UNSER SYSTEM PEKLAM M m i PLAKAT-ANSCHLAG FRANKFURT A. M. BRAUNSCHWEIG ESSEN M.-GLADBACH KASSEL KREFELD MAINZ MUNCHEN ZWICKAU so wichtige Dienstleistung. Der lichtstrahlende Kiosk Unter den Linden, die nach Tausenden zahlenden brieflichen Auskiinfte, der Versand der Monatsprogramme, die Organisation eines groBen Vertreternetzes und andere meist wenig beachtete Leistungen dieser Art fördern die Werbung von Mund zu Mund, die letzten Endes unerlaBlich ist. Der Vortragende kam auf das Kostenproblem derFremdenverkehrswerbung im allgemeinen und den in Berlin verfügbaren Betrag im besonderen zu sprechen. Die Versammlung hörte mit Kopfs schiitteln und Erstaunen, daB dieReichshauptstadt nur 200 000 RM im Haushalte für diesen Zweck vorsiehtjobwohl gerade in den letzten Jahren immer klarer erkannt worden ist, daB die Ausgaben für Fremdenverkehrswerbung für die wirtschaftliche Förderung in jeder Stadt von gar nicht hoch ges nug zu schatzender Bedeutung sind, hat Berlin dafür eine ungewöhnlich niedrige Summe ein* gesetzt, wahrend andere deutsche und auslandische Stadte, die viel kleiner und viel weniger auf den Fremdenverkehr angewiesen sind, dieselbe oder höhere, zum Teil um ein Vielfaches gröBere Sums men, ausgeben! Der Vortragende erklarte, daB auf Grund der Erfahrungen im Im* und Auslande die Mindestsumme für die Berliner Verkehrss werbung mit 500 000 RM angesetzt werden müBte. Er schloB seine mit lebhaftem Beifall begrüBten Ausführungen mit dem Hinweis darauf, daB die Werbung für Berlin als Reichshauptstadt von weltwirtschaftlicherundweltpolitischerBedeutung für das ganze Deutsche Reich sei und deswegen die Förderung aller Kreise in Berlin und im ganzen Deutschen Reiche verdiene, damit das neue Motto der Reichshauptstadt »Jeder einmal in Berlin« möglichst überall zurSelbstverstandlichkeit werde. An den Vortrag schloB sich eine lebhafte Des batte an, in der wiederholt die Verwunderung der Reklamefachleute über die geringen verfügs baren Mittel zum Ausdruck gebracht wurde, wahs rend man andererseits der neuen Werbung für Berlin gerade mit Hinsicht auf die beschrankten Mittel ihre volle Anerkennung nicht versagte. Die einzige WerbemaBnahme, die im Gegensatz zu allen anderen einer abfalligen Kritik unterzogen wurde, war das neue Plakat der Stadt Berlin. Wahs rend über die rein bildmaBige Gestaltung dieses Plakates die Ansichten geteilt waren, wurde Text und Form der Beschriftung von alien Kritikern abgelehnt und gleichzeitig die Frage aufgeworfen, warum das Fremdenverkehrsamt nicht versucht, ein wirklich hervorragendes Plakat für Berlin durch einen groBzügigen Wettbewerb zu erlangen. NUR DURCH: Zenfrale FRANKFURT a.M., Biirsenplatz 3-11 BERLINER BUR0: FRIEDRICHSTR. 17. TEL. D0NH0FF 1520/21 69 beim Ausbau der Anschlagstellen-Netzegründet sich auf lang- jahrige Erfahrung und sorgsame Beobachtung aller verkehrs- und werbewichtigen Momente. In einer Reihe bedeutender Stadte ist das Anschlagwesen von Grund auf reorganisiert und auf eine bedeutend breitere Basis gestellt worden. IN

Gebrauchsgraphik de | 1928 | | page 123