I KAREL SVOUNSK? Lithographie 1938 Lithograph 1938 dieser Atmosphare zu Hause fühlen, daft er mit seinen zeichnerischen Mitteln frei und sicher darauf reagieren kann, dabei mufi er sich dem Reichtum der Eindrücke, die das Dichtwerk auf ihn macht, unterordnen. Das ist natürlich am besten möglich, wenn sich der Illustrator seine Autoren selber aus- wahlen kann." Dieses Glück hat Svolinsky öfter gehabt. und darauf ist auch die vollendete Gesamt- wirkung vieler seiner Bücher zurückzuführen. Der „Sommernachtstraum" mit den farbigen Litho- graphien, Smetanas „Verkaufte Braut", in der gleichen Art farbig illustriert, und als neuestes Werk „Die Vogel" des Aristophanes, mit groften Aqua rellen geschmückt das sind Werke dieser Art, die nicht übertroffen werden können. Die Einfüh- rung in den Geist der Dichtung ist vollkommen, den feinsten Schwingungen des Dichterwortes wird der Stift oder der Pinsel des Künstlers gerecht. Die Beherrschung der lllustrationstechniken ist für die Arbeit des Künstlers selbstverstandliche Voraus- setzung. Holzschnitt, Kupferstich oder Lithographie machen ihm keinerlei Schwierigkeiten. Zu einer groften Zahl seiner Bücher hat er Holzschnitte ge- macht; da er aus dem Handwerk kommt er war Holzschnitzer kennt er alle technischen Möglich- keiten, wie man etwa an den mehrfarbigen Holz- schnitten zu Sigmund Winters „Findelkind" sehen kann. Aber auch fast unbeschrankte Möglichkeiten 5

Gebrauchsgraphik de | 1941 | | page 25