OLAF LEU FRANKFURT/MAIN /vis Sohn eines Werbeleiters sollte Olaf Leu diesen wichtigen Beruf in zweiter Generation fortsetzen. Seine Berufsausbildung begann er jedoch mit einer anderen nützlichen Tatigkeit. Er lernte als Akzidenzsetzer und beschloB diese Lehrjahre mit der Gehilfenprüfung. Zehn Preise in Ent- wurfswettbewerben waren der auflere Erfolg seiner Lehrzeit. Diese Aus- zeichnungen wurden bestimmend für sein weiteres Berufsleben. Das Ge- fühl für Farben, Formen und Werbeideen war in ihm geweckt. Sein Wunsch, in der Bauerschen GieBerei in Frankfurt am Main arbeiten zu können, ging in Erfüllung und dankbar erinnert sich Leu noch heute an den künstlerischen Leiter der Bauerschen GieBerei, Dr. K. F. Bauer, und an Walter Baum, unter deren Anleitung er sich vom Setzer zum Typo- graphen entwickelte. Ein ideales Arbeits- und Experimentierfeld bedeu- tete für ihn die Gestaltung der Schriftprobenwerbung, die ohne Kunden- zwang entstand. Nach zweijahriger Tatigkeit in der Bauerschen GieBerei verfügte Leu schon über soviel gute und interessante Arbeiten, dafi er 1956 eine erste eigene Ausstellung veranstalten konnte. Sein Berufsziel war jedoch nicht Typograph, sondern Werbegraphiker zu werden. Als Assistent des Art Direktors Christian K. Minzlaff in der Werbeagentur Hanns W. Brose erlernte er die Werbung auf allen Gebieten. Von der Werbekonzeption angefangen, über Organisationsfragen, Umgang mit freien Mitarbeitern bis zur Atelierabrechnung blieb ihm nichts erspart. Es war eine gründliche Lehrzeit für sein spateres Wirken als selbstandi- ger Graphiker. Nach zweieinhalbjahriger Tatigkeit in der Agentur glaubte Leu, genug gelernt zu haben, urn sich wieder mehr den gestal- tenden Aufgaben widmen zu können. Nach einer kurzen Tatigkeit als Zeitschriftenlayouter gründete er im Januar 1959 sein eigenes Atelier. In diesen zwei Jahren entwickelte sich Leu zu einem auBerst regen Werbegraphiker. In dieser Zeit entstanden die hier gezeigten Arbeiten. Es sind meistens Arbeiten, die mit Hilfe von Photographie und Typogra phic gestaltet sind, die haufig auch durch ihre interessante und überlegte Farbigkeit bestechen. Besondere Freude bereitet Leu die Gestaltung der pharmazeutischen Werbung. Er selbst schreibt, es gibt nichts Schöneres, als urn die Gunst intelligenter Menschen - die Arzte - zu werben Leus DARMSTADT Schon bei der Hausarbeit des Vormittags stellt sich jenes dumpfe Gefühl im Rücken ein, das weil schon fast zur Gewohnheit geworden kaum noch wahrgenommen wird. Doch beim Abspülen nach dem Mittagessen ist dieses Gefühl zu einem dauernden Schmerz geworden, der einen Charakter hat, als ob das »Kreuz« durchbrache Bei allen »orthopadischen Kreuzschmerzen« der Frau, die mit Muskelverspannungen einhergehen, ist das Myotonolyticum eine wertvolle therapeutische Hilfe. 46

Gebrauchsgraphik de | 1961 | | page 52