Dauerhaft befestigt werden Plakate in Schau- fenstern und Verkehrsmit- teln mit Tesafilm D. Er ist hochtransparent und licht- bestandig. Tesafilm D ist eineSpezialausführung des bekannten Tesafilm. Tesafilm D ist in Büro- und Schreib warengeschaften zu haben. /f P. BEIERSDORF CO. A.-G. HAMBURG Bei der ersten Durchsicht wurden 22 Titel ausgeschieden, manche geringfügiger Mangel halber, die leicht zu ver meiden waren. Typographie, Satz und Druck boten dabei weniger AnlaB zur Beanstandung als z. B. die mangelnde Sorgfalt bei der Bindung. Es ist offensichtlich, daB heute der Gestaltung des Einbandes von Haus aus kaum Beach- tung geschenkt wird. Anscheinend laBt der Aufwand, den der Schutzumschlag erfordert, das nicht mehr zu. Auch die Wahl des zweckentsprechenden Papiers, wie die richtige Laufrichtung des Papiers, gilt es mehr zu beachten. Das sind Mangel, die in dem einen und anderen Fall die Aus- zeichnung eines an sich hervorragend gestalteten und ge- druckten Werkes verhinderten. Nach einer weiteren gründlichen Prüfung verblieben in der engeren Auswahl 21 Bücher, von denen die Jury 15 für wür- dig erachtete, in die Gruppe Die Schönsten Bücher öster- reichs 1957» aufgenommen zu werden. Aus dieser Reihe hat die Jury in mehreren Wertungsgangen die drei Staats- preistrager ermittelt. Vier der pramiierten Werke hat das Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau durch eine schriftliche Anerkennung lobend hervorgehoben. DIE SCHÖNSTEN SCHWEIZER BÜCHER 1957. Die Pramiie- rung der Schönsten Schweizer Bücher ist bisher auf Grund von Titelanmeldungen der interessierten Verleger erfolgt. Jeder Verlag schickte jene Bücher zur Beurteilung, die er selber als besonders geeignet betrachtete. Dieses System hat den Vorteil, dab die Verleger bereits eine Vorauswahl trafen und im allgemeinen Verlagswerke prasentierten, die gewisse minimale Forderungen an die Qualitat der Her- stellung erfüllten. Doch die Nachteile überwogen bei die ser Art der Pramiierung. Die der Jury vorliegende Auswahl war zu eng, als dab sie einen Querschnitt durch die schwei- zerische Buchproduktion hatte bieten können. Es haftet an ihr allzusehr der Charakter des Zufalligen. Die Pramiierung der Schönsten Schweizer Bücher 1957 ist deshalb auf breiterer Basis, namlich auf Grund der Be- stande des Schweizerischen Vereinssortiments in Olten vor- genommen worden. So lag ein wesentlich umfassenderer Ausschnitt aus der schweizerischen Buchproduktion 1957 zur Beurteilung vor, als dies letztes Jahr mit nur 115 ein- gesandten Büchern der Fall gewesen war. Um so schneller konnte die erste Sichtung vorgenommen werden, die sich darauf beschrankte, die Spreu vom Weizen zu scheiden und den für eine Pramiierung von vornherein nicht in Frage kommenden Teil der vorliegenden Produktion auszuschei- den. Es verblieben nach dieser ersten summarischen Sich tung noch 145 Bücher, die kritischer unter die Lupe genom- men und im Detail auf ihre Pramiierungsfahigkeit geprüft werden muBten. Am meisten Schwierigkeiten bereitet jeweils die letzte Aus- scheidung. Diesmal sah sich die Jury vor das Dilemma ge- stellt, entweder nur einige wenige Spitzenleistungen zu pramiieren oder aber eine das übliche MaB übersteigende Anzahl von Büchern zu berücksichtigen. Man hat sich, wie das Resultat zeigt, für die letztere Lösung entschieden in der Meinung, damit dem mit der Pramiierung verbundenen praktisch-erzieherischen Zweck besser zu dienen als bei allzu exklusiver Selektion. Von den insgesamt pramiierten 33 Büchern fallen sieben auf die Allgemeine Literatur, acht auf Wissenschaft und Lehrbücher, elf auf Kunst- und Pho- tobücher, zwei auf das Kinderbuch, drei auf Publikationen auBerhalb des Handels und zwei auf bibliophile Ausga- ben. Die Produktion der welschen Schweiz ist mit acht Ti- teln, also mit einem Viertel der insgesamt 33 pramiierten Bücher vertreten. WO STEHT DIE DEUTSCHE BUCHKUNST? Zum achtenmal wurden auf der Frankfurter Buchmesse die «Schönsten deutschen Bücher» gezeigt. Darin liegt nun schon so etwas wie eine Tradition. In den letzten Jahren wurde die buch- künstlerische Abteilung» der Frankfurter Buchmesse immer gröBer und bedeutender. Unsere eigenen Leistungen steil ten wir denen unserer Nachbarlander gegenüber, weil ge- rade dieser internationale Vergleich künstlerisch gestalte ter Bücher fruchtbar und nicht nur für den Fachmann in teressant war. In diesem Jahr sind neun Nationen mit den «schönsten Büchern» des vergangenen Jahres vertreten. Die für uns wichtigste Frage lautet: Kann die deutsche Buchkunst neben den Leistungen der Nachbarlander be stehen? Noch vor zwei Jahren erschien es nicht so. Die Wunden, die der Krieg gerade dem ehemaligen Zentrum der deutschen Buchkunst Leipzig geschlagen hatte, waren tief. lm Westen Deutschlands muBte wieder aufgebaut werden, was man verloren hatte - und ganz abgesehen von den ersten materiellen Sorgen gab es auch die ver- schiedensten Meinungen darüber, wie «moderne» Bücher auszusehen haften. So lieB sich aus den ersten «schönsten Büchern» vor allem eines ablesen: daB man zu experi mentieren gewillt war. Das war nicht schlechf, und man kann rückblickend sagen, daB uns dieses Stadium des Ex periments gut getan hat. Man sollte den eigenen Leistun gen gegenüber die notwendige Selbstkritik aufbringen; selbst dann laBt sich seit etwa einem Jahr sagen, daB die deutsche Buchkunst ihren ehedem so hohen Standard wie der erreicht hat. Was beispielsweise die bei uns erschei- nenden Kunstbücher und Bildbande angeht, so haben wir keinen Vergleich mit dem Ausland zu scheuen, obwohl sich die Ansprüche gerade auf dem Gebiet der Reproduktion auch international erheblich gesteigert haben. 60

Gebrauchsgraphik de | 1958 | | page 68