mmm ^SIONATE HEARTS! II lilfypfii iili II ssssssskskkssksskss archiv fur buchgewerbe mnmmmmmmmm m „V V"'. *3r ANNA MAC MANUS test®! mm-- "iffevh; kennen gelernt, als auf der Ausstellung in St. Louis, und in NewYork und Boston machte man aus dieser Tatsache auch gar kein Hehl. Dazu kam, daB die Aufstellung und Anordnung der amerikanischen Er- zeugnisse recht wenig gliicklich und eindrucksvoll war; anstatt sich zu einer kraftvollen, iibersichtlichen Gesamtgruppe zusammenzuschlieBen, hatten die ver- schiedenen Verleger, Drucker usw. es vorgezogen, verstreut und verein- zelt hier und dort in dem riesigen Gebaude der,, Liberal Arts" aus- zustellen, ja die Besten hatten sich sogar zur hohen Kunst in deren Palast vornehm zu- riickgezogen, und mit alledem war nur er- reicht, daB man sich miihsam durchtausend Einzelerscheinungen durcharbeiten muBte, ohne schlieBlich den Begriff eines starken, einheitlichen Buchge- werbes in den Verei- nigten Staaten iiber- haupt zu gewinnen. Wenn ich diesen Man gel hier so offen aus- spreche, so weiB ich mich darin eins mit dem Urteil einsichtiger Amerikaner selbst, auf diegerade diegeschlos- sene Organisation z.B. unsres deutschenBuch- gewerbes einen nach- haltigen Eindruck ge- machthat; andrerseits vermag selbstver- standlich die voraus- geschickte Einschran- kung keinerlei EinfluB auszuiiben auf die ruck- haltlose Anerkennung der vielen guten und zum Teil vortrefflichen Leistungen, die im besondern nun von den amerikanischen Einzelausstellern zur Schau gebracht waren. Die eigentlichen Drucker waren allerdings nur recht schwach vertreten, und zwar waren es vorwiegend Firmen aus St. Louis selbst oder aus Chicago, Milwaukee, Cincinnati usw., wahrend die maBgebenden Hauser von New York und Boston in der eigentlichen buchgewerblichen Abteilung durch Abwesenheit glanzten. Hervorge- hoben seien die tiichtigen Arbeiten von Woodward Leinenband aus dem Verlage von Funk Wagnalls, New York Tiernan in St. Louis und die ausgezeichneten, technisch iiberaus feinen Stahlgraviiren der Western Bank Note Engraving Co. in Chicago. Wollte man aber einen Begriff von der Kunst im amerikanischen Buchdruck bekommen,so muBte man schon die Werke der einzelnen Verleger durchblattern, oder aber zum Kunstpalast wandern, wo nun vor allem die Merrymount Press, D. B. Updike in Boston, und die Riverside Press (Zeichner Bruce Ro gers) inCambridgeihre kostlichen, wenn auch etwas altmeisterlichen und an die Art William Morris' sich ziemlich eng anschlieBenden Biicher und andern Druckwerke in Glas- kasten sorgsam und wirkungsvoll ausge- stellt hatten. Ebenda befand sich das, was Amerika auf dem Ge- biete des Kunstein- bandes aufzuweisen hatte, gut im Material (Leder) und der Ar beit, vielfach recht ge- schmackvoll in der Auf- nahme moderner An- regungen, aber nicht gerade immer selb- standig, wie denn auch eine ganze Reihe von kunstiibenden Damen sich gerade hierin be- tatigt hat. Immerhin war die stattliche Zahl solcher Bande ein er- freuliches Zeichen fin- das Interesse an echter, kiinstlerischer Hand- arbeit, und gar man- ches war aus Privat- besitz geliehen, also nicht totes Ausstel- lungsgut. Kiinstlerischen Druck und Kunsteinband zeigten auch die Elston Press, New Rochelle N. Y., und die Village Press, Hingham, Mass., beide stark von englischer Buchkunst beeinfluBt, ja in den gewahlten Stoffen (Morris, Rossetti usw.) ganz englisch. Der Gruppe Typographic waren die Maschinen ange- gliedert, und naturgemaB hatte Amerika gerade hierin das unbedingteUbergewicht. Sehrbezeichnendfiirden amerikanischen Geschaftsverkehr waren 15 verschie- dene Schreibmaschinen, die wir aber hier iibergehen konnen, ebenso wie die diversen, z. T. sehr praktischen IS 419 23

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1904 | | page 19