WA LT E R 36 It*} lm Schaffen Walter Klinkerts ersteht das Erbe J. B. Piranesis und Char les Méryons zu neuem Glanz: das groft erschaute, streng gezeichnete und aus der Witterung des „genius loei" seelenhaft erfafite Bild histo- rischer Architekturen und moderner Stadtansichten. Was Giovan Battista Piranesi mit seinen raumgewaltigen und phantasiegeladenen Veduten für die Weltstadt R o m und Méryon mit seinen herben, düster- feierlichen Blattern für Paris geleistet haben, schafft Walter Klinkert für die Reichshauptstadt Berlin. Dabei wachst dem Berliner Stadt- bildzeichner eine desto höhere Berufung zu, als diese jüngste Metro- Monte Cavallo-Rom pole gegenwartig inmitten einer umwalzenden Neugestaltung steht. Unter den Vorzügen, die unsern Graphiker zu seiner groften Auf- pIti'cTDrawing"9 gabe befahigen, steht seine weise Selbstbeschrankung oben- an. Er kennt die Grenzen seines Faches innerhalb der Landschafts kunst, wonach der „Landschafts"-Zeichner eine freiwüchsige Natur als

Gebrauchsgraphik de | 1941 | | page 58