zugehorigen Wahlhebels vorbeibewegen. Steht der Wahlhebel nach rechts (Strom in der Dr. Paul Schrott 491 Leitung Abbildung 7 II), so geht der Griff vorbei, die Feder dreht die Schwertspitze nach Die Femschreibmaschine rechts, steht der Wahlhebel nach links (kein Strom) (Abbildung 7 IV), so bleibt der Griff von Siemens Halske am Schnabel hangen, die Schwertspitze weist nach links. Es wird auf diese Weise die Schwertspitze rechts und links vom Sperrstifte h, der im Sperrwinkel sitzt, eingestellt. Als nachste Bewegung erfolgt eine Drehung des Sperrwinkels urn seinen Drehpunkt, da- durch geht der Sperrstift hoch. Wenn sich jetzt der Hubhebel i abwarts bewegt, so muB sich das Schwert rechts oder links vom Sperrstift senken. Dabei stoBt die Spitze gegen einen der beiden Winkelhebel p, von denen einer eine Drehung im Sinne des Uhrzeigers oder entgegengesetzt machen wird. Dadurch erhalt die Wahlschiene o eine kleine Be wegung nach rechts oder links (Abbildung 7 V). Beim Weiterdrehen der Daumenwelle werden die Anker wieder angehoben, in diesem Augenblicke kommt der Sperrschritt (Strom). Die Anker bleiben hangen, die Maschine ist zum Empfange des nachsten Zeichens bereit. Der Zustand der Maschine ist jetzt der, daf3 wir fiinf Wahlschienen in der einem Zei- chen entsprechenden Anordnung verriegelt vor uns haben. Die fiinf queruber liegenden Wahlschienen (Abbildung 8) besitzen oben Ausschnitte. Senkrecht zu den Wahlschienen iiber diesen liegen die Zugstangen der Typenhebel nebeneinander. Am rechten Ende haben die Zugstangen den Zughaken. In diesen greift die Falle, das ist ein Blechstreifen, der iiber samtliche Zugstangen geht und durch Dre hung seiner Achse eine schwingende Bewegung ausfiihren kann, wobei er beim Einfalle in den Zughaken die Zugstange bewegt. Im Ruhezustande der Falle liegen die Zugstangen knapp iiber den Wahlschienen, bewegt sich die Falle nach rechts, so kann sich infolge des Anlaufes die Zugstange senken und setzt sich auf die Wahlschienen. Bei alien Zugstangen bis auf eine geht die Falle unter dem Zughaken weg, eine Betatigung der Zugstange er folgt nicht. Nur an einer Stelle sind die Einschnitte der Wahlschiene so geordnet, daB die Zugstange einfallen kann, namlich beim getasteten Zeichen, diese Stange senkt sich um die Einschnitthohe tiefer, die Falle ergreift den Zughaken und mittels der Zwischenhebel wird der Typenhebel betatigt und erfolgt der Anschlag der Type an die Schreibwalze. Die Auswahl der Type zeigt groBe Ahnlichkeit mitder Matrizenablegung bei der Linotype, bei welcher durch entsprechende Kombination von Ausschnitten die Auswahl erfolgt. Die Umschaltung von Ziffern und Zeichen auf Buchstaben erfolgt wie bei der Schreib- maschine durch Heben und Senken der Schreibwalze. Die auBere Form des Empfangers zeigt Abbildung 9. Normal erfolgt die Niederschrift auf Streifen, doch kann auch auf Bogen geschrieben werden. Naturlich erscheint am Sender das Geschriebene auch in Schreibmaschinenschrift, so daB sofort Kopie vorhanden ist. Von Bedeutung ist der Gleich- lauf der Motore von Sender und Empfanger. Es erfolgt dies durch Motore bestimmter Tourenzahl, die iiberdies durch Tourenregler auf bestimmter Tourenzahl gehalten wer den. Weiter ist ein sogenanntes Resonanztachometer vorgesehen, das ist ein System schwingender Metallzungen, welche infolge der mechanischen Erschiitterungen der um- laufenden Teile zur Mitschwingung gebracht werden. Die richtige Drehzahl ist vor handen, wenn die mittlere Zunge am starksten ausschwingt. Abbildung 9 9

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1931 | | page 71