Ber Bttipimftier Mvl Btvatíi 177 Holzstich. Verlag J. J.Weber, Leipzig Yon Rudolf Linke Ais im Jahre 1927 der Direktor des Leipziger Museums der bildenden Künste, Dr.WernerTeupser, im „Archiv" eine erste zusammenfassende ürdigung des Buchkünst* lers Karl Stratil gab, war er in der glücklichen Lage, ein zwar bereits reiches und ausgereiftes, aber noch durchaus überschaubares Werk vor sich zu haben, das zeitlicb erst wenige Jahre umfaBte und infolgedessen auch thematisch und technisch verhaltnismáBig einheitlich war. In den seit* dem verflossenen elf Jahren hat aber die Griffelkunst des IUustrators einen so machtigen Aufschwung zurHohe, einen so kühnen Ausgriff in die Breite genommen, daB eine auf Kenntnis des Gesamtwerkes bis in seine letzten subtilsten Verastelungen binein beruhende Darstellung nur einem Menscben moglich wáre, der sich das Studium der Schop» fungen Stratils zur Lebensaufgabe erwáhlt hatte. Das trifft auf den Verfasser dieses Beitrages nicht zu. Unter Ver? zicht auf Vollstándigkeit beschrankt er sich deshalb dar* auf, die Gründe aufzuzeigen und zu belegen, die Stratil binnen verhaltnismaBig kurzer Zeit zu seiner reprasen? tativen Stellung unter den deutschen Buchkünstlern der

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1938 | | page 25