fierbfrt Schumann Berlin nó5 5prmgelftraf3r1011 66 die aas Verfahren propagieren sollen, sind volkstüm- lich gehalten. Graphisch befriedigen die wenigsten. Wissenswertes vom Drucken. W. Girardet, Essen. Zwei Broschüren befassen sich eingehend mit all den weitverzweigten Notwendigkeiten, die zu einer voll endeten Werbedrucksache führen. Was alles zu be denken und zu berücksichtigen ist, die Wahl des Papiers, die Wahl des Druckverfahrens, Versand- fragen usw. wird den Interessenten in objektiver und vorurteilsfreier Weise vermittelt. Die dritte Broschüre zeigt ein-, zwei- und dreifarbige Resultate in Kupfer- tiefdruck. Alle drei Drucksachen macnen einen ge- diegenen und vornehmen Eindruck. Douglas. The Essig Company Ltd. Advertising. Los Angeles. Eine imposante Werbung für zwei Passa- gier-Grobflugzeuge. Alle Einrichtungen wie Schlaf- kabinen, Ankleideraum, Speiseraum usw. werden dem Leser einzeln (Photos) wie auch in der plan- mabigen Anordnung des Flugzeugs vorgeführt und im Text eingehend erklart. Die farbigen Drucke nach Aquarellen entsprechen in der künstlerischen Qualitat nicht ganz dem hohen Niveau der amerikanischen Gesellschafts-lllustration. 3 Ariston-Schriften. H. Berthoid A.G. Schriftgieberei, Berlin. Die drei Ariston-SchreibschriftenAriston, Ariston-fett und Ariston-Extra sind ohne Ueberhange gegossen und haben keine aufeinanderlaufenden Haarstriche. Die jüngste Schöpfung ist die Extra. Man v/undert sich bei dieser zierlichen und eleganten Schrift, dab über die fette Garnitur hinaus noch eine Extrafett möglich ist. Und dennoch ist es möglich geworden. Man steht bewundernd vor dieser nun- mehr sehr voluminösen Type, die zwar „sehr fett ist, aber nichts von ihrer Eleganz und ihrem heitern, leichten Duktus eingebübt hat. Die vorliegende Schriftprobe Nr. 312 führt ein- und mehrfarbige An- wendungsbeispiele aus allen Gebieten des Werbe- drucks vor eins schoner als das andere. Einfach zauberhaft! „Kunststück", sagt mein Neffe, der kürz- lich gegautscht wurde, „mit solchen Schriften kann man schon was hinzaubern!" Wood Engraving of the 1930's. Reviewed by Clare Leighton. Special Winter Number of the Studio. The Studio Ltd. London. Das umfangreiche Heft enthalt auber dem Text, der jeweils den einzelnen Abtei- lungen vorangestellt ist, rund 200 Holzschnitte und -stiche von europaischen und amerikanischen Künst- lern, und gibt eine aufschlubreiche Schau über das künstlerische Zielstreben der modernen Holzschnitt- kunst. Die Einreihung der Abbiidungen nach Schlag- worten wie „Traditional Creative Design Tech nical Variety Abstract Design usw. trifft nicht immer das Wesen der Sache. Es bleibt stets frag- würdig, Kunst derart einzuordnen. Eine Gruppierung nach Nationaliteiten ware wohl doch angemessener gewesen. Davon abgesehen ist diese Publikation aber von einer erstaunlichen Reichhaitigkeit, umfas- send und vorzüglich unterrichtend. Auch die Aus- wahl der Arbeiten ist mit feinstem Verstandnis ge troffen. Die Verfasserin ist selber Xylographin; sie weist sich mit zwei Blattern über ihr betrachtliches Können aus. Ausstattung und Druck untadelig. Publicité 1936. Arts et Métiers Graphiques. Paris. Ein kühner Satz steht an der Spitze dieser ausschlieb- lich der Werbung gewidmeten Extranummer: „Nur die Werke der groben Dichter und die Werbung erfordern restlos die ganze Macht des Wortes. Der Verfasser dieses „groben Wortes Jean Selz, führt in seinem Aufsatz über die Werbeliteratur vorbild- liche und zum Gaudium der Leser auch lacher- liche Beispiele aus der Praxis an. Es folgen Abbii dungen von Anzeigen aus den französischen Tages- zeitungen auf Zeitungspapier gedruckt: ein buntes Allerlei von aparten Einfallen, guten, mittelmabigen und gleichgültigen Leistungen, wie ein solcher Quer- schnitt durch die Journale es eben ergibt. Maximilien Vox referiert über „Die Reklamezeichnung im Jahre 1935" und kommt zu dem Ergebnis, dab es in der Werbegraphik an einigen kleinen Reklame-Goya's fehle. Den illustrativen Teil auch nur oberflachlich zu würdigen, würde zu viel Raum erfordern, man mub sich mit der Aufzahlung der Gruppen begnü- gen: Broschüren und Prospekte, Titelblatter, Schau- fensterdekorationen, Plakate, farbige Beilagen, manche dürftig, andere aber verblüffend in ihrer ungesuchten Originaliteit. Sprühendes Leben Seite für Seite, gelegentlich freilich banal; aber ist das Leben nicht zeitweise auch banal? Ein blendender Einfall ist das Titelblatt von Jean Carlu. Kirchliche Kunst. Denkschrift anlablich der Kunst- Dienst-Ausstellung wahrend der XI. Olympiade 1936. Kunst-Dienst, Berlin. Die Denkschrift enthalt in deut- scher und englischer Sprache das Apostolische Glau- bensbekenntnis, ferner Kernworte evangelischer Weltanschauung von Paulus bis Adolf Hitler. Der Bilderschmuck überzeugt wohl jeden unvoreingenom- menen Betrachter von der Neublüte protestantischen Kunstschaffens. Die Ausstattung der Denkschrift ist sorgfaltig, der Druck hervorragend (Otto v. Holten). Der Umschlag von Herbert Post, Halle, schliebt sich dem innigen, verhaltenen Ton des Ganzen vor züglich an. Gewinnbringende Heizungsanlagen für Gewachs- hauser. Nationale Radiator Gesellsch. mbH. Berlin. Eine sehr sauber gedruckte Broschüre (ca. 70 Seiten stark) mit farbigem Umschlag (Vorder- und Rückseite) von Charal. Die Innenseiten sind zwei- bis dreifarbig gedruckt. Eine Fülle photographischer Abbiidungen,

Gebrauchsgraphik de | 1936 | | page 98