Johannes Wagner GmbH SchriftgieBerei und Messlnglinienfabrik Ingolstadt/Donau, RömerstraBe 35/37 Fernruf (Ortskennzahl 0841) 2447 Telegramme: Hartsdirift Ingolstadtdonau 9 te /g Darstellung erfordert. Wenn man dann aber das Inhaltsver- zeichnis überprüft, stellt man fest, dafi Emil Kafiner über das spezielle Thema weit hinaus gegriffen hat und grundsatzlich zu mancherlei anderen Themen der modernen Wirtschafts- werbung Stellung nimmt, was den Wert seiner Arbeit nur er- höht. Es ist im Rahmen dieser kurzen Betrachtung nun nicht möglich, die einzelnen Kapitel seines Buches einer naheren Würdigung zu unterziehen. Wenn man sich aber etwas ein- gehender in seine Ausführungen vertieft, ergibt sich der Ein- druck, dafi Kafiner, wenn er auch manchmal pro domo spricht, dennoch sein Thema sehr objektiv und vor allem mit einer gründlichen Sachkenntnis der schwierigen Materie behandelt hat. Auch was er zum Thema der oft nicht ganz einfachen Zu- sammenarbeit zwischen dem Künstler und Auftraggeber sagt, verdient Zustimmung durch seine sachliche Behandlung. So instruktiv nun die Ausführungen von Kafiner auch sind, so können wir dennoch der an sich sehr reichen und sicherlich auch sorgfaltig überlegten Bebilderung des Buches nicht ganz zustimmen. So lafit es beispielsweise die Gegenüberstel- lung der Bilder 34 bis 41 an der nötigen zeichnerischen Durch- bildung fehlen, und ob es sich bei den Beispielen 52 bis 59 wirklich urn «graphisch hochmoderne Reprasentationsanzei- gen» handelt, mochten wir füglich bezweifeln. Hier gibt es sicherlich bessere Beispiele gekonnter Graphik. Da aber diese Dinge im Rahmen des Gesamtwerkes nur einen schmalen Raum einnehmen, schmalern sie den Wert dieses sonst sehr verdienstvollen Buches kaum. Preis 48 DM. eh LOTHAR-GÜNTHER BUCHHEIM IN FELDAFING hat jüngst ein Büchlein herausgebracht, das zu den reizendsten Erzeug- nissen seines auch sonst recht munteren Veriages zahlt. Er hegt schon seit langem eine stille Liebe zu dem Pariser Sonn- tagsmaler HECTOR TROTIN, von dem er eine stattliche Reihe von hübschen Bildern besitzt, von denen er nun insgesamt 15 in einem kleinen Bande unter dem Titel «PARIS AM SONN- TAG» vorführt. Diese kleinformatigen bunten Bildwerke von Trotin haben nichts mit unserer eiligen Gegenwart zu tun, sondern sie spiegein die glücklichen Erinnerungen eines alternden Pariser Burgers wieder, der mit einem etwas weh- mütigen Vergnügen an die Tage seiner Jugend und an jenes lebensfrohe und festtagliche Paris zurückerinnert, das es heute nicht mehr gibt und das er sich nun in seinen naiven Bildern wieder zu vergegenwartigen versucht. Dazu hat Lo- thar-Günther Buchheim selber eine langere Einführung ge- schrieben, die eine einzige Lobeshymne der Stadt Paris ist und in der er sich als ein ausgezeichneter Kenner dieser Me- tropole erweist, um dann schliefilich noch mit einem amüsan- ten Berichte über seine Begegnungen mit Hector Trotin, einem offenbar recht kauzigen Gesellen zu schliefien. Dieses kleine bunte Bilderbuch kostet 9,80 DM. Mancherlei Anzeichen lassen erkennen, dafi es mit dem im übrigen recht schwierigen Verlagsgebiete des Kinderbilder- buches bei uns in Deutschland langsam, aber stetig aufwarts geht. Zu den gelungenen Werken gehort hier das im GER- HARD-STALLING-VERLAG IN OLDENBURG-HAMBURG er- schienene Buch «DER BUNTE HUND», zu dem IRINA KOR- SCHUNOW den Text beisteuerte und das von GERHARD OBERLANDER sehr reich und farbig bebildert wurde. Es ko stet 7,80 DM. lm gleichen Verlag und im gleichen Format er- schien auch das Bilderbuch ZIRKUSWELT WUNDERWELT von KATHARINA MAILLARD mit Versen von JAMES KRÜSS, das ebenfalls wohlgelungen ist. Preis 6,90 DM. Beide Bücher werden in ihrer ganzen Haltung und Aufmachung dem kind- lichen Aufnahmevermögen gerecht. eh Der im Jahre 1884 gegründete VERLAG ANTON SCHROLL CO. IN WIEN hat aus Anlafi seines 75'|ahrigen Bestehens einen umfanglichen ALMANACH herausgebracht. Er enthalt eine Reihe ein- und mehrfarbiger Bildwiedergaben und eine Folge von 46 Textbeitragen, die dem Leser einen Querschnitt durch das reiche Verlagsprogramm dieses bekannten Unter- nehmens vermitteln, das sich speziell durch seine kunstge- schichtlichen Veröffentlichungen und Kunstblatter in den kunst- interessierten Kreisen eines hohen Ansehens erfreut. eh Die 700jahrige schwabische Stadt Sindelfingen ist heute eine glückliche Synthese einer ruhmreichen Vergangenheit mit un serer lebendigen Gegenwart. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man den vor kurzem bei ADOLF ROHM IN SINDEL FINGEN erschienenen Bildband «SINDELFINGEN» durch- sieht, der in s^inem ersten Teile eine Folge von Bildern der Altstadt mit ihren anheimelnden Bauten enthalt und dem dann anschliefiend zahlreiche Bildwiedergaben des neuen Sindel fingen mit seinen modernen Anlagen und Industriebauten ge- genüberstehen, die ein kraftig pulsierendes Wirtschaftsleben veranschaulichen. Die sorgfaltige typographische und buch- technische Betreuung dieses Bildbandes, der im Verlage sel ber hergestellt wurde, lag in den Handen von GEORG M. SELLGRAD. eh heit km katk SchriftenReporter (kalanderfest), Hiero-Rhode-Antiqua G 592 65

Gebrauchsgraphik de | 1959 | | page 73