58B oQie teliit&firlic ê^i^ftothdieüi tfefteüfc l^eMhrnd meim i(lemiMtefe iw bcu^fceitt ifoetdmlroieal^es'J7i^to7i(jd^rt)amea imi NHEIM-NECKAflg feóiT. KUW^Sg^a y//////«uv\\\\\\\^^^ wss/mm und so weiter das Optimum der Gesamtwirkung.das heiBt der gröfite Kaufanreiz liegt. Ob freilich das Vertrauen des Praktikers zu einer so grau scheinenden Theorie grofi seinwird, bleibt fraglich, aber jedenfallswird es nicht geringer sein, als zu der heutigen Theorie, die gegen all die erwahnten Ver» schiedenheiten völlig blind ist und von jedem Werbemittel schlechthin hundert Prozent samt» licher denkbaren Fahigkeiten verlangt! VonderKunstinder Reklame habe ich noch gar nicht gesprochen. Offen gestanden.widerstrebtmir das ein wenig. Allzu arge Blöfien nutzt man nicht aus. RitterlicheKampfesweise sucht gern denwohl» gerüsteten Gegner und schont den Wehrlosen. Moede schien sich der Schwache seiner Stellung so bewufit zu sein, dab er über diesen Punkt auffallig rasch und unbemerkt hinweg glitt. Und Lysinski bringt etwas Kunstahnliches nur in seinen Unter» suchungen über die »Wohlgefalligkeit«. Diese Untersuchungen scheinen mir eigentlich über» flüssig.dennwir wissen ohnehin, was der Mehrzahl der Menschen am besten gefallt. Nur haben wir für den etwas langatmigen wissenschaftlichen Begriff »Erreger des Maximus an Wohlgefalligkeit« die kürzeren: »Kitsch« oder »Massenschund«! Reden wir über andere Dinge! Die Psychotechnik arbeitet, wie erwahnt, in zwei Verfahren: Sie stellt erstens die Forderungen auf, und sie prüft zweitens, ob sie erfülltsind. 1st nun, wenn die Forderungen als verkehrt oder einseitig nachgewiesen sind, wenigstens das Prüfverfahren einwandfrei? Auch hier muB ich meine Bedenken anmelden. In der menschlichen Eignungsprüfung hat die Psychotechnik, teilweise mit groBem Scharfsinn, Verfahren gefunden, um die Verhaltnisse der Berufswirklichkeit im Versuchsraum tauschend ahnlich nachzuahmen. Sie lafit auf den künftigen StraBenbahnführer ein endloses Band zurollen, auf dem mehr oder weniger plötzlich Zeichen mit vereinbarter Bedeutung auftauchen, um das tag» liche Bild der Fahrstrafie mit ihren unerwartet auf» tretenden Hindernissen nachzuahmen. »Je ahn» licher diese Vorkehrungen der Wirklichkeit sind, desto richtiger sind die aus ihnen gezogenen Schlüsse, und desto besser ist das Verfahren, möchte ich mit Lysinski sprechen. Auch hier darf ich es dahingestellt sein lassen, ob dieses Beispiel und die zahlreichen andern, in den psychotech» nischen Werkstatten gebrauchten Verfahren von allen Beurteilern restlos gebilligt werden, denn die Frage gehort bezüglich der menschlichen Eig» nungsprüfung ebenso wenig hierher, wie die nach dem Urteil über die Grundlagen. Aber für das Werbewesen ist sie uns wichtig genug und darf wohl unserm Urteil unterzogen werden. Sehen wir 13 ui INSERAT x ENTWURF WALTER SPIEGEL BERLIN

Gebrauchsgraphik de | 1925 | | page 17