Hiero-Rhode-Antiqua Johannes Wagner GmbH jetzt in drei Garnituren mager fett kursiv SdiriftgieBerei und Messinglinienfabrtk - Ingolstadt/Donau, Römerstr. 35/37, Ruf (Ortskennzahl0841) 2447 Drahtwort: Hartschrift Ingolstadtdonau Schrift: Hiero-Rhode-Antiqua mager G6012 Dieses Buch beweist, was durch enge Zusammenarbeit zwi- schen dem Setzer, Layout-Zeichner, Chemigraphen, Texter, Drucker, Photographen und Entwerfer technisch möglich ist. Möglichkeiten, die durch gegenseitiges Verstandnis und gu- tes Einvernehmen verwirklicht werden konnten. Möglichkei ten von Menschen der N. V. Grafische Kunstinrichtung J. van Poll Suykerbuyk in Roosendaal (Holland) im hundertsten Jahr.Es bleibt uns nur noch zu sagen, daB die Gesamt- gestaltung von Kees Zwart besorgt wurde. hk Nachdem bereits vor einiger Zeit in dieser Zeitschrift eine schmale Auswahl von Arbeiten des Graphikers CHRISTOPH MECKEL gezeigt wurde, hat sich nun der VERLAG HEINRICH ELLERMANN IN MÜNCHEN mit besonderer Liebe dieses be- gabten Künstlers angenommen. Er hat nicht weniger als drei in sich abgeschlossene graphische Zyklen mit Wiedergaben seiner Radierungen herausgebracht, von denen DIE STADT 38 Radierungen, der «KRIEG» 39 Radierungen und das WELTTHEATER42 Radierungen umfaBt, und zwar in einer ganz vortrefflichen Wiedergabe in Offsetdruck. Diese drei Broschüren im quadratischen Format 21x21 cm wurden von dem Graphiker OTTO ROHSE betreut und zeugen über haupt von einer hohen Geschmackskultur und einer sorgfal- tigen buchtechnischen Behandlung. Christoph Meckel selber ist ein höchst phantasiebegabter Künstler, von dessen Ra dierungen eine starke Faszination ausgeht. Von den drei Themenkreisen, die er behandelt hat, geben wir seinem Welttheater» den Vorzug, weil es ihm hier gelungen ist, seine Visionen ganz unbeeintrachtigt durch eng zeitbedingte Einflüsse in rein künstlerischer und zuweilen geradezu mar- chenhaft anmutender Form zu realisieren. Wenn wir dadurch gleichzeitig von seinem Zyklus «Der Kriegabrücken, so nicht etwa aus einem Ressentiment oder einer Vogel-StrauB- Politik, sondern weil andere vor ihm dieses grausige und immer aktuelle Thema schon weit ausdrucksvoller und ge- fahrlicher gestaltet haben. Bei alledem aber sind diese drei Bande, von denen ein jeder 9,80 DM kostet, erfreuliche Be- weise eines verlegerischen Wagemutes. eh Die INDUSTRIEGEWERKSCHAFT DRUCK UND PAPIER hat in ihrer fachtechnischen Schriftenreihe das Heft 4 unter dem Titel GRAFISCHE TECHNIK - HEUTE UND MORGEN her ausgebracht, dessen Verfasser RICHARD BURKHARDT ist. Diese starke und reich bebilderte Broschur im Umfang von 156Seiten vermittelt einen ausgezeichneten Einblick in den gegenwartigen Stand der graphischen Techniken und zu- gleich ihre künftigen Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn diese Veröffentlichung auch in erster Linie für die Angehörigen des graphischen Gewerbes verfaBt wurde, so dürfte ihre Lektüre auch für den Gebrauchsgraphiker schon wegen seiner stan- digen Zusammenarbeit mit dem graphischen Gewerbe von Nutzen sein. eh «PRINT MAKING WITH A SPOON» lautet der Titel eines bei der REINHOLD PUBLISHING CORPORATION IN NEW YORK erschienenen Buches. Ein etwas seltsamer Titel, der nichts anderes besagt, als daB es sich hier offenbar urn eine Art von Anleitung handelt, urn mit Hilfe eines «LÖFFELS» zu drucken. Das ist auch tatsachlich das Thema dieses von NORMAN GORBATY verfaBten Buches, das letztlich für Leh- rer und Eltern bestimmt ist und aufzeigen will, daB es im Grunde nur recht primitiver Werkzeuge und wohlfeiler Mit- tel bedarf, urn das schöpferische Vermogen durch ganz ein- fache technische Versuche und Ubungen anzuregen und zu aktivieren. Das ist für uns durchaus nicht neu, aber die Ameri- kaner verstehen es ausgezeichnet, auch alte Themen zu ak- tualisieren, und auch Norman Gorbaty hat es vortrefflich verstanden, das uns altbekannte Thema in einer höchst reiz- vollen und anregenden Buchform zu prasentieren, die bild- maBig und typographisch sehr hübsch aufgemacht ist. Er be- herrscht im übrigen sein Thema, und seine Anweisungen zeich- nen sich durch Klarheit und Sachlichkeit aus. Preis 3,95 eh GERHARD GOLLWITZER, bekannf als Verfasser von recht instruktiven Lehrwerken, hat schon vor ein paar Monaten im OTTO-MAIER-VERLAG IN RAVENSBURG ein neues kleines Buch mit dem Titel «SCHULE DESSEHENS» herausgebracht, das einen besonderen Hinweis verdient. Es ist schon insofern ein gutes Buch, als es sich nicht mit grauen Theorien befaBt, sondern dem Leser in einer ebenso liebenswürdigen wie an regenden und dabei recht simplen Form eine ganze Folge von sehr überlegten Vorschlagen für ganz einfache prak tische übungen zum Erfassen von Farben und Formen ver mittelt. Das ist eine sehr schone Methode, da der Leser hier- bei nicht unter einem Zwange zu handeln glaubt, sondern mehr zum Mitspielen angeregt und aufgefordert wird. Das 66

Gebrauchsgraphik de | 1960 | | page 72