WIRTSCHAFT UND WERBUNG DIE EDELPELZTIERZUCHT IM DEUTSCHEN REICH Dr. WALTER PUTTKAMMER Es ist wenig bekannt, dafi Deutschland in der Edelpelztierhaltung hinter Kanada und Norwegen an dritter Stelle in der Welt steht. Es ist daher sehr dankenswert, dafi das Statistische Reichsamt den Bestand an Edelpelztierfarmen und Edelpelz* tieren einmal zahlenmafiig erfafit hat. Es handelt sich dabei um eine einmalige Erhebung-, die im Februar 1931 vorgenommen wurde. Der Februar ist ein Zeitpunkt, in dem allgemein nur Zuchttiere vorhanden sind, weil bis dahin die Schlachtung der zur Pelzgewinnung bestimmten Tiere beendet zu sein pflegt. Insgesamt wurden zu diesem Zeit* punkt 21081 I iere gezahlt, wahrend man die kanadischen Bestande auf 58000, die norwegischen auf 35000 schatzt. Die Gesamtzahl der Pelztier* farmen im Deutschen Reich betragt 1074. Auf die einzelnen Pelztierarten verteilen sich Farmen und Tiere wie folgt: Die Standorte der Pelztierfarmen befinden sich meist in Gegenden, die viele Niederschlage auf* weisen, weil dies eine Voraussetzung für die gute Qualitat der Felle ist. 18,2 aller Farmen ent* fallen auf Südbayern, 12,6 °/0 auf den Regierungs* bezirk Stade (Provinz Hannover), 8,4 auf Niederschlesien. Weitere bevorzugte Gebiete sind Württemberg, Ostpreufien, Oldenburg, Schleswig* Holstein, Pommern (Reg.*Bez. Köslin), Provinz und Land Sachsen, Thüringen und die Rhein* provinz. Nachstehend geben wir eine Statistik der Standorte für die wichtigen Pelztierarten. Sicher* lich hat die Edelpelztierzucht recht gute Zukunfts* aussichten in Deutschland, denn die rasche Ent* wicklung in den letzten Jahren dürfte ein Beweis dafür sein, dafi offenbar günstige produktions* technische und wirtschaftliche Bedingungen für die Zucht vorliegen. 76 leuchtenden Weitblicks wird sein, dafi solche Blatter über kurz oder lang vorne keinen Text und hinten keine Inserate mehr haben. Das Ende von solchen Liedern wird frei nach dem „Suppenkaspar" sein: „Am fünften wog er noch ein Lot und war am sechsten Tage tot!" E i n e s werden sich die Herren Verleger nach und nach einmal klarzumachen haben, und zwar das, daft zu den Inseraten nicht nur Zeitungspapier und Druckerschwarze, sondern auch Abonnenten und Inserenten gehören. V o n diesen beiden auf die Dauer selbst für die starksten Verleger nur recht schwer ent- behrlichen Requisiten geht doch erst der Odem für die Blatter aus, und o h n e diese beiden Requisiten geht den Blattern der Odem aus. Mene, mene tekel, upharsin. Sind die Klagen und Beschwerden der In serenten über die zu hohen Inseratpreise grofien- teils berechtigt, grofienteils unberechtigt, so er- scheint es mir auf jeden Fall wichtig, dafi alle Verleger dieStimmgabel eines Predigers in der Wüste h r e n urn ihre Instrumente hier- nach vernehmlich abzustimmen. will be that such periodicals will sooner or later find themselves with the front pages bare of text and the back pages empty of advertisements. The end of the story will be that of "The Boy Who Would Not Eat His Soup". "The fifth day thin as any thread and on the sixth day he was dead!" One thing the publishers will one day have to realize, and that is, that advertisements are not only composed of wood-pulp and printer's ink, but also of subscribers and advertisers. It is these two indispensable factorsvery hard to do without in the long run even for the most powerful publisher—that breathe the breath of life into the periodical, and without them it is bound to perish for lack of breath. Mene, mene, tekel, upharsin. If the complaints and protests of the advertisers over the high prices of advertisements are to a great extent justified, to a great extent un justified, it seems to me important, in any case, that all publishers should listen to the tuning-fork of ane crying in the wilderness, in order that they may be perceptibly observed to tune up their instruments in Union. Trans, by E. T. Scheffauer.

Gebrauchsgraphik de | 1931 | | page 96