Xí^fpaueeínrídjtungen igntíuídilttngííeíttrít&ttmgen 196 fahren zunáchst kopierfáhige „Mutter< pausen" hergestellt. Dazu bringt man in ein geeignetes Kopiergerát das Reflex» papier, mit der Rückseite der Lichtquelle zugekehrt, legt auf die Schichtseite die Bildseite der Vorlage, bedeckt deren Rück» seite mit schwarzem Papier und schlieBt das Gerat. Beim Belicbten wird vor die Lichtquelle eineGelbscheibe geschaltet. Das Licht dringt durch die Reflexschicht bis auf die Vorlage, es wird aber an den Stellen der dunklen Zeichnung verschluckt, da» gegen vom hellen Grund zurückgestrahlt in die Reflexschicht. Im nachfolgenden Ent» wicklerbad schwarzt sich die Schicht an den Stellen der Rückstrahlung, wáhrend die Zeichnung durchsichtig bleibt. Dieses Negativ dient nach der Fixierung, Wasse» rung und Trocknung zum Kopieren eines ais Mutterpause dienenden Positivs. Auf solche Weise werden auch Bleistiftzeich» nungen und alte schwache Vorlagen ver» starkt zum Lichtpausen. Im Jahre 1932 kam das „Aluna"»Reflex< verfahren auf, das selbstándig und ais Er< ganzung des Ozalid»Verfahrens anwendbar ist. Ferner ist ein Film Aluna"«Spezial für VergroBerungen von Halbtonaufnahmen bestimmt zurHerstellung von Bildplakaten in kleiner Auflage mittels des Ozalid»Ver< fahrens. Für erforderliche VergroBerungen muB natürlich eine entsprechende photo» graphische Einrichtung vorhanden sein. Kurz sei eingeflochten, daB bereits im Jahre 1927 OzalidíHalbtonbilder auf der Techni» schen Messe in Leipzig vorlagen. Ein anderes Verfahren verfolgt unter dem Ñamen „Rectophot»Transparent»Verfah» ren" die Herstellung von Mutterpausen mittels „Rectophot»Spezial»Abzugpapier" zu ReflexiNegativen und „Rectophot< Transparent»Papier" zu kopierfahigen Po» sitiven. Die einfache Durchführung des Licht» pausens gestattet die Verwendung der in der photographischen Reproduktionstech» nik gebrauchlichen Kopiereinrichtungen vom Kopierrahmen mit Holzdeckel und Federdruck bis zum Vakuumkopiergerát. Aber die auf wirtschaftlichste Betriebs» weise eingerichteten Lichtpausanstalten nützen neuzeitliche Maschinen aus. Seit vielenjahren werden auf der Technischen Messe in Leipzig die verschiedenen Ein» richtungen vorgeführt. Auf der diesjahri» gen Frühjahrsmesse waren unter anderem für technische Büros in KofFerform gebaute Kopierapparate, ais „Rectophot<Kontakter" bezeichnet, für die Fórmate 24 x 34, 26x 34 und 34x 48 cm vorhanden, deren Deckel durch Federdruck das Kopiergut auf die zur Durchleuchtung dienende Glas» platte preBt. Unter der Glasplatte ist eine elektrische Beleuchtungseinrichtung ein» gebaut, die mittels Steckkontakt an die Zimmerlichtleitung angeschlossen werden kann. Die beiden letztgenannten Apparate sind mit eingebauter Rollenpapierkassette versehen, so daB das Lichtpauspapier von links nach rechts über die Kopierflache ge» zogen werden kann. Mit eingebauter Be» lichtungsuhr ist für einheitliche Belich» tungsdauer gesorgt. Ein gleichartiges Mo» dell IIIA hat ais Kombinationsapparat ver» schiedene Lichtquellen und selbsttátige Entlüftungsanlage. Die Lichtstarke reicht auch aus zum Kopieren von Druckfolien, wie sie in den auf OfFsetdruck beruhenden Bürodruckmaschinen gebráuchlich sind. Auf die Herstellung von Photokopien, Lichtpausen und auch OfFsetdruckplatten für Bürodruckmaschinen zielt das in Schrankform tischhoch gebaute Kombina» tionsgerat „Lumoprint Ultra" hin. Für das Aluna»Reflexverfahren gibt es ebenfalls in KofFerform ein Reflexgerat TKopierflache 30X 42 cm. ZurHerstellung gróBerer Re» flexnegative wurden in Schrankform ge» baute Vakuumeinrichtungen mit schwenk» oder schiebbarer Gelbscheibe geschafFen. Lichtpausmaschinen, in der Regel elektro» motorisch angetrieben, haben meist ais Kopierflache einen Halbzylinder aus Kri» stallspiegelglas, über den das Pausgut mit» tels einer Transportdecke und »walzen ge» führt wird. Vor dem Einführschlitz ist ein Behálter für die Lichtpauspapierrolle an» geordnet. Die Transportgeschwindigkeit der Vorlage in Kontakt mit dem Licht» pauspapier laBt sich nach dererforderlichen Belichtungsdauer einstellen. Nach der Be» lichtung fallt die Lichtpause mit der Vor» lage in eine unter dem Halbzylinder an» gebrachte Auffangschale. Je nach der Arbeitsbreite der Maschine sind zwei, drei oder vier Bogenlampen von 8 bis 10, 10 bis 12 oder iy bis 18 Ampére gegenüber der Kopierflache, meist hin» und herfahrend, angeordnet. Da Vorlagen unterschiedlich lichtdurchlassig, auBerdem Pauspapiere mehr oder weniger lichtempfindlich sind, kann an der Maschine die Durchlaufzeit des Pausgutes verándert werden; z. B. von 18 Sekunden bis auf 9 Minuten. Dem» entsprechend schwankt die in Aussicht ge» stellte Leistung an Lichtpausen je nach der Maschine zwischen lyo bis 200 m und 6 bis 12 m je Stunde. Unter den Lichtpaus» maschinen mogen die Ñamen „Duophil, Helios, Metem und Supra" andeuten, daB sie von verschiedenen Erbauern stammen. Die Helios I ist eine Doppelmaschine, denn die drei Lampen sind in der Mitte und werfen ihre Lichtkegel nach auBen an zwei entsprechend angeordnete Halbzylinder; Kopierleistung etwa 300 bis 330 laufende Meter je Stunde. Jeder Halbzylinder kann beim Kopieren unabhangig vom anderen ausgenutzt werden. Besonders beachtens» wert erscheint die Helios II ExpreB (DRP.) wegen ihrer Beleuchtungsanordnung, da die Reflektoren der ortsfest stehenden Lam» pen um ihre senkrechte Achse selbsttatig schwenkend den Lichtkegel abwechselnd nach links und rechts werfen. Mit zwei Lampen werden 120 cm, mit drei Lampen 1 yo cm Arbeitsbreite gleichmaBig ausge» leuchtet. AuBer den üblichen Schalen für die NaB» entwicklung von Blaupausen usw. sind Vorrichtungen geschafFen worden, die der Eigenart anderer Lichtpauspapiere ange» paBt wurden. Zum Beispiel gibt es für das Ozalid» Verfahren einen Entwicklungs» kasten, der ohne oder mit Entlüftung ge» liefert wird und für Bürobedarf genügt. Eine Entwicklungsmaschine, in drei Aus» führungen mit Entlüftungseinrichtung ver» sehen, ist für umfangreiche Lichtpaus» arbeiten bestimmt. Zum Entwickeln wird in eine Schale Ammoniakwasser gegeben, dessen Dampfe die FarbstofFbildung der Pause bewirken und damit das Bild hervor» rufen. Demgegenüber ist für das Safir» Verfahren ein Entwicklungsgerát geschaf» fen, in dem eine Anfeuchtwalze in den Entwickler taucht und davon wenig bei der Umdrehung mitnimmt. Die Licht» pause legt man an einer Kante mit der Schichtseite auf die Anfeuchtwalze, klappt die Klemmleiste herunter und zieht über deren Kante die Pause langsam heraus. Obwohl dabei die Schichtseite des Papiers nur schwach mit Entwickler angefeuchtet wird, tritt fast augenblicklich die Farb» stoffbildung ein und zusehens kraftigt sich das Bild. In solchem Handbetrieb konnte ich im technischen Büro eines Unter» nehmens beobachten, wie ein Zeichner» lehrling das Kopieren und Entwickeln schneli und sicher durchführte. Nach wenigen Minuten war eine solche Licht» pause trocken. ZurNachprüfungder MaB» genauigkeit legte ich die auf Pauspapier ausgeführte Bleistiftzeichnung auf eine der Lichtpausen und überzeugte mich, daB beide in der GroBe übereinstimmten. Eine Entwicklungsmaschine, mit Elektromotor» antrieb ausgerüstet, weist die Grundzüge des skizzierten Entwicklungsgerátes auf. Darin wird die Lichtpause von Hand, mit

Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik de | 1938 | | page 50