Phan omen-Motor- GEBBÜDER fill ö/PPS*ftjr a//<? Zwecke 9 C/c/ 10/30 PS WCf n 16HSP5 Rep ara fur- Werk sta ft fervruf: R.t'ng 7 72 O BRESUUI CMU Ernsl5frr9*T?I.Ohle1Q11 als er es heute würde, wo wir mit solchen Namen übersattigt sind. Mein drittes Bedenken gegen das Verfahren: Eine von den Psychotechnikern mit Vorliebe be= nutzte Vorrichtung ist das »Tachistoskop«, das Lysinski auf Seite 184/5 beschreibt. Sein Zweck ist, »Gesichtseindrücke in beliebig einstellbaren kleinsten Zeiten auf das Bewufitsein einwirken zu lassen«, und seine Verwendung besteht darin, dafi das zu prtifende Werbemittel den Versuchspersonen zum Beispiel einmal eineZehntelsekunde lang gezeigt wird, oder dafi mehrere zu vergleichende Werbemittel nacheinander im gleichen Zeitraum vorgeführt werden. Ichkann wieder nicht erkennen, wieso ein Plakat, das bei einer Vorführungsdauer von einer Zehntelsekunde einer gröfieren Zahl von Personen im Gedachtnis geblieben ist, als ein anderes, den gleichen Vorsprung auch bei einem zwei Tage langen Aushang behalten soil, mit welchem Recht also Augenblicks* und DauerWor* führung, einmalige und haufige Darbietung in ihren Wirkungen gleichgesetzt werden. Auch sonst mufi das Tachistoskop herhalten. Moede zeigte damitin seinemVortrag, dafi man auch bei kürzester Blickdauer wohl die Zahl von 2 und von 4 schwarzen Punkten erkennen kann, aber nicht mehr lOoder 12.Seine Versuche habenergeben, dafi die menschliche Leistungsfahigkeit ich glaubebei 6 ihre Grenze findet. Sehr interessant! Und die Folgerung? Eine Anzeige darf nicht zu viel ver= schiedene »Inhalte« haben, wenn ihr Aufmerksam* keitswert nicht leiden soilAuch sehr interessant Und ungeheuer richtig! Gewufit haben wir das schon lange. Aber wiifiten wirs nicht, diese Bes weisführung überzeugte uns nicht! Moede ist in andern Versuchungsanordnungen der Wirklichkeit etwas naher gekommen, indem er eine Anschlagsaule im Vorhof der Handelshoch* schule aufstellte, und indem er Anzeigenseiten nicht im Tachistoskop darbot, sondern durchs blatternliefi. Aberauch hierfehlt nochjedeGewahr für die Richtigkeit der so gewonnenen Folgerungen, so beispielsweise, wenn er die Eignung einer An* zeige nach der Zahl der Personen beurteilt, die sich bei einmaligem Durchblattern den Namen der Firma gemerkt haben. Das wird bestimmt in den meisten Fallen falsch, weil hier die Prüfung ganz willkürlich allein auf dem Gedachtniswert aufge* baut ist, neben dem doch manche andereWerte von gleicher oder vielleicht starkerer Bedeutung in Be= tracht zu ziehen waren. Denn nur einTeil der Leser »blattertflüchtig«,ein ebenso grofier»suchtgenau«, nur einTeil der Anzeigen ist auf den blatternden Leser berechnet, ein ebenso grofier auf den 15 INSERAT UND SCHUXZMARKEN E N T W U R F E. MURKEN (EMU), BRESLAU

Gebrauchsgraphik de | 1925 | | page 19