FRITZ L W E N ausgestattet worden. Daneben gab es Bucheinbande zu entwerfen, Plakate, Sondernummern, Jllu- strationen und obwohl die Aufgaben, um die es sich hier handelt, auf ein ganz bestimmtes, ver- legerisches Programm zugeschnitten sind, so stellt doch fast jedes dieser Blatter eine völlig neuartige und überraschende Lösung dar. Worin liegt nun das Charakteristische, das Besondere dieser Löwenschen Entwürfe? Dafi sie, ohne sich an Einzelheiten zu verlieren, gleichsam den Extrakt dessen wiedergeben, was der Leser in seiner Zeitschrift vorzufinden wünscht. Man nehme eines jener Titelblatter zur Hand, die im Laufe seiner jahrelangen Werbetatigkeit entstanden sind, und man wird überrascht sein, wie in jedem einzelnen Fall die besondere Note, der besondere künstlerische Charakter des Heftes auf eine bunte, plakat- artig stilisierte Formel gebracht wird. Starke, leuchtende Farben, geschmackvoll arrangierte Kom- positionen, die in grofien und zusammengefafiten Umrissen die Atmosphare eines Buches oder einer Zeitschrift dem Publikum nahe bringen. Für eine Verlagsproduktion, die vorwiegend im Strafien- handel abgesetzt wird, ist diese ebenso originelle wie witzige, ebenso aparte wie in die Augen springende Form der Kundenwerbung geradezu vorbildlich. Löwen hat viele Anregungen aufgenommen. Nicht selten wird man fremde Einflüsse in seinem Werk nachweisen können. Aber das ist unwichtig. Wichtiger ist, dafi er einen durchaus eigenen, grofi- zügigen, schlagwortartigen Stil der Reklame gefunden hat. Und dafi er bis in die Fingerspitzen von den Möglichkeiten seines Berufs besessen ist. Und darauf allein kommt es an. Dr. Hans Sahl Lo-ic-Tm 28

Gebrauchsgraphik de | 1933 | | page 48