BESPRECHUNGEN Soll man uur <len Drnoker loben? 36 Neue Bücher zur Druckgeschichte. Man hat in den letzten Jahren immer wieder bedauert, daft es keine handliche gesamteuropaische Geschichte der Buch- druckerkunst gibt. Die es gegeben hat wir den- ken da an die nicht mehr im Handel befindlichen Veröffentlichungen von Karl Falkenstein (Leipzig 1840], Karl Faulmann (Wien 1882), Karl B. Lorck (Leipzig 1882-83), Antonius von der Linde (Berlin 1886), Heinrich Meisner und Johannes Luther (Biele feld 1900) sind trotz mancher bleibenden Bedeu- tung im einzelnen langst veraltet; von den noch früheren Veröffentlichungen ganz abgesehen. Der zweite Band der in Lieferungen erscheinenden gro- f3en „Geschichte der Buchdruckerkunst" (Demeter- Verlag, Leipzig), der G. A. E. Bogengs Werk über den Frühdruck (daselbst als Band I) mit mehreren Mitarbeitern (Barge, Clemen, Schillmann) fortsetzt, liegt noch nicht vollstandig vor. Urn so mehr be- grüBt man die anschaulich geschriebene und inhalts- reiche „Geschichte der Buchdruckerkunst" von Her mann Barge (mit 12 mehrfarbigen Tafeln und 80 Abb. im Text, Verlag Phil. Reclam jun., Leipzig. Ln. RM. 12,50), die die technische und gewerbliche Entwick- lung des Buchdrucks von seinen Anfangen bis zur Gegenwart in seiner ganzen Umfanglichkeit füralle diejenigen, die als Lesende, Schreibende und als Berufsgenossen mit Buch und Druck in Berührung kommen, zur Darstellung bringt. Der besondere Vor- zug dieses ungewöhnlich preiswürdigen und aus- stattungsgemaB schonen Bandes liegt vor allem in der Berücksichtigung der kultur-, geistes- und litera- turgeschichtlichen Auswirkung des Buchdrucks. So wer den die gesamtgeschichtlichen Zusammenhange über- prüft und verdeutlicht. Aber nicht nur die historischen und technischen Tatbestande der Buchdruckerkunst, sondern auch die vielen Einzelgebiete der Buch-, Druck- und Verlagsgeschichte wie Papier, Druckschrif- ten, Kunstdruckverfahren, Illustration, Einband, und Entwicklung der neueren Buchkunst werden kenntnis- reich behandelt. Auf dem Wege gewissenhafter Fachstudien und geschickter Stoffbewaltigung ist so- mit ein Werk von umfassender Vielfaltigkeit entstan den, das seine weitreichende Bedeutung auch über das augenblickliche Interesse für druckkundliche Dinge in diesem Gutenbergjahr hinaus behaupten wird. Gutenberg selbst, seine Zeit, seine Erfindung und deren weltgeschichtliche Auswirkung behandeln einige weitere Neuerscheinungen. Auf das ausge- zeichnete, im Vorjahre bei Gebr. Mann, Berlin, er- schienene Gutenberg-Buch des verdienstvollen Direk- tors des Mainzer Gutenberg-Museums Aloys Ruppel, das ein meisterhaft klares und anschauliches Lebens- und Werkbild des groBen Deutschen aus zweifels- freien Quellen vermittelt, brauchen wir hier nicht noch einmal naher einzugehen. Von Ruppel liegen jetzt drei weitere kleinere Schriften über Gutenberg vor. In seiner soeben erschienenen sorgfaltig aus- gestatteten Schrift „Die Stadt Mainz und ihr groBer Sohn Gutenberg" (mit 8 Tafeln. Florian Kupferberg Verlag, Berlin-Mainz. Kart. RM. 2,80) gibt der Ver- fasser eine überzeugend begründete und reich pro- Den Alzer, den Montierer oderden Photographen? Hal nicht jeder seinen Anleil am Gelingen einer Drucksache? Hier muf} sich jeder auf jeden verlassen können! Der Drucker auf den Alzer, der Alzer auf den Montierer, derMon- liererauf den Photographen! Der Photograph jedoch muf} sich auf sein Material verlassen können! Auf sein Positiv und Negaliv! Dann muf} der Druck gelingen. Auf Agfa Repro-Material können Sie sich bestimmt verlassen!

Gebrauchsgraphik de | 1940 | | page 90