MITTEI LUNGEN UND BESPRECHUNGEN illlfili i 1 digkeit einer Hebung des künstlerischen Niveaus der amt- lichen Graphik der Deutschen Bundespost referierte, war die Einsetzung eines Ausschusses, der künftig die Verant- wortung für die Gestaltung der amtlichen Graphik der Deutschen Bundespost übernehmen soil. Dazu machte der Herr Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen fol- genden Vorschlag: Der möglichst kleine AusschuB soil in erster Linie die Ver- antwortung für die Gestaltung der Postwertzeichen über nehmen. Zu diesem Zweck erhalt er völlige Freiheit zur Durchführung seiner Tatigkeit im Rahmen einer von ihm selbst auszuarbeitenden Geschaftsordnung. Seine Be- schlüsse sollen möglichst, jedoch nicht unbedingt nach par- lamentarischen Gesichtspunkten gefaBt werden. Der Herr Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen, dem nach dem Gesetz die letzte Entscheidung über die Ausfüh- rung der Postwertzeichen zusteht, wird die Beschlüsse an- erkennen, wenn keine postdienstlichen Interessen entgegen- stehen. Die Mitwirkung des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen bei der Entwurfsgestaltung bleibt auf das Formelle beschrankt. Der Herr Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen ist weder Mitglied des Aus schusses, noch wird er in die Beratungen eingreifen. Die geforderte Beurteilung durch das Gremium erstreckt sich nicht nur auf den Entwurf, sondern auch auf den Druck- bogen, urn dem AusschuB jede Prüfungsmöglichkeit zu geben und die künstlerisch einwandfreie endgültige Ausführung (Auflagendruck) zu garantieren. Ort und Zeit der Sitzun- gen bestimmt der AusschuB. Neben dem Arbeitsgebiet Postwertzeichen wird der AusschuB auch an der übrigen amtlichen Graphik der Deutschen Bundespost, wie im be sonderen der Gestaltung der Telegramm-Schmuckblatter mit dem Ziel der standigen Hebung des Niveaus beteiligt. Dem Gremium wird ferner Gelegenheit gegeben, die Er- zeugnisse der Werbung von Zeit zu Zeit zu diskutieren und z. B. auch den Film über die Wohlfahrtsmarken 1954 nach Fertigstellung zu sehen und zu begutachten. Wir freuen uns, daB der Herr Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen sich den schon seit langem von uns vertretenen Forderungen und Wünschen so aufgeschlossen gezeigt hat und hoffen, daB der von ihm eingesetzte Aus schuB, der eine überaus schwierige und verantwortungs- volle Aufgabe übernommen hat, eine erfolgreiche Tatig keit entfalten wird. EDWARD McKNIGHT KAUFFER. Am 23. Okt. d.J. ist der be- kannte Maler und Graphiker Edward McKnight Kauffer im 63. Lebensjahre gestorben. Er hat in Chicago, Paris und München studiert und sich vor allem als Plakatkünstler und Buchillustrator in Europa und den USA einen weithin be- kannten Namen gemacht. In der «Gebrauchsgraphik»,für die er einstmals auch einen sehr schonen Umschlag entworfen hat, wurden früher wiederholt Arbeiten von ihm veröffent- licht. Sein unerwartetes Hinscheiden bedeutet einen schwe- ren Verlust für die internationale Gebrauchsgraphik, zu deren führenden Kraften er gehorte. VERDIENSTKREUZ FÜR WERBUNG. Dem bekannten Ham burger Werbeberater John Schlepkow wurde kurz nach der Vollendung seines 65. Lebensjahres auf Vorschlag des Se- nats der Freien und Hansestadt Hamburg vom Bundespra- sidenten das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bun- desrepublik verliehen. 50JAHRE WERKKUNSTSCHULE KREFELD. AnlaBlich des 50. Geburtstages der Werkkunstschule Krefeld wird am 4. Dezember 1954 der nordrhein-westfalische Kultusminister Werner Schütz zur Eröffnung zweier Ausstellungen der Schule sprechen. lm Kaiser-Wilhelm-Museum soil durch Arbeiten an der Schule tatig gewesener Lehrer und Schüler, zu denen u.a. Künstler wiev. Beckerath,Campendonck, Paul Dresler, Helmut Macke, Thorn-Prikker, Troekes und Schrie- ber gehören, die Verbundenheit mit der Formentwicklung des letzten Halbjahrhunderts aufgezeigt werden, wahrend im Schulgebaude selbst die gegenwartige padagogische Arbeit in der Schule dargestellt wird. lm AnschluB an den urn 15.30 Uhr stattflndenden Festakt findet ein Treffen ehemaliger und gegenwartiger Schüler statt. Zu beiden Veranstaltungen ladet die Schule ihre ehe- maligen Schüler auch auf diesem Wege herzlich ein. Ein- zelheiten können durch das Sekretariat der Schule erfahren werden. WERBUNG EINE LEBENSNOTWENDIGKEIT DER W1RT- SCHAFT. Der Bund Deutscher Werbeberater und Werbe- leiter e. V. (BDW) hielt am 23. und 24. Oktober seine Herbst- 60

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