G£IJ H ARD 111 RICH K mm rsumx J in 43 j '•A//- 11 Si 2'..; m- M ■&E &yZJ> ZJZk AZjPFJZR >b re men R-Uu^l. r-—~ Wenn Slevogt illustriert, bedeutet der Text ihm kaum mehr als die Bühne, auf der er seine Einfalle wie ein graziöses Ballett tanzen laftt. Er geht zwar von der Dich- tung aus, aber er will nicht Worte in Bilder umsetzen. Er will vielmehr „die Zeichnung vom Prokrustesbett" des Buches befreien. Und er wirkt auch dort am starksten, wo er am wenigsten im eigentlichen Sinne illustriert. Ulrich reprasentiert einen ande ren Typus. Er folgt getreu den Wegen der Dichtung. Wenn er „Victoria", Hamsuns innigste und wehmütigste Liebesgeschichte, illustriert, sucht er die Illusion des Wortes in die Sprache der Graphik zu übertragen: das seelische Klima zwischen den Menschen und auch die Atmosphare der Landschaft. Die Grundmelodie, unsaglich wie ein melo disch schwingender Geigenton, klingt noch einmal in den Zeichnungen an. Auch in der Bilderfolge zu Dickens noch immer stehen seine Bücher in England an erster Stelle hinter der Bibel umspielt Ulrich nicht den Text, sondern begleitet ihn wie ein liebe- Buchillustration aus Knut Hamsuns „Victoria" Bock illustration for "Victoria" by Knut Hamsun

Gebrauchsgraphik de | 1938 | | page 77