Neue Haas-Grotesk abcdefghijklmnopqrstuvwxyzabcdefghijklmnoprstuvwxz ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZABCDEFGHIJKM abcdefghijklmnopqrstuvwxyzabcdefghijklmnopqrsu ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZABCDEFGHKN abcdefghijklmnopqrstuvwxyzabcdefghijklmnt ABCDEFG HIJ KLM NOPQRSTU V WX YZABCDEM Haas'scheSchriftgieBerei AG Münchenstein s«»»,z Neue Drucktypen - New type faces Auf das Jahr 1956 zurück gehen die ersten Besprechungen mit dem Schweizer Grap hiker Max Miedinger über die Schaffungeiner völlig neu durchgezeichneten Groteskschrift. Die bisher wohl viel verlangte Normal-Grotesk hielt, je langer, je mehr, trotz ihrer teil- weisen Umgestaitung, nicht allen Anforderungen stand, so daf3 namhafte Graphiker der GieBerei rieten, sich unbedingt miteiner Neuschöpfung zu befassen. Man lieB sich zu diesem Zwecke di verse bessere.vorhandeneGroteskschriften Revue passieren und besprach im Beisein von Fachleuten die Vorteile und die Nachteile dieseroder jener Figur. Erfreulicherweise deckten sich dieeinzel- nen Ansichten im groBen und ganzen, und die Herstellung der Reinzeichnungen im vergröBerten Format konnte somitrüstig vor- anschreiten. Nachdem die Praxis schon früher erwiesen hat, daB sich eine neue Schrift erst im gesetzten Wort richtig und objektiv beurteilen laBt, so muBte der Zeichner neben den verschiedenen Buchstaben auch zusammenhangende kürzere Texte zur Begut- achtung vorlegen. An Hand zahlreicherKombinationen innerhalb unterschiedlicher Buchstabengruppen konnten dann dieeinzel- nen Figuren definitiv festgelegt werden. Schon im Februar 1957 wurden vom Grad 20 Punkt des halbfetten Schnittes die Typen des üblichen SchriftgieBerwortes <Hamburg> nach neuerstellten Matrizen gegossen, und zwar in verschiedenen Weiten,vondenen,dem modernenGeschmackRechnungtragend, die zweitengste Zurichtung gewahlt wurde, urn gut lesbare, mög- lichst geschlosseneWortbilderzu erhalten. Der erste Grad der mit dem Namen Neue Haas-Grotesk bezeich neten Schrift kam ineiner VorprobeaniaBlich der<Graphic57> in Lausanne heraus. Das gute Urteil ermutigte die GieBerei, mit allen Kraften an die Herstellung der Matrizen der halbfetten Garnitur zu schreiten, zunachstvon 6 bis 48 Punkt, spater bis und mit 72 Punkt. lm Jahre 1958folgten elf Grade des mageren Schnittes, von 4/6 bis 20 Punkt, der ebenso groBe Beachtung fand wie der halbfette; ferner wurde an einer fetten Garnitur und einer mageren Kursiv gearbeitet. So groB war der Erfolg der Neuen Haas-Grotesk, daB die Linotype GmbH in Frankfurt a. M. sich entschloB, passende Setzmaschinenmatrizen anzufertigen und unter dem Namen <Helvetica> herauszugeben. Dadurch wird dieser Schrift ohne Zweifel ein zusatzlicher Auftrieb beschieden sein.

Gebrauchsgraphik de | 1960 | | page 64