V ifc/cyv-yysydc// y/eyi- at&t Wer versendet heute noch Glückwunschkarten zu Jahres- festen wie Weihnachten und Neujahr, und handelf es sich hier nicht im Grunde urn einen völlig überholten und unzeitgema- Ben Brauch? Darauf kann man nur erwidern, daB diese alte Sitte in Europa in den letzten Zeiten ganz offensichtlich eine starke Neubelebung erfahren und sich inzwischen in den USA sogar zu einer Angelegenheit von groBer wirtschaftlicher Tragweite entwickelt hat, worauf wir bereits vor einem Jahre in dieser Zeitschrift hinwiesen. Im Gegensatze zu dem Mas- senkonsum an Glückwunschkarten in den USA, wo, von selbst- verstandlichen Ausnahmen abgesehen, ihre Versender auf ihre Gestaltung keinen nachhaltigeren EinfluB ausüben, da sie ihnen dort überall in reicher Fülle zur Verfügung stehen, ha- ben die europaischen Glückwunschkarten meist einen etwas individuelleren Charakter. Auch hier kann man natürlich über all jene fertigen Glückwunschkarten kaufen, die leider meist wenig erfreulich sind, aber wer ein wenig auf sich halt und über die Mittel dazu verfügt, pflegt doch im allgemeinen Künstlern die Gestaltung seiner Glückwünsche anzuvertrauen, urn auf diese Weise ihre Empfanger in einer persönlichen Form anzusprechen, wodurch freilich dieser schone alte Brauch eine natürliche mengenmaBige Begrenzung erfahrt. So ist es Oben Above En haut Anton Stankowski Unten Below En bas: Heinz Kiessling 20

Gebrauchsgraphik de | 1954 | | page 24