unter langen dieser Schriften zu kurz oder gar verkriippelt seien. Es ist nicht recht begreiflich, wie immer Der seit funfzehn lahren bestehende Bunstuerlag uon bboldemar Trautenberger hat es sich in erster Linie zur Rufgabe gestellt, gute moderne Literatur, wie sie das Interesse der weitesten Kreise erregt, zu pflegen. ledermann wird unter den im folgenden uer- zeichneten bUerken Biicher und Hutoren finden, die seinem Beschmacke zusagen. Die alien BUerken bei- gegebenen kritischen Dotizen und Urteile mogen den Schriften mit Zeilenabstand nach System Schelter Giesecke Man vergleiche Beispiele kiinstlerischer Schrift von Der seit^ftinfzehn lahrenlbestehende Kunstuerlag uon UL/oldemar Trautenberger hat es sich in erster Linie zur Rufgabe gestellt, gute moderne Literatur, wie sie das Interesse der weitesten Kreise erregt, zu pflegen. ledermann wird unter den im folgenden uer- zeichneten bberken Biicher und Rutoren finden, die seinem Beschmacke zusagen. Die alien UJerken bei- gegebenen kritischen Dotizen und Urteile mogen den Schriften mit Zeilenabstand nach System Genzsch Heyse R. v. Larisch, Wien. Anton Schroll. 22

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1904 | | page 154