natürlich die Reklame und die damit verbunde- nen Probleme ganz bedeutend. Markenartike! haben heute schwer gegen Ersatzerzeugnisse zu kampten, und zwar deshalb, weil die Handier an loser Ware mehr verdienen. Der Reklame- verbraucher, der die Preise seiner Markenartikel auf eine vernünftige Basis reduziert hat, und der entschlossen ist, sein bisheriges Absatzgebiet zu halten, muft heute mehr denn je gegen die Er satzerzeugnisse durch Reklame vorgehen. Urn Ersatzprodukte zu bekampfen, müssen wir unser Produkt und Packung in den Originaltarben so wirkungsvoll wie möglich zeigen. Ich bin daher der Meinung, daft Schwarz-Weift-Reklame, wie sie heute in Zeitschriften und Zeitungen haupt- sachlich zu sehen ist, in den nachsten zehn Jahren sehr stark abnehmen wird, und daft weitblickende Reklameleute, die ihr Haup+problem richtig er kennen, zu farbiger Reklame übergehen werden, was gegenwartig einem ausgedehnten Gebrauch der Litfaftsaulen-Plakatierung, Schaufenster- und Ladenreklame entspricht. Ich glaube, der Cha- rakter der Reklame wird bedeutende Aenderun- gen durchmachen. An Stelle der Erinnerungs- reklame, die in der letzten Zeit ganz besonders stark angewendet worden ist, muft „Reason Why"-Rek!ame treten. Wir müssen dem Publikum ausführlich klarmachen, weshalb unsere Marken artikel besser sind als lose Ersatzware. Das wird meiner Ansicht nach langeren Text erfordern, als wir bisher gebracht haben, und vor allem müssen wir auch unsere Reklame viel interessanter ge stalten als früher; denn der Eïnkauf, der früher ein Vergnügen war, ist heute tür die Haustrau zu einer schweren Autgabe geworden, die wenig Vergnügen bereitet. Der Einkauf ist für die Haus trau zu einem Problem geworden, und unsere Reklame muft ihr zeigen, daft die Markenartikel die einzig mögliche Lösung dieses Problems sind. Ein weiterer Punkt, der im Zusammenhang mit Ihrer Frage erwahnt werden sollte, ist die drohende Konkurrenz der Konsumvereine, die nur dann Markenartikel tühren, wenn sie dazu gezwungen werden, und die bei jeder Gelegen- heit ihre eigenen Marken zu verkouten suchen. Die Mitgliedszahl und der Umsatz dieser Kon sumvereine ist standig im Wachsen begriffen, und die Marktuntersuchung, die ich jetzt durchführe, zeigt deutlich, welch bedeutender Konkurrent dem Markenartikel in diesen Organisationen er- wachsen ist. Nach meiner Ansicht ist es aufterst wichtig, daft jeder Reklamefachmann sich dieser Tatsache bewuftt ist und sich immer wieder über- advertise more intensively than ever against substitution. To fight substitution we must show our product and our package in original colour in effective display. I therefore am of the opinion that black and white advertising such as appears in periodicals and newspapers will suffer a decline in the next decade, and that farseeing advertisers who recognise their major problem will turn to advertising in colour which for the present means an extensive use of Bill Posting, window and store display. The character of the advertising I think will change considerable, instead of being reminder advertising as it has been so largely in the past, advertising must become "Reason Why" advertising. We must tell people in more detail why our trade marked articles are better than bulk substitutes. I think it means longer copy than we have had in the past, and certainly we must make our advertising much more interesting than it has been up to the present, because buying which was once a pleasure is now a serious duty for the house wife with very little pleasure attached. This has become a problem and our advertising must indicate that our trade marked article is the solution to her problem. Another factor which should be mentioned to your question is the menace of the co-operative shops who only handle trade marked articles when one forces them to and who substitute at every opportunity their own brands. The mem bership and the volume of business done by the co-operative societies is growing all the time and the market analysis which I make, constantly indicates what an important competitor for the trade marked article these organisations have become. I think it is important that every advertising man realises this problem and that he gives it considerable thought, that no one should be satisfied with what he has done in advertising up to now. The demands for clear thinking are much greater today and so I want to congratulate you on your constant efforts to stimulate the advertising man to more and clearer thinking to meet the demands upon him. legt, daft niemand mit dem zufrieden sein sollte, was er bisher in der Reklame geleistet hat. Heute ist klares Denken besonders erforderlich, und ich möchte Sie beglückwünschen zu Ihrem aufrich- tigen Bestreben, Reklameleute zu klarerem Den- ken anzuregen, damit sie den an sie gestellten Ansprüchen gerecht werden können. 72

Gebrauchsgraphik de | 1931 | | page 94