<50 SCHNEIDESCHRIFT- und PRAGEPLAKATE 1. SITZUNG DES AUFNAHMEAUSSCHUSSES DES VERBAN- DES DEUTSCHER INDUSTRIE-DESIGNER. Im Mai trat zum ersten Male der AufnahmeausschuB des Verbandes Deut- scher Industrie-Designer e. V. in Stuttgart zusammen. Der AusschuB, dem prominente Formgestalter des In- und Aus- landes angehören, hat die schwierige Aufgabe, über die Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern in den Verband DID zu entscheiden. Die ordentliche Mitgliedschaft des Verban des ist gleichzeitig Für den Bewerber die berufliche Aner- kennung als Industrie-Designer. Sie soil vor allem der Indu strie als Auftraggeber des Designers die Gewahr für eine qualitativ hochwertige und fachmannische Leistung bei der Gestaltung industrieller Erzeugnisse bieten. Der Verband DID hat die Aufgabe gestel It, das Unterwandern des Designer- berufes durch unqualifizierte Krafte zu verhindern. Nur die nach einer strengen überprüfung aufgenommenen ordent lichen Mitglieder des Verbandes sind berechtigt, die Beifü- gungDID zusatzlich zur Berufsbezeichnung oder hinter ihrem Namen zu führen. Die Mitglieder des Aufnahmeausschusses - Karl Dittert, Dr.-lng. Klaus Flesche, Dipl.-lng. Günter Fuchs, Robert Gutmann FSIA, Professor Herbert Hirche, Professor Georg Leowald, Dr.-lng. Heinz G. Pfaender, Peter Raacke, Frau Mia Seeger und Dipl.-lng. Peter Sieber - betonten, daB eine gerechte Beurteilung der beruflichen Arbeit des Indu strie-Designers im heutigen Stadium der Entwicklung dieses Berufes aufierordentlich schwierig ist und dem Aufnahme ausschuB eine groBe Verantwortung auferlegt. Die erste Sit- zung des Ausschusses war von grundsatzlicher Bedeutung für den Verband und seine Ziele. Aus dem Bekenntnis des gröB- ten Teils der deutschen Industrie-Designer zu einer beruf lichen Ordnung leitete der AusschuB die Verpflichtung ab, durch strenge MaBstabe bei der Auswahl der ordentlichen Mitglieder das Niveau des Berufes auf dem höchsten Stand zu halten. Die nachste Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern ist für Oktober I960 vorgesehen. Bewerber werden gebeten, sich an die Geschaftsstelle des Verbandes DID, Stuttgart N, Bir- kenwaldstraBe 165 c, zu wenden. DIE VDI-NACHRICHTEN ERSCHEINEN NUNMEHR WÖ- CHENTLICH. Die VDI-NACHRICHTEN - Europas auflagen- starkste technische Zeitung mitder durch die IVWkontrollierten Auflage von nunmehr Z3 000 Exemplaren - aus der VDI-Ver- lags-GmbH, Düsseldorf, erscheinen ab Juli 1960 am Mittwoch jeder Woche. Diese bemerkenswerte Umstellung der bis- herigen 14taglichen Erscheinungsweise entspricht einem viel- fach geauBerten Wunsch der Leser und Inserenten. Die Be- SPEZIALISTEN FUR GRIMM BLEICHER MUNCHEN 2 LOTH STRASSE 1 TE LE PH O N 6 58 31 richterstattung der VDI-NACHRICHTEN über das Geschehen in der Technik wird dadurch noch aktueller und die einzelne Ausgabe noch übersichtlicher und handlicher. Dies gilt ganz besonders auch für den umfangreichen Stellenteil: In den bis- her erschienenen Ausgaben des Jahres 1960 wurden durch- schnittlich 20 Seiten Stellenanzeigen für technische Fach- und Führungskrafte veröffentlicht. BESPRECHUNGEN Wir machen alle werbeinteressierten Leser unserer Zeit- schrift darauf aufmerksam, daB vor kurzem im BUCHHEIM- VERLAG IN FELDAFING DER BAND II VON BUCHHEIMS EIGEN- UND EINZIGARTIGEM ANNONCEN-ALBUMer- schienen ist. Auch dieser hübsche glanzkaschierte Pappband enthalt wieder wie sein Vorganger über 150 Wiedergaben von köstlichen Anzeigen aus der Zeit rund urn die Jahrhun- dertwende, die man heute mit dem gröBten Vergnügen liest, die aber manchmal nachdenklich stimmen und gar nicht so dumm sind. Dieses köstliche kleine Raritatenkabinett kostet nur 5,80 DM. eh Zugegeben, dafi es heute für uns nicht so ganz einfach ist, Johann Peter Hebeis alemannische Gedichte in ihrer Origi- nalfassung zu lesen, aber seine Geschichten und Anekdoten aus dem Schatzkastlein des rheinischen Hausfreundes kann man heute noch mit ungetrübten Vergnügen genieBen. Dazu hat man gute Gelegenheit, wenn man das vor kurzem bei HERDER IN FREIBURG erschienene HEBEL-BREVIERzur Hand nimmt, das eine Folge von fast 90 dieser köstlichen kleinen Geschichten umfaBt, bei deren Lektüre uns einmal wieder zum BewuBtsein kommt, was für ein feinsinniger und liebenswürdiger Poet Hebei doch war und wie meisterhaft er die deutsche Sprache zu handhaben verstand. Was aber diesem Buche seinen besonderen Reiz verleiht, das sind die mehr als hundert Zeichnungen, die FRITZ FISCHER beige- steuert hat. Er erweist sich auch mit diesen Arbeiten wieder als ein Illustrator von hohen Graden, da er sich der, gerade in diesem Falie, überaus schwierigen Aufgabe unterzogen hat, diese naiven Geschichten einer vergangenen Zeit zwar stil- und wesensgerecht, aber dabei doch in einer uns zeit- gemaB anmutenden Form bildhaft auszudeuten. Das ist ihm zweifellos gelungen, zumal er auch die uns Deutschen be- besonders naheliegende Form eines den Text notizhaft be- gleitenden 111 ustrierens gewahlt hat, bei der das Auge des Lesers das Bild geichzeitig mit aufnimmt. So ist also ein schönes i11 ustriertes Buch zustande gekommen, das hoffent- lich viele Leser und Freunde finden wird. eh GRAPH ISCH ER GROSS B ETRI EB GEORG STRITT CO FRAN KFU RT-M TEL. 330761-68 FERNSCHREIBER 041-2774 TELEGR. STRITTDRUCK BUCHDRUCK - OFFSETDRUCK - KLISCHEES* F0T0LITH0S 63

Gebrauchsgraphik de | 1960 | | page 71