T DIE ITALIENISCHE WERBEGRAPHIK UNTER DER FASCHISTISCHEN REGIERUNG ITALIAN ADVERTISING ART UNDER THE FASCIST GOVERNMENT J_ rotzdem erst seit verhaltnismaBig kurzer Zeit in Italien ein eigenes Propagandaministerium besteht das jetzt in „Ministerium der Volks- kultur'" umgetauft wurde ist die Propaganda sclion seit den ersten Jahren des faschistischen Regimes das bedeutendste Mittel zur schnellen Erreichung der groBen gesteckten Ziele geworden. Die gröBten Werbefeldzüge der letzten Jahre, als es nicht mehrnotwendig war, für die Partei als solche Propaganda zu machen, wurden daher auch vom Staat selbst durchgeführt. Auch im Ausland ist die Propaganda für die italienische Getreideschlacht bekannt, die es in kurzer Zeit fertig- brachte, Italien fast vollstandig vom Getreideimport unabhangig zu machen. Es war dies die erste Bewegung der Autarkie auf wirtschaft- lichem Gebiete, welche natiirlich in den letzten Jahren, speziell nach Eintritt der Sanktionen, in allen Branehen der Produktion durchgeführt wird. Andere Kollektiv-Propaganden wurden für Reis, Bier, Kunstseide, das italienische Spielzeug und den Tourismus durchgeführt. Diestaatliche Propaganda wird ausschlieBlich den 70 politischen Tageszeitungen reser- viert, da es sich einerseits um Produkte und Leistungen handelt, für die hauptsachlich die Manner Interesse haben, andererseits wurde die poli- tische Tageszeitung als iiberall verbreitetes Propagandamittel befunden und erreicht daher so ziemlich die ganze Volksmasse der 43 Millionen. In den meisten Fallen versehen die italienischen Zeitungen und Zeit- schriften die Inserenten nicht mit beglaubigten Statistiken über die Auf- lage und Leserverteilung. Viele geben zwar eine hohe Auflagenziffer an, die jedoch nicht kontrollierbar ist. Es fehlt in Italien die Verpflichtung, wie in Deutschland die Auflagenziffer genau auf jeder Nummer anzu- geben. Der „Corriere della Sera" und die wöchentlich iin gleichen Verlag erscheinende „Domenica del Corriere" haben wohl die höchsten italieni schen Auf lagen, denn sie übersteigen zeitweise die Million. Die bedeutend- sten dieser staatlichen Werbefeldzüge sind: G. G. GÖRLICH, MILANO: In spite of the fact that Italy has had a Ministry of Propaganda now renamed "Ministry of Natio nal Culture"for a comparative ly short time, propaganda has been the most important means for rapidly achieving the great aims adopted ever since the first years of the Fascist regime. The greatest advertising campaigns in the last few years, when it was no longer necessary to make propaganda for the Fascist Party as such, were therefore also conducted by the State itself. Even abroad the propaganda for the Italian "Battle of Grain" is well known, by means of which Italy was rendered almost entirely

Gebrauchsgraphik de | 1937 | | page 31