67 rneist mit peinlicher Prazision retuschiert, besorgen den Anschauungsunterricht der gediegenen Werbe- schrift. Dagobert I. Der Anschlufi. Hausmitteilungen der Siemens- Schuckertwerke AG. für Elektro-Fachgescnafte. Heft 9. Berlin 1936. Ausgezeichnete aktuelle Werbung ist der Werbebrief „Schadenverhütung", der „zur Zeit, in der von staatlichen Stellen für die Unfall- und Schadenverhütung Propaganda gemacht wird, be- sonders erfolgreich sein dürfte". Das ist in diesem Falie anzunehmen. Zum Kundendienst gehören unter anderem die Schaufenster-Photowettbewerbsergeb- nisse, die ideenreiche und geschmackvolle Resultate aufweisen. Der „AnschluB" ist, wie immer, sorgfaltig gedruckt und ausgestattet. ABC Antiqua: Schmal. Halbfett. Fett. Genzsch Heyse AG. Hamburg. Es ist ein besonderer Vor- zug dieser Schriftprobe, dab sie bis auf ein einziges Wort und ein paar Zierbuchstaben ausschlieblich mit den Typen der drei Garnituren geschaffen wurde. Welch ein vielfaitiger Reichtum an Ausdrucksmöglich- keiten mit einer einzigen Schrift! Die Gohrsmühle. Verkehrswerbung. Werbepost von J. W. Zanders. Feinpapierfabrik. Bergisch Gladbach. Eine Gemeinschaftswerbung der Zanderschen Fein papierfabrik und der Deutschen Lufthansa. Die in dieser Mappe vereinigten Werbedrucke der Deut schen Lufthansa „zeigen, wie der Werbewert der Drucksache durch die sinnvolle Anwendung eigen williger und interessanter Feinpapiere gehoben wird, und wie abwechslungsreich für ein und dasselbe Unternehmen durch die Wahl verschiedener Werk- stoffe geworben wird". Aber auch die Reklamer der Deutschen Lufthansa sind zu loben; die hier ver einigten Drucksachen sind, auch über die verstand- nisvolle Ausnutzung des Papiers hinaus, nochwertige Werbe-Erzeugnisse. Schaffende Hande. Bauersche GieBerei, Frankfurt/M. Zierbuchstaben zur „Element"! Unstreitig verleihen die neuen Zierbuchstaben der von Max Bitroff ge- schaffenen „Element" reichere Fülle. Die Schrift, die bekanntlich nur aus Geraden besteht, bekommt durch die Initialen etwas Festliches, das ihrem kühlen Ernst gut zu Gesicht steht. Die zweifarbige Druck sache, mit einem suggestiven Photo „Schaffende Hande" von Dr. Paul Wolff geschmückt, erfüllt ihren Zweck mit vornehmer Selbstverstandlichkeit. As an Experiment. 15 Serifs applied to stems of similar weight to test serif influence in letter design. By Oswald Cooper. Bertsch Cooper, Typo graphers, Chicago. An 15 Schriftbeispielen weist der Verfassen die verandernden Einflüsse der Serife (Buchstabenfübe usw.) auf die verschiedenen Schrift- charaktere nach. Aeuberst insfruktiv und knapp in den texflichen Erklarungen, in der graphischen Auf- teilung und Ausführung erstklassig. Tr. Sch. 125 Jahre Oder-Zeitung. Trowitzsch Sohn, Frank furt/Oder. Man mub sich unter den vielen Blattern und interessanten Beilagen erst zurechtfinden, han delt es sich doch urn ein dreifaches Jubilaum. Auber dem 125jahrigen Geburtstagsfest der Oder-Zeitung feiert die im selben Verlag erscheinende Zeitschrift ui.it"" DIE DEUTSCHE REICHS- POSTREKLAME G.M. B.H., BERLIN W 66, MAUER- STR. 76, VERANSTALTET EINEN WETTBEWERB ZUR ANZEIGENGESTALTUNG Zweck des Wettbewerbs ist, der Markenindustrie wie auch dem Einzelhandel zu zeigen, auf welche werbe- wirksame Weise die Löschblatter auf den Schreibpulten in den Postanstalten nutzbar gemacht werden können I. Beteiligungsberechtigung: Zur Teilnahme zugelassen sind samt- liche in Deutschland wohnenden Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künste, Fachgruppe Gebrauchsgraphiker. II. Aufga be Verlangt wird eine werbewirksame Anzeige in Schrift und Bild, ein- oder zweifarbig. Der Wortlaut der Anzeige wird den Teilnehmern auf Anforderung kostenlos zugesandt. III. GröBe des Entwurfes Die Entwürfe sind für eine Flache in der GröBe DIN A 3 (29,7x42 cm) anzufertigen. In der Mitte der Flache muB ein Raum im AusmaB von etwa y3 der ganzen Flache frei- gehalten werden. Werkstoff ist ein guter saugfahiger weiBer Lösch- karton. Die Wiedergabe muB im Buchdruck gut möglich sein. IV. Einlieferungstermin Die Einreichung hat zu erfolgen bis zum lO.Januar 1937, 12Uhr, bei der Deutschen Reichs-Postreklame G.m.b.H., Berlin W 66, Mauerstr. 76, porto- und gebührenfrei mit dem Vermerk ..Wettbewerb der Postreklame". Bei Aufgabe durch die Post genügt zur Wahrung der Frist der Postaufgabestempel vom 9. Januar 1937, 18Uhr. DieArbeiten dürfen weder einen Namen noch ein Kennzeichen des Verfassers tragen, sondern sind nur durch eine Kennzahl zu be- zeichnen, die sich aus 6 Ziffern zusammensetzt und in GröBe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite an jedem Blatt in der oberen rechten Ecke anzubringen ist. Der Urheber der Arbeit hat seine Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit derselben Kennzahl, wie sie die Arbeit als Aufschrift tragt, gleichzeitig mit der Arbeit einzureichen. Jeder Entwurf muB eine Kennzahl tragen, auch wenn 2 Entwürfe von einem Verfasser eingereicht werden. V. Preise Als Preise sind ausgesetzt ein 1. Preisvon RM300.I ein 3. Preisvon RM100. ein 2. Preisvon RM 200.acht Trostpreise von je RM 50. Die Auszahlung der Preise erfolgt unter allen Umstanden, und zwar innerhalb von 14 Tagen nach der Entscheidung des Preisgerichtes. Die pramiierten Entwürfe gehen mit allen Reproduktionsrechten (unbescha- det des Urheberrechts) in das Eigentum des Auslobers über. Der Ver fasser des zur Drucklegung gelangenden Entwurfes hat gewünschte geringfügige Aenderungen des Entwurfes kostenlos zu übernehmen. VI. Preisrichter: 1) Herr Paul Pfund, Gebrauchsgraphiker, Leiter der Fachgruppe Gebrauchsgraphik in der Reichskammer der bildenden Künste, 2) Herr Marggraff, Gebrauchsgraphiker, Berlin, 3) Herr M. C. Schreiber, Schriftleiter, Berlin. 4) Herr Oberpostrat L. Philipp, Berlin, 5) Herr Max Römer, Berlin, Als Ersatzpreisrichter wird eintreten Herr Goedecker, Gebrauchsgraphiker, Berlin. VII. Ausstellung: Die Deutsche Reichs-Postreklame G.m.b.H. be- halt sich eine Ausstellung der eingegangenen Arbeiten mit voller Namensnennung vor. VIII. Rücksendung Die Rücksendung der preisgekrönten Ent würfe erfolgt spatestens 4Wochen nach der Sitzung des Preisgerichtes in der gleichen postalischen Form wie bei der Einsendung auf Gefahr des Empföngers unter Zusicherung sorgfaltiger Behandlung. Be- schadigungen, welche wahrend des Preisgerichtes und der Ausstellung oft nicht zu vermeiden sind, können nicht Gegenstand von Beschwerden oder Ersatzansprüchen werden. IX. Sonderbestimmungen: Mit der Teilnahme an diesem Wett bewerb unterwirft sich der bewerbende Künstler den vorstehenden Wettbewerbsbedingungen. Für alle in diesen Bedingungen nicht aus- drücklich geregelten Fragen sind die Durchführungsanordnungen des Prasidenten der Reichskammer der bildenden Künste betr. Wettbewerbe vom 25. 3./16. 5. 1934 maBgebend.

Gebrauchsgraphik de | 1936 | | page 99