DRUCKERFOLG ORZüGLICHE BERGER&WIRTH LEIPZIG LAAJ kAAi NUR MIT FARBEN VON BUDAPEST /PRAG AMSTERDAM Der Illustrator C. W. Allers, der seinerzeit durdi einen Sensationsprozefi viel von sich reden machte und dessen Namenszug wir obei;- stehend wiedergeben, ist der zeidinerische Chronist der Zeit vor 40 Jahren. Der jüngsten Generation ist dieser Künstler nur nodi ein Name, die Alteren aber erinnern sich seiner Bilderfolgen »Unser Bismarckc, »Hochzeitsreise nach Italienc, »Hochzeitsreise durch die Schweiz* usw., die sidi grofler Popularitiit und uneingeschriinkter Beliebtheit erfreuten. Der Name dieses Künstlers wird bisweilen verwechselt mit dem des ahnlich lautenden Fritz Aiders, dem Illustrator unserer Zeit. Fritz Ahlers ist jedoch nicht nur nidit mit C.W. Allers identisdi, er ist audi durch keinerlei verwandtschaftliche Beziehungen mit dem Zeidiner des deutschen ancien régime verknüpft. Und dodi hat er eines mit ihm gemeinsamEr ist, wie jener, der Representant seiner Zeit. C.W. Allers sah seine Zeit, trotz der minutiösen Treue seiner Zeidmungen mit einem unverkennbaren Anflug einschmeichelnder Sentimentalitat, Fritz Ahlers gibt seinen Naturausschnitten strengen, dramatischen Inhalt. Jener registriert jede Verschniirung, jede Naht mit peinlicher Akkuratesse, dieser halt sidi nicht bei Kleinigkeiten auf; summarisch gibt er das Wesentliche wieder: nicht mehr, aber so viel wie wir lleutigen sehen wollen. Bezeichnend fiir die beiden Künstler ist, dad sich C. W. Allers durch kostbar ausgestattete Luxusausgaben einen Namen gemacht hat, wiihrend Fritz Ahlers mitten ini tatigen Leben steht, bald für die Industrie, bald für die moderne Magazin-Belletristik seine Werke schafft. Die Art beider drückt sich auRerdem deutlidi genug in ihrer Signatur aus. Fritz Ahlers zeichnet so: Tr. Sch. Berlin W 5 ElRholzs Ferns pree her: Nollendorf 6699 HOFMANN

Gebrauchsgraphik de | 1928 | | page 4