p HELMS rim Dr. EBERHARD HÖLSCHER: 'aul Helms, der seine künstlerische Laufbahn als einfacher Lithograph be ga nn, gehort zum Kreise jener leider immer seltener werdender Gebrauchs- graphiker, die sich von jeher besonders nachdrücklich mit der Natur und ihren Formen auseinandergesetzt haben und die auch heute noch ihre besten Krafte aus der lebendigen Naturanschauung schöpfen. Seine hier p p q p wiedergegebenen und von einer sicheren Beobachtungsgabe zeugenden Studiën aus früherer Zeit verraten in ihrer restlosen Durcharbeitung ein PAUL hohes zeichnerisches Können und das sich in ihnen offenbarende Wissen urn den reichen Formenschatz der Natur findet auch seinen entsprechenden Niederschlag in der mit sparsameren Mitteln arbeitenden Formensprache seiner Gebrauchsgraphik. Sie meidet jede künstliche Umbiegung oder gar V. X,7Wy Vergewaltigung der organisch gewachsenen Form und ist von jener selbst- verstandlichen und überzeugenden Naturgesetzlichkeit, die man heute leider in der Gestaltung unserer bildhaften Werbemittel zum Schaden ihrer durchgreifenden Wirkung so oft vermifit. Für die Lösung derartiger Aufgaben bedient sich Helms zumeist des Holzschnitts. Die von ihm in dieser Technik mit Akkuratesse und Prazision gestalteten Blatter zeigen eine grofie manuelle Sicherheit und sind bei aller Vereinfachung von einer eindringlich klaren Bildhaftigkeit. Ihr reich bewegtes Linienspiel und die Wohlausgewogenheit ihrer schwarzen und weifien Flachen verleiht ihnen jene notwendige überzeugungskraft, die am besten dafür spricht, welche besonderen Werte und Reize gerade dem Holzschnitt für die Be- arbeitunggewisserwerblicherAufgaben innewohnen. Hier schlummern noch Holzschnitte für die Zigarettenfabrik Reemtsma, Hamburg

Gebrauchsgraphik de | 1934 | | page 40