rechts verschoben, die sogenannte Ausloseschiene; diese bewirkt die Einschaltung des Senders und die Verriegelung der andern Schienen. Jede Bewegung der andern Schienen bewirkt StromschluB oder NichtschluB. Es werden also bei jedem Tastendruck fiinf Schalt- moglichkeiten geschaffen. Bei U z. B. (Abbildung 2) riickt die erste und dritte Schiene nach links (Strom), die zweite, vierte und fiinfte nach rechts (kein Strom). Die fiinf Schienen besitzen am linkenEnde Ansatze, mit denen sie auf die Kontakthebel des Senders wirken. Es ist also zur Sendung eines Buchstabens erforderlich, daB alle fiinf Schienen in bestimmter Anordnung festgehalten sind. Die Funktion der Ausloseschiene Beim Tastenanschlag riickt die Ausiuseschiene i (Abbildung 4) nach rechts, die andern fiinf Schienen gleichzeitig in die richtige Lage. Durch den Auslosehebel a wird dessen Achse eine kleine Drehung entgegen dem Uhr- zeiger erhalten. Fest auf dieser Achse sitzt der Hebel g, der sich im selben Sinne dreht. Dadurch wird die Arretierung des Zwischenhebels d gelost, dieser gibt die Sperrnase c frei. Die Sperrnase ist fest auf der Welle e, welche vom Motor durch Friktion mitgenom- men wird. Die Welle e kann sich also jetzt, da die Sperrnase nicht mehr einfallt, frei drehen. Durch die exzentrische Form der Sperrnase wird bei deren Weiterdrehung der Zwischenhebel d wieder angehoben, so daB der Arretieranschlag sich hebt, die Nasen- falle senkt. Die Sperrnase stoBt also nach einer Umdrehung wieder an die Falle und wird festgehalten, Welle e kann also nur eine Umdrehung machen. Infolge Drehung der Welle e gleitet das Exzenter f von seiner Unterstiitzung, dem Biigel h, ab. Letztere kann sich daher heben. Es kann sich folglich der Sperrbiigel h urn seine Achse durch Federkraft entgegen dem Uhrzeiger drehen, dabei gelangt seine untere Flanke in Ausnehmungen der Auslose schiene und verriegelt diese in ihrer Stellung. (Man erinnere sich hier an die ahnliche Einrichtung zur Verriegelung der Keile bei der Lanston-Monotype.) Nach einer Umdre hung wird durch Exzenter e der Sperrbiigel h wieder gehoben, die Wahlschienen werden frei und durch Federkraft in ihre Mittellage gezogen. Ebenso wird durch die Feder k die Ausloseschiene riickgestellt. Es ist also nach erfolgtem Tastendruck jede Wahlschiene in ihre Lage gebracht und verriegelt. Sender Die Maschine arbeitet mit Ruhestrom, das heiBt wenn kein Zeichen gesendet wird, ist die Leitung unter Strom. Der elektrische Kontaktgeber besteht aus einer Achse mit sechs Nutenscheiben (Abbildung 5), diese haben Ausnehmungen von der Lange 1/1 des Umfanges, die immer um l/7 des Umfanges gegeneinander versetzt sind. Durch die Be- tatigung der Ausloseschiene wird auch diese Welle fur eine Umdrehung mit der Motor- welle gekuppelt. Die Kontaktgebung erfolgt derartig, daB die erwahnte Ausnehmung der Nutenscheibe b exzentrisch ist, gegen den Zahn eines Winkelhebels driickt (Abbildung 6), so daB diese um seine Achse etwas gedreht wird. Diese Winkelhebel (Abbildung 3 und 6) sind die eigentlichen Kontakte. Sie sind geschlossen, also auf Ruhestrom gestellt, solange die Nase des Hebels auf dem nicht ausgeschnittenen Umfang der Nutenscheibe gleitet. Kommt die Ausnehmung, so wird Kontakt a geoffnet. Durch den exzentrischen Teil der Ausnehmung erfolgt neuerlich ein kurzer Kontakt, StromstoB, wenn der Winkelhebel d sich an die Kontaktscheibe anlehnt (Abbildung 6). Ist dagegen der Winkelhebel von der Nutenscheibe weggeriickt, so kann ein Kontakt nicht erfolgen (Abbildung 3). Diese Stellung des Kontakthebels d erfolgt nun durch einen Ansatz, der sich links an den Wahlschienen befindet. Ist die Wahlschiene nach links geriickt (Abbildung 6), so kann der Kontakthebel einfallen, ist sie nach rechts geriickt (Abbildung 3), so wird der Hebel nach vorn gedriickt und erreicht die Nutenscheibe nicht. An der Nutenscheibe sind sieben Unterbrechungen, fiinf dienen fur die Steuerung der Kontakthebel. Der erste Kontakt macht stromlos, das ist der Anlaufschritt. Der letzte Schritt gibt StromschluB, der Sperrschritt, der den Ruhestrom wieder herstellt. Der Empfanger Im Empfanger werden die einlangenden StromstoBe geordnet und aufbewahrt, um zur Einstellung des Zeichens verwendet zu werden. Der Empfanger besteht der Hauptsache nach aus einem Elektromagneten mit zwei Polschuhen, welcher alle StromstoBe erhalt Dr. Paul Schrott Die Fernschreibmaschine von Siemens Halske 489 Abbildung 4 Abbildung 5 Abbildung 6

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1931 | | page 69