lichen Angestellten betragt 157 RM., es bleibt also sehr wesentlich unter dem Gehalt der mannlichen Angestellten. 54,2 Proz. aller weib- lichen Angestellten entfallen auf die unter dem Durchschnitt liegenden Gehaltsstufen bis 150 RM. Ueber 250 RM. Gehalt im Monat beziehen nur 7,4 Proz. der weiblichen Angestellten. Auch bei gleichem Lebensalter und gleichartiger Tatigkeit bleiben die Durchschnittsgehalter der weiblichen hinter denen der mannlichen Angestellten zurück. Sehr wichtig für Korrekturen amtlichen Materials über Tarifeinkommen sind folgende Feststellun- gen der Enquete des GDA.: Untertariflich be- zahlt werden 10.5 Proz. der von einem Tarif- vertrag erfaftten Angestellten, von den mann lichen Angestellten allein 10,8 Proz. und von den weiblichen 9,5 Proz. Der Prozentsatz würde ein noch gröfterer sein, wenn die Falie zu niedriger Eingruppierung berücksichtigt werden. Eine über- tarifliche Zulage erhalten 18,7 Proz. der einem Tarifvertrag unterliegenden Angestellten (mann- liche 21,8 Proz., weibliche 9,6 Proz). Dabei sind die Angestellten unberücksichtigt, die infolge ihrer Stellung aufterhalb der Tarifvertrage stehen (Prokuristen usw.). An weiteren wichtigen Einzelheiten der Unter- suchungsergebnisse über die Einkommensverhalt- nisse sind noch die folgenden von Interesse: Die auf Grund des tatsachlichen Einkommens er- mittelten Durchschnittsgehalter zeigen eine aufter- ordentlich grofte Spanne zwischen den Gehal- tern der jüngeren und alteren Angestellten. Die Gehalter der jüngeren betragen teilweise nur die Halfte bis ein Drittel der Gehalter der alteren Angestellten in der gleichen Tatigkeitsgruppe. Sie liegen damit erschreckend tief. Arbeiter im gleichen Alter beziehen zum Teil erheblich höhere Löhne. Eine Gegenüberstellung der durchschnittlichen Angestelltengehalter und der Bezüge vergleichbarer Beamtenkategorien ergibt, daft die Angestellten geringere Gehalter haben als die Beamten. und zwar wird das Verhaltnis für die Angestellten mit jeder höheren Besol- dungsgruppe und mit zunehmendem Lebensalter immer ungünstiger. Aus den Tabellen sind die zahlenmaftigen Be- lege für diese Feststellungen zu entnehmen. Die prozentuale Verteilung der erfaftten Angestellten auf die einzelnen Gehaltsstufen zeigt Tabelle III im ganzen, Tabellen IV und V innerhalb der ein zelnen Berufsgruppen. Diese Verteilung ist dem Marktanalytiker besonders wichtig für Kaufkraft- vergleiche der Berufe. Tabelle VI vergleicht die Gehaltshöhe in den einzelnen Bezirken des Reiches, Tabelle VII die in den einzelnen Wirt- schaftsgruppen. Aus Tabelle VIII sind die Durch schnittsgehalter der einzelnen Altersstufen, aus Tabelle IX die über- bzw. untertarifliche Be- zahlung zu ersehen. Die in den Tabellen angegebenen Gehalter sind Bruttogehalter. Sie vermindern sich und für die Einschatzung der Kaufkraft ist das aufterst wich tig urn die Abzüge der Lohnsteuern und so- zialen Beitrage. Diese Abzüge sind recht erheb lich. Sie betragen z. B. bei mannlichen Ange stellten: bei einem ledigen Angestellten mit 150 RM. Monatsgehalt 19,90 RM. bei einem ledigen Angestellten mit 200 RM. Monatsgehalt 28,50 RM. bei einem verheirateten Angestellten mit 200 RM. Monatsgehalt 25,25 RM. bei einem ledigen Angestellten mit 300 RM. Monatsgehalt 49,75 RM. bei einem verheirateten Angestellten mit einem Kind mit 300 RM. Mo natsgehalt 40,75 RM. 69

Gebrauchsgraphik de | 1933 | | page 89