357 23 Leipzig, Stadt-Archiv, Tit. XLYI, Nr. 238. 24 Anton Mayer, Wiens Buchdrucker-Geschichte 1482 bis 1882, Bd. II, Wien 1887, S. 100. 25 Leipzig, Stadt-Archiv, Tit. LXIV, Nr. 63: Ihrer Chur- Fiirstl. Durchl. zu Sachsen etc. etc. Mandat die Ge- neral-Innungs-Articul fiir Kiinstler, Profefiionisten und Handwercker hiesiger Lande betreffend. Er- gangen sub dato DreBden, den 8. Januar 1780. 26 Frankfurt a. M., Stadt-Archiv, Fiirstlich Primatische Behfirden, G. K. 101a (Ugb. D. 16, Nr. 45). 37Verbot des bey den Buchdruckergesellen unter dem Namen des Postulirens bestehenden MiBbrauchs. Signatum Berlin, den 8ten October 1803. Gedruekt bey Georg Decker. 4 S. 2°. 28 Allergnadigst confirmirte Innungsordnung der Buch- drukker zu Leipzig. Aufgerichtet im Jabr 1811. 23 Vgl. Faulmann, a. a. O., S. 772. 30Aus dem Jahre 1838 ist ein Gedenkblatt zum25jahri- gen Postulatsjubilaum des Ratsbuchdruckers Johann August Meissner erbalten, woraus sich also als Postu- latsdatum das Jahr 1813 ergibt (Leipzig, Stadtge- schichtliches Museum). 31 Vgl. (W. Krahl), Der Verband der Deutschen Buch- drucker. Bd. 1, Berlin, 1916, S. 71. 32 Vgl. Correspondent, Jahrg. 1869, Nr. 42: Ein Bei- trag zur Geschichte der Buchdrucker. 33 a. a. O., 10: „Nach beendigter Lehrzeit wird der Lehrling an einem nach jedem Quartal, als Neujahr, Ostern, Johannis und Michaelis, zu bestimmenden Sonntag-Vormittag in der Versammlung der Herren Principale und der Herren Deputirtcn der Gehilfen, sowie in Gegenwart sammtlicher Mitglieder der Officin, worin der Lehrling gelernt, losgesprochen, derselbe in einer feierlichen Rede mit seinem kiinftigen neuen Stande, mit den ihm obliegenden Pflichten gegen Gott, den Staat, seinen Principal und seine Mitgehilfen, so wie mit unserm ehemaligen Kunstgebrauche, zu postuliren, und was dahin gehort, bekanntgemacht; und, nachdem er das eidliche Versprechen, einen gottesfiirchtigen und rechtlichen Lebenswandel fiih- ren zu wollen, abgelegt, in die Zahl der Gehilfen auf- genommen und mit einem zweckmassigen morali- schen Gliickwunsche, den er sich zum Wahlspruche erwahlt, entlassen. 11: ,,Bevor der Lehrling los gesprochen wird, ist er verpflichtet, 60 Mark zu er- legen, wovon die Halfte an die Buchdruckerkasse kommt, 20 Mark zuriickgelegt werden und 10 Mark den Mitgliedern der Offizin verblciben." 31 Vgl. Correspondent, Jahrg. 1869, Nr. 46. 36 ,,Depositio Cornuti, Zu Lob vnd Ehren Der Edlen Hochloblichen vnd Weitbe-rhiimbten Freyen Kunst Buchdruckerey In kurtze Reimen verfasset Durch Paulum de Vise Gedanensem Typothetam." Nach einer gereimten Widmung an den Leser von 16 Versen und einem Personenverzeichnis folgt die chronosti- chische Angabe des Erscheinungsjahres; Chrono- distichon/ SILLIg Dor Votfafjtn felnc ffisetj/ Man stelff tt)Vt Vben Ieljt la stets. Der, soweit bekannt, einzige erhaltene Originaldruck befindet sich in der PreuBischen Staats-Bibliothek zu Berlin (Sign.Yy 51). Die friiheste namentliche Er- wahnung des Verfassers und seiner Arbeit findet sich in dem sogenannten Lubecker Formatbuch des Jo hann Nicolaus Thun von 1714, das mir nicht zugangig war, und wurde wohl wortlich in der zweiten Ausgabe von 1724 ubernommen (Neu verbessertes Auf der Lobl. Kunst-Buchdruckerey Niitzlich zu gebrauchen- des Format-Buch Nebst dem gebrauchlichen De- position-Buchlein in Nieder- und Ober-Sachsischer Sprache. Mit einer Vorrede abermahl in Druck ausgefertiget von J. N. T. Liibeck und Leipzig bey Johann Nicolaus Thun. 1724): „Die Deposition ist gleich anfangs bey den Alten im Gebrauch kommen und hat Paulus de Vise, Gedanens. Typotheta, die- selbe zuerst in kurtze Reime verfasset" (S. 63). Die erste Erwahnung in der neueren Fachliteratur finde ich bei Karl Faulmann, Illustrirte Geschichte der Buchdruckerkunst (Wien, Pest, Leipzig, 1882), S. 399. Den Text gab zum ersten Male unter gleichzeitiger Nachbildung des Titels heraus: William Blades, An Account of the German Morality-Playentitled De- positio Cornuti Typographici; London, Trubner& Co., 1885, S. 101—113. In den „Akademischen Slattern" (Hrsg. von Otto Sievers) Bd. I, Braunschweig 1884, S. 385ff. und in einer besonderen SchriftGebriider Stern und Ristens Depositionspiel (Liineburg, v. Stern 1886) behandelte Karl Theodor Gaedertz die de Visesche Ausgabe im Zusammenhange mit der Ristschen Bearbeitung, wo- bei festzustellen ist, daB, wie aus den vorangehenden Literaturangaben ersichtlich ist, Gaedertz durchaus nicht, wie er sich S. 20 der letztgenannten Abhand- lung den Anschein gibt, der Neuentdecker des de Vise ist. Eine Neuausgabe des de Vise veranstaltete Arno Schmidt: Des Danzigers Paulus de Vise Buchdrucker- spiel 1621. (Danzig, A. W. Kafemann, 1925), der den Text mit einer Einleitung versah und die jetzt nicht mehr verstandlichen plattdeutschen Wendungen und Ausdrucke erklarte und eine photomechanische ver- kleinerte Wiedergabe des Titels beifiigte. tlber die Person des Paulus de Vise und seine Tatig- keit ist nicht mehr bekannt als sich aus dem Titel seines Buchleins ergibt und weitere Nachforschungen sind bis jetzt ergebnislos geblieben. Die diirftige Notiz im Lubecker Formatbuch von 1714 (1724) findet sich ungefahr wortlich wiederholt bei: Wilhelm Jeremias Cless, Drittes Jubel-Fest der Buchdrucker-Kunst Sammt einer Vorrede Georg Conrad Riegers, Gotha J. A. Reyher, 1740, S. 139. Einen etwas ausfiihr- licheren Hinweis, der allerdings auch zu keinem posi- tiven Resultat fiihrt, gibt Michael Christoph Hanow,

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1930 | | page 73