Rosenthal-Portellan AG Linke Seite: Geschenkschalen Rechte Seite: Vase und Relief-Schalen Left page: Gift dishes Right page: Vase and embossed dishes Page de gauche: Plateaux Page de droite: Vase et coupes a reliefs Der danische Zeichner Bjorn Wiinblad wurde im Jahre 1919 in Kopenhagen gebo ren und erhielt auch an der dortigen Kunst- akademie seine Ausbiidung. Kaum 40 Jahre all, wurde er schon in der öffentlichkeit be- kannt, als er im Jahre 1945 auf einer ersten Ausstellung in Kopenhagen neben graphi- schen Blattern, Buchillustrationen und Por traits auch eine Auswahl seiner keramischen Arbeiten zeigte, die besonderes Aufsehen erregten. Er hat seitdem auch fast überall in Skandinavien, Frankreich, Amerika und Deutschland ausgestellt, wo er die gleichen Erfolge hatte und seinen künstlerischen Ruf durch Ankaufe von Staatlichen Museen und Privatsammlungen festigte und erweiterte. Bjorn Wiinblad ist ein ebenso produktiver und erfinderischer wie vielseitiger Künstler, dessen Arbeitsbereich sich auf die verschie- densten Gebiete erstreckt. Er hat als Zeich ner eine Fülle von werbegraphischen, illu strative n und buchgewerblichen Arbeiten entworfen, auch Tapeten und Stoffentwürfe stammen von seiner Hand, er hat als Maler schone Frauen portratiert und modelliert und gleichzeitig für grofte Revuen und Thea ter, wie etwa für das königlich danische Bal- lett in Kopenhagen szenische und dekora- tive Entwürfe geschaffen, die sich durch far- bige Reize und phantasievollen Witz aus- zeichnen. Innerhalb dieses weitausgreifen- den Schaffens nehmen aber seine kerami schen Arbeiten einen besonders breiten Raum ein und auf diesem speziellen Ge biete pflegt er auch, wenn er nicht gerade wieder einmal auf Reisen ist, immer wieder mit besonderer Liebe in seiner Werkstatt zu experimentieren. So ist es denn auch verstandlich, dat3 bald schon die Rosenthal- Porzellan AG auf diesen Künstler aufmerk- sam wurde, für die er nun in letzter Zeit zahlreiche schone Porzellan- und Glasar- beiten geschaffen hat, von denen wir hier einigetypische Beispiele zeigen. Man könnte nun bei der Betrachtung dieser bunten, 12

Gebrauchsgraphik de | 1958 | | page 16