a a di e buch s ta b en Buchstabenfolge. Sie insgesamt bewirken, dafi die beiden Schriften gut »stehen«, bewirken die Klar- heit, Ruhe und Geschlossenheit des Schriftbildes. Bei aller Verschiedenheit des Schriftcharakters haben beide Schnitte noch eines gemeinsam, das über die formale Qualitat hinaus bestimmend ist für ihre Gültigkeit und Aktualitat in der heutigen Typographie: den neutralen sachlichen Duktus. Helvetica und Clarendon sind zwei zeitgemahe Schriften der D. Stempel AG. D. Stempel AG Frankfurt am Main 68 durchweg ausgezeichneten Aufnahmen einen anschau- lichen überblick über die landschaftlichen und architek- tonischen Schönheiten des Landes vermittelt. Dazu bat DR. WALTER TRACHSLER vorm Schweizerischen Landes- museum einen vortrefflich informierenden und vier- sprachig wiedergegebenen Einführungstext beigesteuert, in dem er ein anschauliches Bild von der geschichtlichen und kulturellen Entwicklung des Landes entwirft. Auch die Bilderlauterungen verraten Sorgfalt und Sachkennt- nis. Preis des Buches in Ganzleinen 14,80 DM. In diesem Zusammenhange sei weiter auf den im gleichen Verlage erschienenen Bildband die PLASTIK DES 20. JAHRHUN- DERTS hingewiesen, der sorgfaltig ausgewahlte Bei- spiele aus Deutschland, O'sterreich und der Schweiz ent halt und von GEERT VON DER OSTEN umsichtig einge- leitet wird. Besonderes Interesse verdient schlieBlich das ebenfalls im gleichen Verlage erschienene Buch von GE- ORG KURT SCHAUER mit dem Titel «KLEINE GE- SCHICHTE DES DEUTSCHEN BUCHUMSCHLAGES IM 20. JAHRHUNDERT in dem insgesamt 113 Abbildun- gen von Buchumschlagen aus der bekannten Sammlung Curt Tillmann gezeigt werden. Dr. Schauer erweist sich hier als ein guter Kenner dieses gebrauchsgrafischen Sachgebietes, aber wir können uns mit der von ihm vor- genommenen Auswahl nicht ganz einverstanden erklaren und müssen auch die nicht immer gelungenen Farbwie- eh dergaben beanstanden. AnlaBlich der Opernfestspiele in München 1962 gab die Gesellschaft zur Förderung der Münchner Opernfest spiele EV.in Zusammenarbeit mit der Intendanz der Bayerischen Staatsoper einen Almanach heraus, der die beste und schönste Visitenkarte für alle Veranstaltungen war. Beginnend mit der farbigen Umschlagseite, dar- stellend ein Bühnenbild von Helmut Jürgens zu der Oper «Der Rosenkavaliervon Richard StrauB, bis zur über- sicht auf der letzten Seite darf dieser auf bestem Kunst- druckpapier hergestellte Almanach als vornehme, auBerst geschmackvolle und vor allem auch internationale Wer- bung für Münchens Musik- und Gesangeskunst bezeich- net werden. In zahlreichen Fotos werden Sanger, Sange- rinnen, Dirigenten, Bühnenbildner, Spielleiter, Orchester und Chöre vorgestellt, eine nachahmenswerte Handlung der Redaktion und Gestalter dieser Festschrift. Richard StrauB, Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner und Frank Martin, deren Werke die Opernfestspiele be- herrschten, wurden durch diese künstlerisch wertvolle Publikation in dankenswerter Weise geehrt. Verantwort- Form und Reihung der Buchstaben bestimmen das Satz- gefüge einer Druckschrift. Klare Einzelfiguren und ein geschlossenes Zeilenband sind entscheidend für Les- barkeit und guten Rhythmus, kurz: für die Qualitat einer Schrift. Oft sind es nur Nuancen in Bildfette, Proportionen und Buchstabenabstanden, mit denen eine Schrift falit Oder steht. Betrachten Sie die beiden hier gegenüberge- stellten Textschriften »Helvetica« und »Magere Claren don»: Beide haben sorgsam ermittelte kraftige Strich- starken, betonte Mittellangen und gut aufschlieBende Wir bitten unsere Leser um freundliche Beachtung der Beilagen: Fackelverlag, 7 Stuttgart, Abteilung Versand- u. Exportbuchhandlung, Postfach 442 KUNST DER WELT «Tempel Totems Teufelsmasken» J.W. Zanders, Feinpapierfabrik, 507 Bergisch-Gladbach «Das europaische Papier - Blaue Europamarken» ZIP-A-TONE-VERTRIEB Hans-Jörg Scharfstadt, 53 Bonn-Ippendorf, Auf dem Steinchen 13 «Gedruckt wie entworfen» Studio für Farbfotografie Friedrich Zieker, Korntal bei Stuttgart, Hindenburgstr. 47 STAMM-Verlag GmbH., 43 Essen, Goldammerweg 16 «STAMM-Bücher im Lichte der Kritik»

Gebrauchsgraphik de | 1962 | | page 74