»Staromat«. Und die Headline steht. Minutenschnell Die bewahrten Z E I C H E N P A PI E R E gibt es nur von Feinpapierfabrik S C H O E L L E R S H A M M E R Diiren Postfach 147 der Richard-Wagner-Bildnisse gibt. Alle farbigen Bildnisse sind hervor- ragend in Farbe wiedergegeben. Die dbrigen Bildnisse betreffen gröBten- teils Fotografien, über deren Aus- wahl. und Verwendung der Meister bewuBt entschied. Diese Wagner-Bio- grafie im Spiegel seiner Bildnisse ist beinahe sensationell, da sie Einblicke in die Künstlerentwicklung vom Opti- schen her bietet, die bisher unbe- kannt waren. Jeder, der sich mit dem Werk des Bayreuther Magiërs aus- einandersetzen muB oder irgendwie zu ihm Stellung bezieht, vor allem aber auch Bühnen- und Kostümbilder, die sein Werk in die angewandte bildende Kunst übersetzen mussen, sollten diesen Band genau studieren. Der hervorragende Druck und die vorbildliche Ausstattung rechtfertigen den Preis. Der Band sei deshalb wërmstens empfohlen. wk Bildhauer Gustav Seitz Der durch sein einfühlsames Ver standnis für zeitgenössische Künstler bekannte Direktor der Kunsthalle Bremen, Günter Busch, hat in einem Band: Gustav Seitz, Bildhauer-Zeich- nungen (Frankfurter Societats-Druk- kerei GmbH, 1970, Pappband, Preis 16 DM), sich mit dieser künstlerischen Doppelbegabung auseinandergesetzt. Seitz ist in seinem bildhauerischen Schaffen kein Klassizist. Er geht nach seinen eigenen Worten in seiner Ar beit von der Natur aus, die ihn um- gibt, und bezieht seine Anregungen aus ihrem schöpferischen Reichtum an Formen. Er versucht beim künstleri schen Gestaltungsprozeb und bei aller dem Material entsprechenden über- setzung seinen Skulpturen den Aus- druck des Selbstverstandlichen zu geben und das Vorbild der Natur nichtkünstlich zu vergewaltigen. Seine Liebe gehort in gleicher Weise der Zeichnung, die ebenfalls vor der Na tur und oft aus der Erinnerung ent- steht. Der Künstler hatte ein beweg- tes Schicksal, das ihn nach dem Zu- sammenbruch auch in die DDR und in den Fernen Osten führte. Seine Freundschaft mit Bertolt Brecht, den er als Dichter und schöpferischen Menschen schlechthin verehrte, schlagt sich auch in seinen Zeichnun- gen nieder. 200 Abbildungen von Zeichnungen, davon 43 Akte, einige Portret-, Proportions-, Sportier- und Landschaftsstudien sowie einige Dar- stellungen Bertolt Brechts beweisen, dab dieser Bildhauer sich zeichne- risch besonders offenbart und seine menschliche Haltung auch hier be- wegt wiedergibt. Die Stellung von Seitz in der neuen Kunstentwicklung wird klar durch seine fruchtbare Aus- einandersetzung mit Adolf von Hilde- brand, Karl Albiker und Philipp Harth. Für ihn gilt, wie Günter Busch mit Recht bemerkt, das Goethische Wort: Die Seele musiziert, indem sie zeichnet, ein Stück von ihrem inner- sten Wesen heraus, und eigentlich sind es die höchsten Geheimnisse der Schöpfung, die, was ihre Grund- anlagen betrifft, ganzlich auf Zeich- nen und Plastik beruht, welche sie dadurch ausplaudert. Der kleine Band enthalt neben den schön wie- dergegebenen Zeichnungen und dem erlauternden Text biografische Noti- zen und ein Verzeichnis von Mono- grafien, eigenen Schriften und den Museen, die Werke des Künstlers besitzen. Die Publikation bietet dem Kunstfreund nicht minder wie dem Gebrauchsgrafiker als Fachmann in teressante Anregungen. wk Sonntagliche Reisebilder aus Europa lm Gerhard-Stalling-Verlag, Olden burg, ist vor wenigen Wochen der neue Stalling-Kunstkalender 1971 mit Sonntaglichen Reisebildern von Hildegard Biermann erschienen. Die Bilder der Malerin - Frau des bekann- ten Grafikers Fritz Biermann - strah- len Ferienstimmung und unbeschwert heiteres Sehen- und Erlebenkönnen aus. Ihre Sujets sind liebevoll detail- liert geschilderte Kleinstadtidyllen, die man in Holland, Frankreich oder Italien konkret geografisch lokalisie- ren könnte: Hildegard Biermann skiz- ziert unterwegs auf ihren Reisen, macht sich dabei Notizen über Farb- gebung oder besondere mit dem Er- lebten in Zusammenhang stehende Ereignisse und malt die Bilder dann in den langen Wintermonaten eines klei nen schwabischen Dorfes. Der Charme der Bilder liegt in der Naivitat der Darstellung und in der Wahl der Mo tive: Alle jene Aspekte unseres Le- bens, die uns bedrangen, werden be wuBt ausgeklammert, was bleibt, ist die Heiterkeit einer kindlichen, un- kompliziert bunten Spielzeugwelt. Ger hard-Stalling-Verlag, Oldenburg, Text von Bolko Kannenberg. Preis 16,80 DM. rh Print Bonn Gestaltungsrichtlinien für die Publi- kationen des Presse- und Informa- tionsamtes der Bundesregierung, Bonn. Eine visueile Ausdrucksform, immer wiederkehrend und mit allen Publikationen eines gemeinsamen Ausgangspunktes verbunden, wird in der heutigen Zeit mit ihrer standig wachsenden Zahl an optischen und akustischen Kommunikationsmitteln und einer wahren Flut von gedruck- tem Informationsmaterial zur zwin genden Notwendigkeit, urn die ge- meinsame Quelle sofort und leicht erkennbar zu machen und durch die stete Wiederholung im BewuBtsein des Empfangers zu verankern. Diese Notwendigkeit hat auch das Presse- und Informationsamt der Bundesre gierung, Bonn, erkannt und Richtlinien erarbeitet, urn die Vielzahl seiner im mer wiederkehrenden Veröffentlichun- gen durch ein einpragsames Erschei- nungsbild nach auBen zu kennzeich- nen und ihren gemeinsamen Aus- gangspunkt zu fixieren und dokumen- tieren. Das unter der künstlerischen Beratung von Franz Hermann Wills und dem Werbeatelier Bossin Jahn, Berlin, in Print Bonn geschaffene Erscheinungsbild entspricht allen Vor- stellungen und Forderungen des Her- ausgebers. Die aufschluBreiche und informativ hervorragend gestaltete Broschüre dient intern als Arbeits- basis und als technische Richtlinie für Gestaltung und Reproduktion - als unverrückbare Verstandigungs- basis zwischen dem Auftraggeber und dem freischaffenden Grafiker bzw. der grafischen Wirtschaft. Die in Print Bonn niedergelegten Regeln und Normen, die vor bestimmten Layouts mit ihren in einem Gerüst von Rastereinheiten festgelegten Bau- elementen, die Papierformate, Schrift- arten und Druckfarben beschranken sich auf stets wiederkehrende Publi kationen, bieten aber bei Einhaltung des erarbeiteten Systems, auch bei besonderen Aufgabenstellungen, die Gewahr, den Herausgeber optisch zu profilieren, leichter und schneller er kennbar zu machen und die visueile Form der Aussage konsequent zu wahren. wl Zeichentechniken für Entwurfs- darstellungen Ein neues Lehrbuch von H. Seeger und J. Gallitzendörfer. 96 Seiten mit zahlreichen teils farbigen Abbildun gen, Leinenband im Format 28X 32,5 cm, Otto-Maier-Verlag, Ravens- burg. Produktideen der Entwicklungs- praxis moderner Industrieunterneh- men sind in der heutigen Zeit vor ihrer Realisierung zahlreichen Tests unterworfen. Technische und kauf- mannische Führung einer Firma arbei- ten Hand in Hand, planen die ratio- nelle Herstellung und prüfen und un- tersuchen Markt und Absatz. Dieses unternehmungsinterne Verkaufen setzt eine entsprechende Argumenta tion voraus. Hervorragend geeignet für die Beweisführung ist die Ent- wurfszeichnung, daher unentbehrlich für alle Design-Arbeiten und zudem rationell in der Erstellung. Die opti sche Representation einer gestalteri- schen Idee setzt naturgemaB spezielle Techniken, Kentnisse und zeichneri- sche Fertigkeiten voraus, die be- herrscht werden müssen, deren Ver- mittlung jedoch leider in unseren heu tigen Kunstschulen und Fachhoch- schulen weitgehend fehlt oder nur sekundar behandelt wird. Urn diese Lücke zu schlieBen, haben zwei er- fahrene Praktiker, H. Seeger und J. Gallitzendörfer, ein neuartiges Lehr buch über alle für die Gestaltungs- arbeiten in Frage kommenden Zei chentechniken zusammengestellt. In- genieuren und technischen Zeichnern, Industrie-Designern, Architekten und Gebrauchsgrafikern, Fachlehrern und In wenigen Minuten setzen Sie Titel und rïTïïTfïl Berthold Fototype GmbH kurze Texte selbst. Stufenlos. Bis 140mm. 8000 München 22 Mit allen Möqlichkeiten aktueller I L*i LiebherrstraBe 5 Typografie. jBBÉBMMl Telefon (0811)296671 Telex (05) 29610 76

Gebrauchsgraphik de | 1970 | | page 78