JLai/leusJLiUlet CUville MITTEILUNGEN federation internationale des clubs de publi city (FICP). Vom 29. Juni bis 1. Juli 1959 findet in Bern (Schweiz) der 10. Kongreft der Internationalen Werbeklub- Vereinigung statt. Der Werbeklub Bern bereitet ein attrak- tives Programm vor. Interessenten werden zu gegebener Zeit nahere Informationen durch die örtlichen Werbeklubs erhalten. LIBER LIBRORUM SENDET GRUSS AN ALBERT SCHWEIT ZER. Die Sammlung von Bibeltypographie, Liber Librorum, welche aus der Arbeit von vierzig führenden Buchkünstlern in der ganzen Welt besteht und welche in der Königlichen Bibliothek und in dem Graphischen Institut in Stockholm unter der Leitung von Doktor Bror Zachrisson zusammenge- stellt war, ist nun beinahe ausverkauft, und das Komitee hat beschlossen, an Professor Albert Schweitzer seinen er- sten Gruft in Form von 300 für das Spital in Lambarene zu übersenden. Liber Librorum ist ein ideelles Projekt ge- wesen, dessen jeweiligen Gewinn man für diesen Zweck bestimmt hatte. Einige Exemplare von Liber Librorum sind noch da, aber man erwartet, daft sie wahrend des kommen den Jahres ausverkauft werden. Die Zusammenarbeit zwi- schen allen Teilnehmenden ist aufierordentlich leicht und angenehm gewesen, wird von Stockholm mitgeteilt. DIE SCHÖNSTEN BÜCHER OSTERREICHS 1957. In nahezu allen europaischen und vielen auftereuropaischen Landern ist es Tradition geworden, die schönsten Bücher des Jahres durch eine Jury von Fachleuten und Kennern zu ermitteln und auszuzeichnen. In manchem Land reicht diese Tradi tion weiter zurück als in österreich, das erstmals für 1952 die Wertung vornahm, die seither Jahr für Jahr wiederholt als Ergebnis jeweils eine kleine Zahl von Büchern als die schönsten österreichs verzeichnen konnte. Die Schirmherrschaft über den Wettbewerb, den der Osterreichische Verlegerverband in Zusammenarbeit mit den beteiligten Berufsorganisationen durchführt, haben das Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau und das Bundesministerium für Unterricht übernommen. Dar- über hinaus hat das Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau einen Staatspreis gestiftef, der für 1957 zum zweitenmal an die Verleger der drei schönsten unter den pramiierten Büchern als I. Staatspreis mit 15000 S, als II. Staatspreis mit 9000 S und als III. Staatspreis mit 6000 S zusammen mit einer Urkunde verliehen wurde. Durch diese hohe Auszeichnung finden die vielfachen Be- mühungen urn das schone Buch, nicht nur das Schaffen der Verleger, sondern ebenso die Arbeit der graphischen Un- ternehmen, der Klischeeanstalten, der Buchbindereien, die Leistung der Papierindustrie wie die schöpferische Tatig- keit der Maler, Graphiker und Photographen vor der Fach- welt und vor der Offentlichkeit die verdiente Anerkennung. Zur sechsten Wertung haben 29 Verlage 59 Titel einge- reicht. Die Ursache dieser gegen jedes Erwarten geringen Beteiligung mag darin zu suchen sein, daft viele Verlage viel leicht im Hinblick auf die Staatspreise von sich aus einen allzu strengen Maftstab anlegten. Kunst- und Photo- bande, die bei früheren Gelegenheiten dem Wettbewerb das bestimmende Geprage gaben, waren diesmal nur mit wenigen Titeln vertreten. Auch von der allgemeinen Literatur lagen weit weniger Werke vor als in den letzten Jahren, und es fehlte manches, was einer Auszeichnung würdia schien. Lediglich die Verleger wissenschaftlicher Literatur steilten ein reicheres Material zur Verfügung. Die Gruppe der Kinder- und Jugendbücher dagegen brachte wieder nur einige wenige Beispiele, und zudem kaum aussichts- reiche, auf. Bibliophile Drucke fehlten nahezu ganz. Sind auch die Möglichkeiten begrenzt, so sind sie doch noch nicht erschöpft. Das Beste auswahlen zu können aus einer Produktion, die das gesamte osterreichische Buch- schaffen reprasentiert, indem sie gleichermaften alle Buch- gebiete umfaftt und wissenschaftliche Literatur wie Kunst- bücher, Lyrik und Prosa, Fachbücher, Jugendschriften und Kinderbücher ebenso wie bibliophile Drucke und Firmen- publikationen aus Handel und Industrie zur Beurteilung bringt - dies bleibt das Anliegen des Wettbewerbs. Zweimal, am 12. und 21. Februar 1958, haben sich die Mit- glieder der Jury im Bibliothekssaal des Buchgewerbehau- ses in Wien eingefunden, um aus dem vorgelegten Wer- tungsmaterial «Die Schönsten Bücher Österreichs 1957» und die Staatspreistrager auszuwahlen. Diese Aufgabe verlangte unter den gegebenen Umstanden von jedem ein- zelnen Beurteiler neben Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit ein hohes Maft an Verantwortungsbewufttsein. Die zur Prü- fung eingereichten 59 Titel verteilten sich auf die verschie- denen Buchgruppen wie folgt: Allgemeine Literatur 23 Ti tel; Wissenschaftliche Literatur und Fachbücher 16 Titel; Kunst- und Photobücher 13 Titel; Kinder- und Jugendbü cher sechs Titel; Bibliophile Drucke ein Titel. Die Mitglieder der Jury waren sich einig, bei der im ver- gangenen Jahr angewandten Methode zu bleiben und in einzelnen getrennten Wertungen innerhalb jeder Produk- tionsgruppe Buch für Buch zu prüfen, zu vergleichen und zu beurteilen. In die engere Auswahl sollten nur jene Bü cher kommen, die die Voraussetzung der in allen Teilen einwandfreien Herstellung erfüllten. 58

Gebrauchsgraphik de | 1958 | | page 66