HOHkWCIN >N< V Wir zeigen hier eine Folge von neueren Plakaten Ludwig Hohlweins als Beispiele jener unermüdlichen Frische und Schaffens- freude, die diesen reprasentativsten Vor- kampfer und Vertreter unserer deutschen Plakatkunst, der erst vor wenigen Wochen seinen 65. Geburtstag beging, von An- beginn seines Schaffens an und auch heute /noch erfüllt. Diese neueren Arbeiten, die in den letzten Jahren entstanden, veran- schaulichen zugleich auch, mit welcher un- wandelbaren Stetigkeit und Treue der MUNCHCN Künstler den einmal von ihm als richtig er- kannten Weg verfolgt und damit auch alien zeitgebundenen oder gar entgegengesetzten Stilrichtungen zum Trotz immer nur einen auf eine groftzügig flachenhafte und monumentale Bildwirkung ausgerichteten Plak.atstil vertreten hat, der von bezwingender Wirkung ist und seinen Eindruck auf den Betrachter niemals verfehlt. Es ware ein grofter Irrtum, Hohlwein etwa einen Naturalisten zu nennen, wie es nicht selten geschehen ist. Seine Plakate bauen sich zwar auf den natürlichen und sicheren Grundlagen einer sehr aufmerksamen und intimen Natur- beobachtung auf, sind aber in Wahrheit alles andere als rasch hingeworfene Wiedergaben reiner Natureindrücke, sondern vielmehr ihre sehr überlegten übersetzungen in das malerisch Plakative. Gerade darin besteht die be- sondere Starke Hohlweins, daft er es wie nur wenige versteht, die VielfaIt zahlreicher Einzeleindrücke sozusagen auf einen Generalnenner zu bringen und ein von einem starken Leben durchpulstes und wohldurchdachtes, ein- 3

Gebrauchsgraphik de | 1939 | | page 21