Für den Werbefachmann und für den Einzel- handler mögen einige Feststellungen der Enquete über ArbeitsschluO, Wochenende und Urlaub der Angestelltenschaft von Interesse sein, drei Fak- toren, die auf die Kaufgewohnheiten und auf die Bedarfsschichtung nicht ohne EinflufJ sind. Aller- dings sind die Feststellungen hier recht allgemein. Bezüglich des Arbeitsendes hat sich ergeben, dafi bei vier Fünfteln der Angestellten der Arbeits- schlufï noch verhaltnismafiig spat erfolgt, namlich in der Zeit zwischen 5 und 7 Uhr. Der Sonn- abend-Frühschlufi kommt heute schon drei Vier- teln der Angestelltenschaft zugute. In den Genufi eines Urlaubs gelangen heute fast samtliche An- gestellte, die tariflichen Urlaubszeiten werden allerdings von den Arbeitgebern nicht restlos eingehalten. Die eigentliche Urlaubsdauer zeigt in der Praxis erhebliche Unterschiede. Insbeson- dere sind bei den mannlichen Angestellten gün- stigere Uriaubsverhaltnisse anzutreffen als bei den weiblichen. Bei den Mannern ist die Urlaubs- stufe „16 bis 18 Tage", bei den Frauen die von „13 bis 15 Tagen" am starksten besetzt. Für den Lebensstandard und für die Art des Be- darfs einer Klasse ist ihre Wohnform von repra- sentativer Bedeutung. Tabelle X gibt in dieser Richtung ein Bild der deutschen Angestellten schaft. Hierbei mögen noch einige Zahlen über die Mietbelastung von Interesse sein, die das übliche Bild des abnehmenden Anteils der Miete bei steigendem Einkommen zeigen: Die Mietbelastung betrug in Prozenten des Ein- kommens bei einem Einkommen über 100 bis 150 RM. 22,6 Proz. über 150 bis 200 RM. 17,8 Proz. über 200 bis 250 RM. 15,5 Proz. über 250 bis 300 RM. 14,4 Proz. - - - - - 70 Tabelle I Altersgliederung der berufstatigen Angestellten T a b e I I IV Von 100 der erwerbstatigen Angestellten standen im Alter von 24 Jahren und darunter 25 bis 29 Jahren 30 bis 39 40 bis 49 50 bis 59 60 bis 64~ 65 Jahren und darüber mannlich weiblich 24,0 53,8 15,0 19,1 28,3 18,3 18,2 6,7 10,6 1,9 2,5 0,2 1,4 0,0 Tabelle II Kinderlosigkeit, FamiliengröBe und Durchschnittsgehalter verheirateter kaufmannischer Angestellter Wirtschafts- gruppe Von den Angestellt. waren kinderlos Von de un 1 Kind n Anges ter 16 Jc 2 Kinder tellten m jhren ha 3 Kinder it Kindern tten 4 u. mehr Kinder Durch- 5 schnitts- gehalt Industrie Grofthandel Einzelhandel 27,1 31,7 31,9 59,6 61,6 65,8 29,7 30,1 28,7 7,9 6,5 4,3 2,8 1,8 1,2 280,— 247,— 222,— Tabelle III Verteilung der Angestellten auf Gehaltsstufen Gehaltsstufen (Monats- der erfanten Angestellten gehalter in RM) mannlich weiblich zusammen bis 100 5,0 21,2 9,1 101—120 4,5 12,4 6,5 121—150 8,7 20,6 11,7 151—175 6,3 13,6 8,2 176—200 9,1 13,1 10,1 201—250 16,6 11,7 15,4 251—300 17,2 4,7 14,0 301—350 12,7 1,6 9,9 351—400 9,0 0,7 6,9 5,9 401—500 7,8 0,3 501—600 1,9 0,06 1,4 601—700 0,7 0,02 0,5 über 700 0,5 0,02 0,4 Die Verteilung der mannlichen Angestellten auf Gehaltsstufen nach Berufsgruppen Gehaltsstufen RM bis 100 101 bis 120 121 bis 150 151 bis 175 176 bis 200 201 bis 250 251 bis 300 301 bis 350 351 bis 400 401 b s 500 50l bis 600 601 bis 700 über700 Jo "5 oj 'E S -5 I IA ■6 S O) O c o. der erfaftten Angestellten 5,7 5.1 9,7 6.7 9.2 15,7 16.2 12.3 8.8 7,4 1.9 0,7 0,6 2.0 1,8 4.1 4,0 6,5 15.2 18,8 17.3 12,3 13,1 2,8 1,3 0,8 0,5 0,4 1,8 4,2 8,1 23.0 27.1 18,4 9,7 5,5 1,0 0,2 0,1 1,4 2,2 7,7 7.2 11,3 30,3 24,3 9.3 3,2 2,1 0,7 0,2 0,1 22,7 9,0 12,9 7.7 7.8 9,2 7,2 6,8 8,7 6,6 1,2 0,2 0,8 0,1 0,5 0,4 1,7 3,7 5,6 12,8 22,8 42,0 8,0 1,2 0,4 Tabelle V Die Verteilung der weiblichen Angestellten auf Gehaltsstufen nach Berufsgruppen Gehaltsstufen RM bis 100 101 bis 120 121 bis 150 151 bis 175 176 bis 200 201 bis 250 251 bis 300 301 bis 350 351 bis 400 401 bis 500 5ul bis 600 601 bis 700 über 700 E o "5 m 1/1 •*- 'E <G -5 h- c *- 0) der etfjfiten Angestellten 22,0 12,9 20,6 13,4 12,9 11,3 4,3 1,5 0,7 0,3 0,1 13,4 2,7 4,5 28,9 6,0 7,2 8,1 3,2 11,3 3,6 18,5 13,5 19,4 27,5 6,0 15,2 5,4 20,8 11,0 1,2 15,6 27,0 17,5 8,7 13,3 12,0 27,0 21,0 6,8 13,3 13,8 16,3 9,2 4,2 14,5 2,5 3,4 0,5 22,9 0,4 0,7 0,8 12,0 1,4 0,3 0,3 7,2

Gebrauchsgraphik de | 1933 | | page 90