Das Modephoto dient der Orientierung; wer mehr von ihm verlangt, verkennt, dafi es seiner Natur nach nichts mit der Kunst zu tun haben kann, auch wenn sich die Hinter- gründe aus Museen, Galerien und Fabrik- hallen, aus kunstgewerblichen, abstrakten und tachistischen Spielereien noch so ambi- tiös und snobistisch gebarden. Das Mode photo ist ein illustrierender Verkaufshelfer, der ins einzelne gehen mul? und daher, von einer bisweilen reizvollen Kontur abgesehen, nicht plakativ wirken muB. Da die Verkaufs- intensitat der meisten modisch ausgerichte- ten Publikumszeitschriften und vieler Fach- organe der Textilwirtschaft von der Eindring- lichkeit des Titels abhangt, wird ein Photo der genannten Art kaum genügen. Fachzeit- schriften und Hausorgane mit langeren Er- scheinungsabstanden und einem Inhalt, der zeitlich weniger begrenzt ist, bedienen sich daher eher eines Konzentrates, das entweder aus einem engen, aber charakteristischen Ausschnitt eines Lichtbildes, aus einer plaka- tiven Graphik oder aber einer Montage von beiden besteht, und dies scheint unbestreit- bar ein Weg zu sein, der stets neue Lösun- gen ermöglicht und nicht in jener Sackgasse GroBe (hancen fiir kleine Wagen - der atfsfStiriidM Bifdbendit ober die Automobil- Ausstellung in finnfcfwrt laBt die Enfwiddwig in den nöchsten Johren erkennen Gesellschaftskleidung in dieser Saison Die Hemdenmode wird immer vielseitiger

Gebrauchsgraphik de | 1958 | | page 44