vlQiURCm GIESEN& FORSTHOFF jÖctliiv i S O LI N G E N 67 Knock-outH. Berthold A. G., Schriftgieberei und Messinglinienfabrik, Berlin. Nach der Jiu-Jitsu kommt die Knock-out, die „schlagende" Schrift, ebenfalls von Dassel entworfen. Von ihren Schlagen purzelt ein starker Mann auf dem Titelbilde in die Seile. Auch die übrigen Anwendungsbeispiele des mehrteiligen Faltblattes erweisen die Schlagkraft der charakteristi- schen Type. Besonders sinnfallig kommt ihre zeit- gemabe Note zum Ausdruck in dem Plakat für Leo- krem „Wie wird man schneller braun?" Schrift hilft werben. Von Georg Wagner. Verlag August Scherl, GmbH., Berlin. Georg Wagner, einer der Vorkampfer der Wiederbelebung der deutschen Schriftkultur, hat dies Buch verfabt. Es ist also un- nötig zu sagen, dab der Autor seinen Werkstoff be- herrsche. Georg Wagner ist in seiner Aufgabe so restlos aufgegangen, dab er ihr alles opferte, sogar die typographische Schönheit seines Werkes. Das Heft ist kein restlos befriedigendes Druckwerk. Schon dab der laufende Text in verschiedenen Schriften und Schriftgröben gesetzt ist urn recht viel Schriftarten zur Geltung zu bringen tragt zur Harmonie des Gesamten nicht bei. Aber die Reklamefachleute und auch andere, die mit Schrift umgehen mussen, ohne direkt vom Bau zu sein, haben hier ein Brevier, das ihnen erklart, was man von Schrift wissen mub und wie man sie anwendet. Ttt. sch. Der moderne Buchdrucker. Heft 100. Linotype Can dida. Hausmitteilungen der Mergenthaler Setzmaschi- nenfabrik GmbH., Berlin. Der Einleitungsaufsatz „Ein Buchdrucker-Jubilaum" gilt der 100. Nummer und ihren Vorlaufern. Da,nn wird der Leser mit der „Can dida" auf der Linotype vertraut gemacht. Sie, die „Candida" stammt noch von dem Kölner Schriftkünst- ler Jakob Erbar, dem Schöpfer der Erbar-Grotesk. In meistens illustrierten Beitragen wissenschaftlichen und belletristischen Charakters erscheint die kühlkiare vornehme Type in mehreren Sprachen, gelegentlich auch kursiv und halbfett. Sie macht ihrem Namen wirklich Ehre. Kaufkraft wecken Kaufkraft nützen! Deutsche Fleischer - Zeitung. Verlag Hans Holzmann, Berlin. Jede aufgeschlagene Doppelseite enthalt rechts das Bild, links den Text. Dieser Text ist durchgehend in zwei Teile gegliedert. lm ersten Teil werden wichtige Zahlen über Fleischverbrauch und Fleischerhandwerk mitgeteilt, der zweite Teil beantwortet die Frage: Was besagt das dem Werbungtreibenden? Das ist überzeugend durchgeführt. Die Bildseiten korre- spondieren jeweils auf originelle Art mit dem Text. Ausstattung und Druck: vorzüglich. Entwurf und Text der Werbeschrift stammen von Werbekraft GmbH., Berlin. Eine Spitzenleistung des Offsetdrucks Baer-Farben und Qualitatsdrucke ein Begriff. Farbenfabriken Otto Baer,Radebeul-Dresden. Die Reproduktion eines Farbenfotos, die an natürlicher Buntheit nichts zu wünschen übrig labt, und ein Blumen- und Früchte- stilleben in sechsfarbigem Offset zeugen von der Güte und Leuchtkraft der Farben wie auch von der erstaunlichen Druckleistung. Auberst vornehm die um- hüllende Passepartout-Mappe. FAB RIK FEIN ER STAHLWAREN

Gebrauchsgraphik de | 1938 | | page 105