BDG m 9 ZERO (SCHLEGER) roir zu. 1st das gezeichnete Inserat Abbildung I unmodern? Gestehen roir es gleich: es stammt aus der Vorkriegszeit. Abbildung 1 aber, das sieht man sofort, ist aller- jiingste VergangenheitII ie stiinmt die mondiine Sorglosigkeit des Manoli-Inserates zu der brutalen Sachlichkeit der Trihjsin-Anzeige? Dort Liebensmiirdigkeit, hier Drohung. Ein verdorrter, abgestorbener Bauni reckt seine kahlen Aeste in die Lujt. Im Kreis ein kahler Sdiadel, so ab stoft end mie möglidi aufgenommen. Das Schonungsloseste leistet sidi jedoch erst der le.xt: „Was bleibt hier noch von dem Begriff „Eiche" iibrig?" Das Inserat gipfelt in einer riicksichtslosen Beleidigung aller Kahlköpfe. I^ajit euch begraben. ihr morschen Stiimpfe, ihr abgelebten Taper- greise! Hier haben mir den Zijnismus der Neuen Sachlichkeit in Reinkultur. A ber eins muf] jeder zugeben, ob Glatzkopf oder Negerschopf: das Inserat kann nicht übersehen werden. Ebenfalls sachlich, fast peinlich sachlich bis an den typischen schmarzmei ft en Rand ist die Clorodont-Anzeige (Abb. 3). Daft ein mitielmafiiges. im Druck verschlamptes Photo, trotz leidlicher Typographic noch keine gute Anzeige ergibt, zeigt das Inserat „Gelbe Sorte Reemtsma(Abb. 4). If as den 65 •tU'T AG PERU* CHAKIOTTI NtURO HAlSfFlN AUGUSTA Ai Abbildung 5 ANZEIGE von

Gebrauchsgraphik de | 1931 | | page 87