H OCH STEM LYRA-ÜRLOW ANFORDERUNGEN BLEISTIFTE 79 Bilde vorführt, Preis undFahrplan enthüllt, sondern durch eine knappe, aber aufschluBreiche Be* schreibung die zu bereisendenGegenden schildert. Reizend naive Kopfleisten und ein sehr anziehen* des 1 itelblatt von Sternberg schmücken das Heft. Jahrbuch der Schriftgiejderei Stempel, Frankfurt am Main. Das Jahrbuch enthalt nebst dem Kalen* darium, den Schriftmustern und den daraus ent* wickelten Satzbildern bemerkenswerte schrift* kundliche Beitrage von Dr. Rudolf Wolf und Dr. Bauer. Der Aufsatz von VTolf »Zum gegenwartigen Problem zur Gestaltung der Druckschrift« befaBt sich mit dem Phantom der »Schrift der Zukunft« und bringt unter anderem eine Grotesk aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts zur Abbilung, die schon so ziemlich alle Eigenschaften besitzt, die charakteristisch nur für unsere Zeit sein sollen. In einem zweiten Aufsatz Wolfs steht der beherzigens* werte Satz, daB es bei einer Schrift mehr auf die in ihr beschlossenen Gebrauchsmöglichkeiten an* komme, als daB sie unbedingt ein Abbild des Zeitgeistes darstellen müsse. Aus dem Beitrag über F. W. Kleukens, dem künstlerischen Beirat der Firma, heben wir den ganz herrlichen Einband zu Goethes Yenezianischen Epigrammen hervor: auf nachtblauem Grunde stehen die Initialen Goethes und darauf klein und zierlich die Saule mit dem gefliigelten Löwen von San Marco. Zum Schlusse des Buches erfahrt man dann noch mit einiger Befriedigung, dafl ein Umschlag der »Gebrauchs* graphik« Veranlassung zu einer neuen Schrift* schöpfung der Stempelschen GieBerei gegeben hat. Es handelt sich dabei um den Umschlag für das Leipziger Heft von Hans Möhring und die daraus entstandene Elegant Grotesk. DaB das Jahrbuch der SchriftgieBerei Stempel allen typo* graphischenund buchmaBigenAnsprüchen genügt, braucht nicht extra hervorgehoben zu werden. Minimax in Burgen und Schlössern. Minimax AG. Berlin. Wenn man die Abbildungen der vielen Schlösser und Burgen in dieser hübsch aus* gestatteten Broschüre betrachtet und liest in dem begleitenden Text immer wieder die Stichworte: »Schornsteinbrand, FuBbodenbrand, Entzündung von trockenem Holz« etc., dann wird einem ordent* lich bange um all die schonen Platze. Wie schade war's, wenn sie durch Feuer zerstört würden. Es ist bloB gut, daB es ein so vortreffliches Trostsprüch* lein für diese bange Sorge gibt. Jeder kennt es: Feuer breitet sich nicht aus, Hast du Minimax im Haus. Die Federzeichnungen stammen von Heinrich Kley und Ernst Röfiner. BERICHTIGUNGEN In Nr. 11 des vorigen Jahrgangs brachten wir eine Besprechung eines Werbeprospektes, den der Graphiker Richard Blank ausgearbeitet hat. Er nahm darin Bezug auf einen Artikel aus dem Tage* buch von Dr. Arnheim unter der Rubrik Glossen, in dem die dem Ullstein*Verlag eigentümliche Art der Werbedrucksachenbeschriftung grapho* logisch untersucht wurde. Aus dem Artikel ging nicht hervor, daB der Graphiker Blank damit ge* meint sei. Infolgedessen hatte unser Referent zu diesem Teil des Blankschen Prospektes kritisch Stellung genommen. Herr Dr. Arnheim teilt aber nunmehr mit, daB er doch die Blankschen Schrif* ten im Auge gehabt habe, und wir stellen das im Interesse des Künstlers hiermit fest. Die im Februarheft angegebene Adresse des Künstlers Hans Ibe ist jetztMünchen,Platenstra6e2. Die im Heft 2/VI Seite 66 oben veröffentlichte Zeichnung des Elefanten aus dem Festalmanach stammt von Werner Brand, Berlin*Charlotten* burg 1, SchulstraBe 1. ENTS PRECHEN DEN

Gebrauchsgraphik de | 1929 | | page 103