Original-Breitkopf-FrakturOriginal-Unger-Fraktur (magere, halbfette, fette sowie lichte Unger-Fraktur), Mainzer Fraktur in magerem, halbfettem und fettem Typ, Stuttgarter Fraktur, König-Type, enge König- Type, Kaufhaus-Fraktur, alte Schwabacher, neue Schwabacher, König-Schwabacher, mager und halb- fett, Zierversalien zur halbfetten König-Schwabacher, Dehtsch-Kanzlei mit dazugehörigen Initialen, Alt- deutsch, Mainzer Gotisch, Block-Fraktur, schwere Block-Fraktur und viele andere. Den Frakturschriften folgt eine reiche Auswahl moderner Antiquaschriften, die bei guten Drucksachen jetzt sehr oft Verwendung finden. Dies sind besonders Didot-Antiqua und Didot- Kursiv, Walbaum-Antiqua und Walbaum-Kursiv, Alt-Mediaval, Klinger-Antiqua, Ramses-Antiqua, Delitsch-Antiqua (mit Initialen), Industria, mager, halbfett und fett, Industria-Gravur, Berliner Grotesk, Reklameschrift Block, schwere Block, Lo-Schrift, fette Lo-Schrift, Lo-Kursiv usw. Alle die hier genannten Schriften zeichnen sich durch vornehmen Charakter aus und sind unentbehrlich fiir j edes Druckhaus. Se. „Neue deutsche Schaufensterkunst" von ERNST KEILS VERLAG zeigt, wieviel Wert jetzt aufein- wandfreie Schaufensterreklame gelegt wird. Das Schriftchen gibt das Ergebnis eines Preisausschreibens fiir das beste Sonderfenster über Industrieromane des Veriages August Scherl. Im Sinne der Durch- gestaltung einer rein buchmaöigen Werbetatigkeit müfite es angestrebt werden, möglichst das schmük- kende Beiwerk in den Sonderfenstern zurückzustellen, wenn auch den ersten Preis ein Schaufenster erhielt, das um eine Plastik gruppiert war. Sollte man doch fiir die Zukunft prinzipiell daran festhalten, die Sonder fenster ohne jedes schmückende Beiwerk auszufiihren. Eine lohnende Aufgabe fiir die Werbestelle des Deutschen Buchhandels ware es, diese verschiedenen Preisaufgaben mit den ominösen Bildern anlafilich der groöen Kantateversammlung auszustellen. Der J. F. SCHREIBER-VERLAG in Efllingen und München bringt drei Bilderbücher: „Hampel- manns Reise" von Aline Stickel, „Wie die Eng- lein über den Wolken leben", Verse von Elisabeth Morgenstern, mit Bildern von Angela Strater, und „lm Zirkus" von Carl Rohr, mit Versen von Carl Meitner-Heckert, die im OflFset sehr vorteilhaft ge- druckt sind; namentlich die Ausschneidevorlagen fiir Buntpapier sind aufierst wirksam. Farbe und Dar- stellung sind in allen drei Büchem dem kindlichen Auffassungsvermögen angepafit. Schneyer Q U A LITlT SAR B EIT E W Dem vorliegenden Heft ist dieV ervielfaltigung eines alten japanischen Holzschnittes beigefiigt; und die Firma Sch uien burg G. m. b. H., Charlottenburg, die standig Papiere auf Lager hat, machte es uns mög- lich, dem Druck seinen ursprünglichen Charakter durch Beschaffung eines echten, aus Japan impor- tierten Papieres vollstandig zu wahren. Das in Ost- asien hergestellte Papier hat seinen ganz besonderen Reiz. Es ist nicht so schön klar wie das europaische oder amerikanische Papier; es hat, um einen Ver- gleich zu gebrauchen, die Qualitat eines schonen Rupfengewebes im Vergleich zu einer Leinwand ohne Fehl und Tadel. Wenn man auch auflerhalb Japans diese Papiere vielfach imitiert, so wird eine gute Nach- ahmung nie das Originalfabrikat ersetzen können. Der Druck auf der Offsetmaschine bietet keinerlei Schwierigkeiten; aüerdings mufi man bei leuchten- den Farben auch ein Papier wahlen, das nicht ins Gelbliche gefarbt ist, da sonst die Leuchtkraft der Farben einbüfien würde. Für Kunstblatter und Buch- illustrationen soüte man daher des öfteren die echten Japanpapiere verwenden, die bei dazu geeigneten Originalen dem Druck einen intimen Reiz verleihen. Die im vorigen Heft besprochenen Offsetdrucke der Firma H. Vontobel, Meilen, sind auf einer Ma- schine der Faber Schleicher A.-G., Offenbach a. M., gedruckt. Die Firma KLÖTZER CO., Grofihandlung fiir Druckereibedarf, teilt mit, dafi ihre Büroraume sich ab 9. Marz d. J. Leipzig, Emilienstrafie 11 befin- den. Naheres im Inserat vorliegenden Heftes. UMSCHLAG UND BEILAGEN. DerUmschlag des vorliegenden Heftes ist von Hans Ibe, München, entworfen. Die Genehmigung zum Nachdruck des Farbenholzschnittes von Bangemann „Adolf Menzel" gab der Kunstverlag Amsler Ruthardt, Berlin. Die Verlage Neufeld Henius und Aug. Scherl G. m. b. H., Berlin, lieferten Umdruckabzüge von Illustra- tionen aus ihrem Verlage (Boccaccio, Decamerone und „Blaue Lagune"). Dem vorliegenden Heft sind aufierdem beigefiigt eine in lichtechten OfFset- farben gedruckte Beilage „Japanischer Tempel" der Firma Beit Co., Druckfarbenfabrik, Hamburg, und eine Beilage der Druckfarbenfabrik Dr. Löwinsohn Co., Berlin-Friedrichsfelde. Dem vorigen Heft konnte noch eine Beilage der Bronzefarben-Werke Georg Benda A.-G., Nürnberg, beigefiigt werden. 178

Buch- und Werbekunst de | 1925 | | page 116